Anja 1993
In jede Haustür des Dorfes ist ein Zeichen geritzt, das zeigt, welche Elfenart dahinter wohnt: ein Vollmond bei den Nachtelfen, ein Blatt, ein See, ein Tal. Aus diesem Ort mit dreihundert Häusern und sechshundert Bewohnern erzählt Eyrin, Verrat auf der Elfenburg. Die Ich-Erzählerin nennt sich selbst spöttisch Mottenelfe, weil ihr die durchsichtigen Blütenflügel ihrer elfjährigen Schwester Arlene besser gefallen als die eigenen. Der Vater ist ein armer Heiler und viel unterwegs, die Freunde heißen Lorena, die die Nächte unter dem Sternenhimmel verbringt, und Mefirian, der einmal Traumdeuter werden will. Einen guten Teil des Buches trägt der Schulalltag: Zaubertränkebrauen bei der zerstreuten Lehrerin Marena, ein übergelaufener Wahrheitstrank aus Salz, Minze, Honig und Semarblättern, dazu Camilla, deren Mutter Zofe der Königin ist und die Eyrin bei jeder Gelegenheit vorführt. Darüber liegt ein Traum, der sich wiederholt: eine Burg auf einer Klippe am Meer, in deren Graben die Erzählerin fällt. Mefirian erkennt darin die Burg des Königspaares Wyran und Karla. Ein Verlag wird im Buch nicht genannt.
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