
Aphorismen zur Lebensweisheit
von Arthur Schopenhauer

Herr Joseph Giebenrath, Zwischenhändler und Agent, zeichnete sich durch keinerlei Vorzüge oder Eigenheiten vor seinen Mitbürgern aus: ein kleines Wohnhaus mit Gärtchen, ein Familiengrab auf dem Friedhof, eine etwas aufgeklärte und fadenscheinig gewordene Kirchlichkeit, angemessener Respekt vor Gott und der Obrigkeit. Er trank manchen Schoppen, war aber niemals betrunken. Jeden Freitag beteiligte er sich am Kegelschieben im Adler, seine Lektüre beschränkte sich auf die Zeitung, und sein inneres Leben war das des Philisters. Auf diesen Vater und auf eine Schule, die einen begabten Jungen einspannt, läuft Hesses Roman zu.