Stop staring at me, Logan!

Annika · Kapitel 1 von 1 · Teil 1/3

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Stop staring at me, Logan!

Stop staring at me, Logan!

Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 3 Teile geteilt.

Annika

 

-Kapitel eins-

-Möchtegern-Superstars-

 

USA ich komme! In wenigen Minuten würde das Flugzeug abheben und mich nach L.A. bringen, meiner Heimat für dieses Jahr. Ich holte schon mal meinen MP3player raus und wollte mir die Stöpsel ins Ohr stecken. Als sich plötzlich zwei große schwarzgekleidete Männer vor mir aufbauten. Ich zog die Augenbraue hoch und fragte mich, ob irgendetwas Schlimmes passiert war, dass hier aufeinmal SecurityMänner auftauchten. Auf einmal tauchte ein grinsendes Gesicht hinter dem Schrank von Mann auf. Der junge Mann, dem das Gesicht gehörte war vielleicht zwei Jahre älter als ich, also 20. Das Gesicht zierten zwei glänzende grüne Augen, über denen beeindruckende dunkele Augenbrauen prangten und weiche leicht rosa Lippen. Welche lächelten, als sie mich erblickten. Dann verfinsterte sich die Miene und neben dem Kopf tauchte ein Arm auf, dessen Finger, über den SecurityMan hinweg, auf die Reihe neben mir zeigte. Es war ein riesiges Flugzeug, deswegen gab es zwei äußere Reihen, mit jeweils drei Sitzen und eine mittlere Reihe,welche sechs Sitze beinhaltete. Und genau auf diese Reihe hatte es der braunhaarige Junge, mit den schwarzen Augenbrauen, abgesehen. Der SecurityMann nickte und ging durch, bis er den letzten Platz der Reihe erreicht hatte, wo er sich dann in den Stuhl sinken ließ. Der Braunschopf folgte ihm und setzte sich auf den Platz neben ihn. Plötzlich tauchten neben mir noch drei weitere Jungs auf, welche ungefähr so alt zu seien schienen, wie der ihnen vorangegangene junge Mann. Ihm folgte nun ein ebenfalls braunhaariger Junge, welcher aber weitaus mehr Haare hatte, als der ihm Vorangegangene. Sobald er seinen Platz erreicht hatte holte er seinen Spiegel raus, um zu überprüfen, ob seine Haare auch so lagen, wie sie sollten. Oh mein Gott! Wie selbstverliebt kann man sein?! Der AugenbrauenJunge neben ihm zog nun seine Jacke aus und gab sie dem Security Mann neben ihm. Seine Wollmütze ließ er aber auf. 'Sah auch gar nicht so schlecht aus', musste ich zugeben. Dann ging der Dritte im Bund zu seinem Platz neben dem Schönling. Seine Haare waren, im Gegensatz zu den anderen Jungs, kurz und schwarz. Als er seinen Platz erreicht hatte, kramte er sofort seine PSP aus dem Rucksack, den er bis eben noch lässig über einer Schulter getragen hatte und fing an zu zocken. Als Vierter betrat ein Junge die Reihe, der etwas kleiner war, als die ersten zwei Jungs, die Platz genommen hatten. Aber dennoch war er um einige Zentimeter größer, als der Junge, der nun neben ihm saß. Auch der Vierte im Bund hatte schwarze kurze Haare, welche ein wenig verwuschelt waren. Er sah nicht so