Against all Odds

Anne Noro · Kapitel 10 von 10

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Against all Odds

kompliziertes Tee kochen

Nachdem wir fertig gegessen hatten, ich hatte um ehrlich zu sein kaum noch Hunger warum auch immer, räumte Sebastian den Tisch ab und sagte er würde alles für das Schachspiel vorbereiten.

Ich folgte Sebastian einfach mal in das Spielzimmer. „ Müsst ihr mir folgen, ihr würdet meine Arbeit nur behindern“ Ach so war das also, Nett wie eh und je unser liebe Sebastian.

„ Das war wirklich unhöflich von dir Sebastian! Ich weiß du hasst unhöfliche Gäste, aber so schlimm bin ich nun wirklich nicht“ antwortete ich frech und unterdrückte den drang ihm die Zunge raus zustrecken. Sebastian schüttelte nur den Kopf.

„ Ich meine ihr würdet mir nur im Weg stehen, geht etwas lesen oder in den Garten.“ Also das ist doch die absolute Höhe erst flirten und dann beleidigen. Schmollend schaute ich ihn an „ So etwas lasse ich mir nicht bieten“ maulte ich ihn an und folgte ihm einfach weiter durch den langen Flur.

„ Hier sind wir!“ sagte er und machte mit der Hand eine einladende Bewegung.

Statt im Spielzimmer waren wir in der Küche.

„ gibt es Kuchen?“ fragte ich Hoffnungsvoll. Sebastian schüttelte aber verneinend den Kopf.

„ Es wird nur Tee geben, denn zu viel Süßkram ist nicht Gesund“

„ Nein Sebbi-Chan Süßkram ist total Gesund!Ach bitte back doch eine Schokoladen Torte oder koche einen Schokoladen Pudding.“ ich schaute ihn mit meinen besten Katzen Augen an, da ich wusste das der Hunde Blick nicht ziehen würde. Vielleicht sollte ich ihn noch ein bisschen erpressen. „ Wenn du nichts süßes machst verrate ich dem lieben Ciel, dass du eine Katze in deinem Zimmer hast!“ kurz entglitten Sebastian die Gesichtszüge. Er fing sich dann aber schnell und schaute mich mit ruhigen Blick an.

„Ihr wart in meinen Zimmer!“Das war keine frage sondern eine Feststellung, trotzdem schüttelte ich den Kopf und grinste nur.

Ich habe doch schon erwähnt das ich zuverlässige Quellen habe.“ Na ja eigentlich hatte ich nur einen Manga als Quelle, aber das musste der Teufel in Butler Form ja nicht wissen.

Er nickte. „ ich werde eine Schokoladen Torte backen, aber verratet meinen jungen Herren nichts.“ Ich hatte es tatsächlich geschafft, den Teufel zu erpressen. Ich bin wirklich teuflisch.

Nach der kleinen Diskussion setzte ich mich auf den Tisch und schaute Sebastian dabei zu wie er den Torten Teig anrührte.

Als er einmal nicht aufpasste und sich umdrehte landete mein Finger sofort in der Schüssel, schnell leckte ich mir den Teig von den Fingern. Sebastian drehte sich wieder um und schaute mir fest in die Augen.

„ Ok Ok ich gebe es zu ich habe genascht...“, kurz überlegte ich, „ und das ist nur deine Schuld!“

verwirrt schaute er mich an. „ Meine Schuld?“

„ Ja deine Schuld mein lieber, ich bin ja nicht schuld das deine Torten, Kuchen, Puddings und so weiter so super lecker sind!“ sagte ich energisch und um meine rede zu unterstreichen steckte ich den Finger erneut in den köstlichen Teig.

„ hört auf zu naschen, sonst bleibt nichts mehr für nachher!“ sagte er in einen befehlshaberischen Ton.

„ Vielleicht sollte ich euch Beschäftigung geben!“ hört sich das nur in meinen Ohren mehr als zweideutig an, das ist ja schon fast eindeutig so zweideutig ist das! Sebastian lies seinen Blick durch die Küche schweifen und entdeckte wahrscheinlich etwas. „ Ihr werdet den Tee kochen!“ Ich sollte WAS?! Spinnt der...ich kannte doch keine guten Teesorten

geschweige ich konnte noch nicht einmal einen typischen englischen Tee zubereiten.

Entsetzt wie ich war schaute ich ihn an. Er würde mich auslachen.

„ähm...und wo ist der Tee?“ Sebastian schüttelt genervt den Kopf. „ Im Schrank natürlich...zwar passt Tee nicht ganz zu der Torte, man serviert nämlich Scones oder Biscuits aber mein junger Herr hat ganz bestimmt nichts gegen eine leckere Süßspeise!“

Der Typ hielt mich echt für bekloppt, ich wusste was man dazu aß aber ich konnte Tee einfach nicht zubereiten. Ich ging zu dem Schrank und öffnete ihn. Völlig überfordert lies ich meinen Blick über die einzelnen Teesorten schweifen. Es gab haufenweise Earl Grey und noch andere Sorten von den ich nicht wusste wie sie rochen oder gar schmeckten. Ich fühlte mich wie ein totaler Versager.

