
Phänomenologie des Geistes
Dieser Band stellt das werdende Wissen dar, sagt die Ankündigung, die dem Text vorangeht. Die Phänomenologie soll an die Stelle der psychologischen Erklärungen und der abstrakten Erörterungen über die Begründung des Wissens treten und die Vorbereitung zur Wissenschaft aus einem neuen Gesichtspunkt betrachten. Sie faßt die verschiedenen Gestalten des Geistes als Stationen eines Weges, durch den er reines Wissen oder absoluter Geist wird: das Bewußtsein, das Selbstbewußtsein, die beobachtende und handelnde Vernunft, den Geist als sittlichen, gebildeten und moralischen, und zuletzt den religiösen. Was zuerst als Chaos erscheint, wird in eine Ordnung gebracht, in der sich die unvollkommnen Gestalten auflösen und in höhere übergehen. Herrschaft und Knechtschaft steht als eigener Abschnitt darin.


