
Die natürliche Tochter
Auf der Jagd nach einem edlen Hirsch haben sich König und Herzog über Berg und Tal so weit verirrt, dass der König sich selbst nicht mehr zurechtfindet, obwohl er sein Land gut kennt. Der Herzog erklärt, der sie umrauschende Bach fließe durch die Fluren seines eigenen Lehnsmannes, und auf der anderen Seite des Felsens liege am grünen Hang ein artiges Haus, das zwar nicht zur Bewirtung des Königs gebaut, aber bereit sei, ihn huldigend zu empfangen. Der König wünscht sich, unter dem hochgewölbten Dach der Bäume zu rasten und sich von den lieblichen Lüften umstricken zu lassen, damit der Jagdlust auch die Zeit der Ruhe folge. Der Herzog bemerkt, wie vollständig abgeschieden sich der König hier hinter diesem Bollwerk der Natur fühle, wo sich weder die Stimme der Unzufriedenen noch die offene Hand der Unverschämten aufdränge, und der König bittet ihn, das Gespräch auf Gegenstände zu lenken, die diesem Ort gemäßer seien, denn er habe kürzlich stille Winke gegeben, ihm in ruhigen Augenblicken ein verborgenes Verhältnis zu bekennen.






