Anastasia Usinger
Der Himmel trägt in „Wie schwarzes Glas“ einen eigenen Namen: Wolnviragorth, Wolkenlichter in der Sprache der Engel. Erzählt wird aus der Sicht von Rin, einer Wächterin der Elemente, der nach 15.000 Jahren zum ersten Mal auffällt, dass das Licht dort oben zu grell geworden ist. Den Grund bringt Cersia als Botschaft: Danae, der Engel der Seelen, hat sich den dämonischen Mächten zugewandt. Nach einer Konferenz von drei Monaten verkündet Gott in der Lichtenhalle, dass eine von zweien Danaes Wiedergeburt werden soll, Rin oder eben Cersia, die schwarzhaarige Außenseiterin mit der dämonischen Hälfte, die genau das seit jeher will. Rin hört im Konferenzsaal nicht zu, stimmt aus Verlegenheit einer Frage zu, die sie nicht verstanden hat, und trägt die Entscheidung davon. Kurz darauf steht die nüchternste Stelle des Buches: Sie spürt weder Freundschaft für Yuna noch Hass auf Cersia, die Engel sind höfliche Hüllen. Anastasia Usinger schreibt eine junge Ich-Stimme, die sich ständig selbst kommentiert und über die eigenen Manieren spottet. Der erste Satz des Buches ist keine Szene, sondern eine Widmung an alle Bookrix-Leser und an alle, die das Werk zu schätzen wissen.
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