Amelie D.

Zwei kleine Einstichlöcher am Hals, entdeckt am Morgen nach einem Filmabend: an dieser Stelle kippt Gefährtin des Vampirs (2014) aus der Alltagsromanze in den Schauerroman. Lea ist zwanzig und seit zwei Monaten mit Dorian zusammen, kennengelernt im Café um die Ecke. Am Tag darauf eröffnet er ihr, dass er über sechshundert Jahre alt und sie nach Vampirrecht seine Gefährtin ist, also so gut wie verheiratet. Lea schickt ihn zunächst weg, läuft stundenlang durch die Stadt und stellt sich zwei Möglichkeiten gegenüber: ihn nie wiedersehen, oder annehmen, was er ist. Sie entscheidet sich für das Zweite und trägt ihm im selben Café ihre Fragen vor. Die Antworten fallen sehr bestimmt aus: die Ewigkeit an seiner Seite, ein gegenseitiger Tausch, der die Bindung hält, und ein Umzug zu ihm, damit er sie im Auge behalten kann. Erzählt wird durchgehend im Präsens aus Leas Sicht, in kurzen, nummerierten Kapiteln.

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