muskulös, wie die drei Anderen und als er sich auf seinen Platz sinken ließ, zog er, praktisch im selben Moment, ein Buch hervor. Das ging so schnell, dass ich nicht bemerkte, wo das Buch herkam. Der Junge sah sehr gebildet und fein aus, mit seinem kurzärmligen weißen Hemd und seiner offenen grauen Weste. Aber trotzdem sah er auch nicht zu vornehm aus, denn er hatte eine gemütliche dunkelblaue Jeans an. Ich versuchte den Titel heraus zufinden, der auf dem Buch stand, doch das misslang mir, da sich plötzlich der zweite SecurityMann neben den Schwarzhaarigen setzte. Ich hatte wohl ganz schön gestarrt, denn der SecurityMann sah mich nun herausfordernd an. Ich beschloss also nicht mehr so zu starren. Doch auch das misslang mir, denn ich erwischte mich dabei, wie ich mich kurzdarauf erneut vorbeugte und den Jungen angaffte. Im selben Moment, sah der Junge von seinem Buch auf und genau in meine Augen. Er lächelte. Ich lächlte kurz verlegen zurück und starrte dann auf den Boden. Auf einmal hörte ich von links eine Stimme:"Hey! Do you want an autograph?", fragte die Stimme mich. Ich drehte mich nach der Stimme um und sie schien von dem Schwarzhaarigen Jungen von eben zu kommen. Ich machte eine krause Stirn:"I don't even know you", antwortete ich ihm lachend. 'Was bildet der sich nur ein wer er ist', fragte ich mich,'kommen hier mit ihren Bodyguards an und fragen mich dann ernsthaft auch noch, ob ich von ihnen einen Autogramm will. Doch der Junge schien das nicht ernst zu nehmen und lachte nur verschmitzt:"You're so funny!", sagte er dann und grinste mich an. Aus meinem Gesicht verschwand nun das Lächeln. Ich schrie ihn nun förmlich an und fragte ihn auf englisch wer er dacht, wer er sei, mit seinen Bodyguards und seinen Autogrammen. Nun wurde auch der Rest der Truppe auf uns aufmerksam. Hinter dem Schwarzkopf tauchten nun nacheinander drei Köpfe auf und machten eine krause Stirn. Der Schwarzschopf begann:"Well... I think we are..." "Big Time Rush!", beendeten die anderen Drei im Chor seinen Satz. "Big Time Rush?", wiederholte ich, was sie gesagt hatten. "I never heard about that before!" Der Schönling wollte mich sofort aufklären,doch ich war müde, also drehte ich mích weg und ließ ihn reden. Er schien empört zu sein, doch ehe ich mir nun endlich die Stöpsel ins Ohr steckte und mein Lieblingslied anstellen wollte, bekam ich noch ihre Namen mit. Demnach hieß der Schönling James, der andere Braunschopf Kendall(hörte sich an wie Kerze), der Junge mit der PSP war wohl Carlos. Und der Süße, der mir eben den Autogramm angeboten hatte, war Logan. Was für ein passender Name. Als uch mir die Stöpsel endlich ins Ohr gesteckt hatte, schaltete ein Lied meiner Lieblingsband "We The Kings" ein. Mit dem Lied "Skyway Avenue" im Ohr schlief ich ein, nachdem ich meinen Sitznachbarn fragte, ob er nicht ans Fenster rücken könne, damit ich mich auf zwei Sitzen breitmachen kann.

