Die Universität Basel in den fünfzig Jahren seit ihrer Reorganisation im Jahre 1835
26. Mathematisch-naturwissenschaftliches Seminar.
Karl Bücher.
26. Mathematisch-naturwissenschaftliches Seminar.
Das Seminar trat mit dem Sommersemester 1866 ins Leben. Es hat den Zweck, Studierende, welche sich der Mathematik oder den Naturwissenschaften widmen, bei der selbstständigen Bearbeitung wissenschaftlicher Aufgaben anzuleiten und zu unterstützen. Sämtliche Lehrer der Mathematik und der Naturwissenschaften an der philosophischen und medicinischen Fakultät, welche sich dazu verständigen, werden als Lehrer des Seminars betrachtet. Die Anmeldung der Studierenden zur Betheiligung an dem Seminar geschieht bei den betreffenden Lehrern. Zur Aufmunterung des Fleisses oder zur Erleichterung bei den durch die Arbeiten veranlassten Unkosten können für eingelieferte Arbeiten Prämien in Form von Geld, Apparaten oder Büchern ertheilt werden, wofür ein jährlicher Kredit von Fr. 500 ausgesetzt ist. Eine grössere Anzahl von zum Theil trefflichen Arbeiten vorgerückter Studierender, meist mathematischen Inhaltes, sind aus dem Seminar hervorgegangen und mit Prämien bedacht worden.
Hermann Kinkelin.
FUSSNOTEN:
[29] Ueber die frühere Geschichte der Sammlungen s. auch
P. Merian, zur Geschichte der in dem neuen Museum aufgestellten Sammlungen (in der Festschrift zur Einweihung des Museums, Basel 1849).
[30] Rathsherr Peter Merian. Programm zur Rectoratsfeier
der Universität Basel 1883, wobei auch zu verweisen ist auf einen viel früheren Bericht: Festschrift zur Einweihung des Museums in Basel am 26. Nov. 1849 von P. Merian.
[31] Beilage zum Jahresbericht der Akademischen
Gesellschaft für 1883. Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel. VII. 3. 1855.
[32] Ueber eine der bedeutendsten ältern Schenkungen, das
im Jahr 1830 dem Museum durch Verfügung der Erben zugefallene Naturalien-Kabinet des Stadtraths-Präsidenten Hieronymus Bernoulli, das sich über alle Arten von Wirbelthieren, sowie über Crustaceen, Conchylien, Echinodermen und Corallen verbreitete, aber auch namentlich an Versteinerungen und Mineralien reich war, und das bis auf den heutigen Tag als Grundstock des jetzigen Bestandes gelten kann, siehe auch Baslerische Mittheilungen vom 20. März 1830. (Von der Hand von Prof. Chr. Bernoulli).
[33] Siehe oben genannte Festschrift.
[34] Publiciert von der Akademischen Gesellschaft in der
Beilage zum Jahresbericht für 1880.
[35] S. hierüber Gedenkschrift zur Eröffnung des
Vesalianum 1885.
[36] Bericht über d. vergl. anatom. Sammlung v. 1878 in
der Beil. z. Jahresb. der Akad. Gesellsch. v. 1878.