
Das Opfer
Andreas Kreissler, zweiundzwanzig, sitzt schwitzend neben seinem Verteidiger Martin Stocker auf der Anklagebank, während der fast zwei Meter große Staatsanwalt Mayer die Anklage verliest: In der Walpurgisnacht soll Andreas den Bürgermeister Eberhard Frenzel am Geldautomaten abgepasst, ihn in den Wald gebracht und dort zurückgelassen haben. Fünfhundert Euro fehlen, der leere Geldbeutel lag in seinem Auto. Vom Freitagabend im Ochsen mit Sven Dreher, Georg Kaltenbacher und Roman Simkowski hat er nur einen Filmriss, obwohl der Wirt aussagt, er habe wenig getrunken. Draußen wartet die Mutter als Zeugin, neben ihr Tante Ulla, die seit dem Unfalltod des Vaters alles regelt. Nur sein älterer Freund Kai Neumann glaubt ihm. Geschrieben mit Jan-C. Sachse.
