Ann Shavi
Vor dem ersten Kapitel steht eine Widmung an alle, die zuhören, wenn es mit den Büchern wieder hakt, »Mandyschatz und Mama allen voran«. Dann beginnt die Geschichte von Alessa, bald zwanzig und immer noch mit dem Schulbus unterwegs zur Fachoberschule, nach einer wiederholten siebten Klasse und einem Rückschritt auf der Realschule. Sie jobbt in einer Kneipe, hadert mit einer Routine aus Unterricht, Kopfhörern und Chatten und hat im Jahr zuvor ihre Oma und ihren besten Freund verloren, worüber sie mit niemandem mehr spricht. Sie hört Rise Against, freut sich auf das Open Flair in Eschwege und geht im Spiegel hart mit sich um. Dann reißt jemand die Klassentür auf und setzt sich neben sie: Milan Haase, dreiundzwanzig, gerade fertig als Bürokaufmann, waldgrüne Augen. Alessa malt diese Augen aus Versehen auf ihren Block, zerknüllt das Blatt und wirft es weg, Milan holt es aus dem Papierkorb und steckt es ein. Ann Shavi erzählt dicht an ihrer Hauptfigur, mit viel Dialog und in deren Tonfall. Der englische Titel steht über einem durchgehend deutschen Text.
- Bücher
- 1