
Die Regentrude
von Theodor Storm

Rüya Gökdal, neunzehn und kurz vor dem Abitur, sagt vor Richterin Alexandra Kaiser gegen ihren Vater Erdogan aus, der für sie und ihren Bruder Kaan nie den vollen Unterhalt gezahlt hat. Danach steht für sie fest: Baba sagt sie nicht mehr, sie hat nur noch Sinan Erol, den Mann, mit dem ihre Mutter Selma seit neun Jahren lebt. Auf dem Flur des Gerichts rennt ihr ein kleiner Junge in die Arme, Deniz, und hinter ihm kommt Yasin, der sich vorstellt: das ist mein kleiner Bruder Deniz. Am Abend sitzt sie bei Yagmur Teyze im Wohnzimmer, lernt Pinar kennen und trifft Baris. Erzählt wird auf Deutsch, mit türkischen Sätzen, die gleich in Klammern übersetzt werden.