Im Schrank waren nur teure Marken Tees von Taylors of Harrogate oder Twingis. Was verlangte Sebastian nur von mir? Das ich den Perfekten Tee koche?

Nach langen hin und her überlegen entschied ich mich für den Earl Grey von Twinigs. Zögerlich griff ich zu dem Gefäß in dem sich die Teemischung befand. //OK der erste Schritt ist getan Charlie ganz ruhig bleiben//

Ich musste nur noch den Tee kochen. Was,wie nicht anders zu erwarten das Komplizierteste gewesen war.

„ sagt mir nicht ihr wisst nicht wie man Tee zubereitet?!“ Oh man...so langsam hatte ich Angst das der liebe Sebbi wegen mir einen Nervenzusammenbruch erlitt. Ciel würde mir den oder Sebastian den Kopf abreißen!

„ Doch genau das wollte ich sagen...“, ich überlegte kurz, „ am besten ich koche zuerst das Wasser im Wasserkessel“ sagte ich sehr geistreich, natürlich brauchte man heißes Wasser zum kochen.

Ich wollte mich grade an die Arbeit machen, als mir auffiel das ich gar nicht wusste wo der Wasserkessel überhaupt ist.Fragend schaute ich Sebastian an.

„ Der Wasserkessel befindet sich neben dem Schrank mit dem Tee.“

Alles war also schön beisammen gestellt. Ich durchwühlte den Schrank neben den Teesorten und entdeckte auch irgendwann den Kessel.

Er stand die ganze Zeit genau vor meiner Nase.

Ich drehte mich um und zeigte Sebbi meinen Fund mit stolzen lächeln. Anders als mir war Sebastian grade überhaupt nicht zum lachen zumute. Er sah aus wie ein Teufel der grade einen Schlaganfall bekam.

Auch ich bemerkte was ich angerichtet hatte. Einzelne Teeservices lagen achtlos auf dem Boden.

Ein paar Tassen und Teller lagen zersplittert auf dem Boden. Ich guckte zu Sebastian und was ich sah lies mich erschaudern. Ein Mordlustiger Blick zierte sein sonst so ruhiges Gesicht. „ Ich werde sofort neue Teeservices besorgen, aber zuerst koche ich den Tee.“ sagte ich mit fester Stimme. Nicht einmal Sebastian konnte mich von meiner Entscheidung abbringen. „ Jetzt guck nicht so, als ob du solche Missgeschicke nicht kennst, schließlich lebst du in einen Anwesen mit „Missgeschicken“ du bist also so etwas gewöhnt“

Sebbi musste anscheinend sehr mit sich kämpfen um mich nicht zu ermorden.

Ich fühlte in aller ruhe Wasser in den Kessel und stellte ihn auf den Herd. Jetzt musste ich nur noch warten bis das Wasser Heiß ist. Ich schaute mich um und entdeckte die Teekanne. Ich nahm sie und füllte sie mit heißen Wasser. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man die Teekanne mit heißen Wasser ausspülen soll damit sich das Aroma besser entfalten kann. Ja so etwas wusste ich. „ One teaspoon of loose tea leaves for the cup and one for the pot“ sinnierte ich leise. Sebastian nickte. Er gab mir also recht, das ist wirklich gut. Ich gab also einen Löffel mit Tee in die Tasse und einen in die Kanne. „ Das Wasser sprudelnd kochen lassen, aber erst ein paar Sekunden später über die Blätter gießen.“ fuhr ich mit meinen Gerede fort. Erneut ein nicken von Sebastian. Das alles wusste ich von einer Internetseite über Englischen Tee und die Bräuche.

Währenddessen war Sebastian mit der Torte Fertig geworden und sie konnte auf das Silbertablett gestellt werden. Ich stellte ebenfalls die Teekanne und Teetassen auf das Tablett.

Sebastian nahm es und lief zum Spielzimmer. Ich folgte ihm. „ Ich werde den Bediensteten sagen, das sie neue Teeservices bestellen sollen. Ihr müsst euch um nichts kümmern.“ Er hatte also genug eingeschnappte, wütende oder sonst was Leberwurst gespielt. Sollte mir nur recht sein, denn ich war von Natur aus ein Gesprächiger Mensch. Dreißig oder vierzig Minuten sich nicht zu Unterhalten nimmt mich doch ziemlich mit.

Nach weiteren Durchqueren das langen Flures, waren wir im Spielzimmer.

Das Schachbrett war bereits aufgebaut.

Ich setzte mich in den bequemen Sessel,als Sebastian das Essen anrichtet, und wartete ab.

Tag der Veröffentlichung: 07.06.2013

 

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