Angelika Avauge
„Es ist allen aufrechten Menschen gewidmet“, steht vor dem ersten Kapitel von „Inshalla“. Das Vorwort erklärt, woran der Leser ist: über fünfzehn Jahre hat Angelika Avauge an diesem einen Buch geschrieben, angelegt ist es in vier Teilen, sprunghaft im Ton, und sie führt es nicht allein auf sich zurück, sondern nennt sich die Tippse, die Eingebungen mitschreibt. Zwei Fotos einer Baumkrone sind abgedruckt, damit die Leser selbst beurteilen können, was darin zu erkennen ist. Der dritte Teil gilt Menschen, die sich Diktaturen entgegengestellt haben, vor allem dem griechischen Abgeordneten Alexandros Panagoulis, dessen Haltung vor Gericht und dessen Begegnung mit der Journalistin Oriana Fallaci ausführlich nacherzählt werden; daneben stehen Hans Litten, Georg Elser, Hans und Sophie Scholl, Dietrich Bonhoeffer. Lange Passagen drehen sich um Sprache: die Verwandtschaft von „bitte“ und „bitter“, die Vorstellung, aus dem Laut „Gr“ sei der Gral geworden, und die These, die Lautbildung habe beim Menschen den Verstand angestoßen. Über sich selbst gibt der Text wenig preis: dass sie als Elfjährige in München lebte, dass ein kaputter Rechner das Schreiben unterbrach und ein geliehener Laptop es fortsetzte.
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