
Die Wahlverwandtschaften
von Johann Wolfgang von Goethe

Bettina von Arnim flicht aus den Briefen ihrer Jugend einen Kranz für Clemens Brentano, wie er es selbst verlangt hatte: bewahre meine Briefe, Heidelberg 1805, und wenn ich tot bin, so flechte sie mir in einen Kranz, Holland 1808. Die Zueignung an Prinz Waldemar von Preußen spielt Schicklichkeit gegen Aufrichtigkeit aus, vor allen Leuten auf dem Markt. Dann wechseln die Stimmen: Clemens mahnt die Schwester zu Musik, Zeichnung und Fleiß und dazu, sich in Briefen im Spiegel ihrer Seele anzusehen, Bettine schreibt vom umgegrabenen Beet, von den Tauben am Brunnen und von den französischen Emigranten, die am Fenster ihre Milch kaufen.