Anastasia und Anna Surgutanova
Bei einer Aufführung von Romeo und Julia bleibt die Julia liegen, als sich das Ensemble verbeugen soll. Von dieser Beobachtung aus entwickelt sich „Wenn Julia stirbt“, ein Briefroman, der ausschließlich aus E-Mails besteht: Absender, Empfänger, Uhrzeit und Betreff stehen über jeder Nachricht. Geschrieben haben sie Antonia und Sophie, zwei Freundinnen, die lange nichts voneinander gehört haben und im Juni wieder Kontakt aufnehmen. Die Betreffzeilen tragen den Ton der Geschichte, von „Hey, zurück“ über „Eigenartige Sache“ bis „Neuigkeiten hoch 10“. Antonia fragt im Theater nach der verschwundenen Schauspielerin Petra, bekommt die Auskunft, sie sei im Urlaub, spricht mit deren Freund Pedro und schaltet schließlich die Polizei ein. Parallel dazu läuft der zweite Strang des Briefwechsels unbeirrt weiter, es geht um Dates, um den besten Freund und um die Frage, ob man sich überhaupt verlieben will. Vor der ersten Mail steht eine Widmung: „Dieses Buch veröffentliche ich für meine Schwester“.
- Bücher
- 1