
Die Leute von Seldwyla: Band 1
von Gottfried Keller

Drei junge Burschen liegen vor Rügen in einem Boot und sehen einem Seeadler zu, der sich auf einen Fisch stürzt. Sie rudern an Land, klettern den Kreidefelsen hinauf und finden in einer alten Kiefer das Nest. Diercks wirft den fast flüggen Jungvogel herunter, doch Gebhard reißt ihm die Kappe vom Kopf und wirft ihn in die Luft, denn in einen Hühnerstall gehört kein Adler. So stellt Adolf Paul den späteren Feldmarschall Blücher vor: als Jungen, für den Umwege Abwege sind. Am selben Tag jagen die drei ungesattelt hinter schwedischen Husaren her und beschließen, sich lieber bei Schweden anwerben zu lassen als bei den Preußen. Nachts träumt Gebhard, der Adler trage ihn fort und rufe ihm seine Vornamen verkehrt herum nach.