Bernhard Kellermann
Bernhard Kellermann wurde 1879 in Fürth geboren und studierte in München zuerst Malerei und Germanistik, ehe er sich ganz aufs Schreiben verlegte. Seine frühen Bücher, Yester und Li, Ingeborg und Das Meer, sind stille, stark stimmungsgetragene Prosa. Der Durchbruch kam 1913 mit dem Tunnel, einem Roman über den Bau einer Bahnverbindung unter dem Atlantik. Er verkaufte sich in kurzer Zeit hunderttausendfach, wurde in rund zwanzig Sprachen übersetzt und zweimal verfilmt. Für die Berliner Zeitungen reiste Kellermann als Korrespondent nach Japan, nach Persien und Indien und im Ersten Weltkrieg an die Fronten. Der 9. November von 1920 erzählt den Zusammenbruch des Kaiserreichs; 1933 stand das Buch auf den Listen der verbrannten Bücher. Kellermann blieb in Deutschland und veröffentlichte in diesen Jahren kaum noch etwas Politisches. Nach 1945 arbeitete er in der sowjetischen Besatzungszone am kulturellen Wiederaufbau mit. Er starb 1951 in Klein Glienicke bei Potsdam.
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