
Rede zum Schuljahresabschluß am 29. September 1809
Durch allergnädigste Befehle angewiesen, bei der feierlichen Preisverteilung des Gymnasiums die Geschichte der Anstalt im verflossenen Jahr öffentlich darzustellen, hält Hegel diese Rede zum Schuljahresabschluss. Er beschreibt, wie dankbar die Stadt die Wohltat der neuen Schuleinrichtung empfunden hat, gerade weil das Bedürfnis nach einer Veränderung so groß war, und wie kein anderer Zweig der Staatsverwaltung dem Privatmann so unmittelbar nützt wie gute Gerechtigkeitspflege und gute Erziehungsanstalten. Ein Vorteil der neuen Anstalt sei gewesen, dass sie auf alte, mehrere Jahrhunderte bestandene Einrichtungen folgte und nicht auf eine völlig neue, sodass sich die Vorstellung von Dauer und Bestand an sie knüpfen konnte, ohne durch den Gedanken gestört zu werden, die neue Einrichtung sei nur ein vorübergehendes Experiment.


