Hermann Hesse
Hermann Hesse wurde 1877 in Calw im Schwarzwald geboren, als Sohn pietistischer Missionare. Die Schule endete früh und schlecht: 1892 lief er aus dem Klosterseminar Maulbronn davon und lernte danach in Tübingen den Buchhandel. Was er über Schule und Elternhaus dachte, steht in Unterm Rad. Sein erstes Buch, die Romantischen Lieder, erschien 1899 und fand kaum Leser. Bekannt machte ihn erst Peter Camenzind im Jahr 1904. Danach lebte er am Bodensee, reiste 1911 nach Indien und Südostasien und zog 1919 nach Montagnola im Tessin, wo er bis zu seinem Tod 1962 blieb. Im Ersten Weltkrieg betreute er von Bern aus die Bücherversorgung deutscher Kriegsgefangener und schrieb gegen die Kriegsbegeisterung an, was ihm in der deutschen Presse als Verrat ausgelegt wurde. Demian erschien 1919 zunächst unter dem Namen Emil Sinclair. 1924 wurde Hesse Schweizer Bürger, 1946 bekam er den Nobelpreis für Literatur. Seine Bücher handeln fast immer von demselben: von einem Menschen, der aus einer festen Ordnung heraustritt und den eigenen Weg gegen allen Rat weitergeht.
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