Der letzte Sommer
Lju an Konstantin
Kremskoje, 11. Juni.
Lieber Konstantin! Ich komme morgen oder übermorgen nach Petersburg und rechne darauf, Dich zu treffen. Es handelt sich um die Einrichtung der Schreibmaschine, worüber ich am liebsten mündlich mit Dir verhandeln will; sie kann explosiv wirken oder mit einem Revolverschuß geladen werden. Im letzteren Falle würden wir aber nicht sicher sein, ob die Kugel ihr Ziel träfe. Ich werde sie demnächst unter dem Vorwande einer Reparatur an die Fabrik schicken, wo sie gekauft worden ist. Sie muß dorthingehen und von dort zurückexpediert werden, damit bei einer späteren Untersuchung keine Spur zu mir führt. Deine Sorge muß es sein, daß sie nicht abgeht, ohne zu unserm Gebrauch eingerichtet zu sein; also wirst Du über einen Angestellten der Fabrik oder über einen Angestellten der Bahn verfügen müssen. Es eilt nicht, Du kannst Deine Vorkehrungen mit ruhiger Ueberlegung treffen.
Lju.