André Breton
In der Übersetzung von Lothar Baier erschien „La clé des champs“ 1981 bei der Europäischen Verlagsanstalt in Frankfurt am Main unter dem Titel „Das Weite suchen, Reden und Essays“. Breton, 1896 in der Normandie geboren und 1966 in Paris gestorben, war der Wortführer des Surrealismus: 1924 veröffentlichte er das erste Manifest des Surrealismus, gründete die Zeitschrift „La Révolution surréaliste“ und griff bis zum Zweiten Weltkrieg mit Aufsätzen, Aktionen und Manifesten in das kulturelle und politische Leben Frankreichs ein. Von ihm stammen „Nadja“ (1928), „Les Vases communicants“ (1932) und „L'amour fou“ (1937). Die dreizehn Texte des Bandes zeigen den Streitschriftsteller. „Nicht-ausschließende Grenzen des Surrealismus“ berichtet von der internationalen Surrealismus-Ausstellung in London und legt die Grundsätze der Gruppe offen, vom dialektischen Materialismus bis zum Automatismus als gemeinsamem Verfahren. Andere Stücke gelten dem Besuch bei Leo Trotzkij in Mexiko, dem Aufruf „Für eine unabhängige revolutionäre Kunst“, Antonin Artaud, Alfred Jarry und der Absage an den „sozialistischen Realismus“. Breton verurteilte die Moskauer Prozesse früh und rechnete mit früheren Weggefährten ab.
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