-Kapitel zwei-

-Bonne nuit!-

 

~Logans Sicht~

Oookay, das war merkwürdig. Ich hatte eben das erste Mädchen getroffen, das uns -Big Time Rush!- nicht kannte. Ich konnte es nicht fassen, denn als ich sie fragte, ob sie einen Autogramm wollte, weil sie uns so anstarrte, guckte sie mich an, als wär ich ein Alien. Und beteuerte, dass sie uns nicht kannte. Ich fragte mich, woher das Mädchen kam. Ihr Englisch war perfekt, ohne jeglichen Akzent, doch ich glaubte nicht, das sie auch aus den USA kommen sollte. Dort hingen überall Plakate und Poster von uns. Wir flogen heute von Deutschland, wo wir gerade unser Konzert hatten, nach Amerika. Also war sie vielleicht Deutsche?! Ich schaute zu ihr. Sie hatte James einfach ignoriert, als er ihr erklären wollte, wer wir waren. Jetzt hatte sie sich ihr Kopfhörer aufgesetzt und schüttelte nur den Kopf. Sie versuchte eine bequeme Position zum Schlafen zu finden. Doch keine Stellung schien ihr geeignet zum Schlafen. Plötzlich sie die Idee zu haben , denn ihre Augen glänzten und waren nun weit geöffnet. Sie drehte sich zu ihrem Sitznachbarn und grinste ihn vermutlich freundlich an. Auf englisch fragte sie ihn, ob er einen Platz nach rechts, also ans Fenster rücken könne. Doch der 35-40Jährige starrte sie nur merkwürdig an, als würde er sie nicht verstehen. Sie wiederholte ihre Frage also noch einmal, diesesmal aber lauter, doch der Mann verstand sie immer noch nicht. Also versuchte sie es nun auf einer anderen Sprache, die wohl französisch war, doch der Mann schaute sie nur schräg an. Als nächstes fragte sie ihn auf deutsch, doch er´schüttelte nur den Kopf. Sie versuchte es dann noch auf spanisch, russisch, latein und arabisch. Doch nie verstand ihr Nachbar sie. Plötzlich kam ihr die Idee und sie stellte dem Mann die Frage nun auf italienisch. Und plötzlich schien der Mann sie zu verstehen. Freundlich lächelnd wechselte er seinen Platz und wünschte dem Mädchen einen guten Schlaf(vermutete ich). Das Mädchen machte sich nun auf den zwei Sitzen, die sie zur Verfügung hatte breit. Doch plötzlich bemerkte sie wohl, dass ich sie ansah, denn sie streckte mir, frech wie ein kleines ungezogenes Kind, die Zunge raus. Ich schaute verlegen auf den Boden, doch kurzdarauf musste ich einfach wieder zu ihr sehen. Sie hatte ein Kissen aus ihrem Rucksack geholt und es auf die Stuhllehne gelegt, welche in meine Richtung zeigte. Sie legte sich auf die beiden Stühle und winkelte ihre Beine an, welche nun in Richtung der vorderen Sitzreihe zeigten. Dann machte sie die Augen zu und lächelte zufrieden. Danach schlief sie wohl schnell ein, so dass ich nun genug Zeit hatte, sie in Ruhe anzusehen.

Ihre schulterlangen blonden Haare hingen über die Lehne ihres Stuhles. Sie lockten sich, obwohl sie eigentlich glatte Haare hatte. Ihre Haare waren nicht einheitlich blond, sondern beinhalteten mindestens drei verschiedene Blondtöne. Doch das Mädchen schien eine Sehschwäche zu haben, da sie eine Brille trug. Es war ein zweifarbiges Gestell. Der Rahmen war rot und die Bügel schwarz. Zum Schlafen hatte sie ihre Brille in ein buntes Brillenetui gelegt. Ohne ihre Brille sah sie irgendwie traurig aus und ihr Gesicht wirkte farblos und leer. Es schien, als würde die Brille ihr Leben und Farbe einhauchen und sie ließ sie klug und doch gleichzeitig frech aussehen. Es war kalt gewesen in Deutschland, deshalb hatte sie wohl warme Sachen angehabt. Doch in L.A. würde sie so einen Hitzeschlag kriegen, in ihren tiefblauen Jeans und ihrem roten weiten Pulli mit V-Ausschnitt. In den sie sich reinkuschelte. Ich nahm an, dass sie sich extra etwas Bequemes für's Flugzeug angezogen hatte. Außerdem trug sie kaum oder nur wenig Make-up. Aber das mochte ich sowieso lieber. An ihren Füßen trug sie knöchelhohe Chucks, auf denen man die Schatten von Federn in verschiedenen Blautönen sah. Zum Schlafen hatte sie diese aber ausgezogen, und so prangten an ihren Füßen nun leuchtend babyblaue Söckchen mit großen weißen Kreisen, welche an ihren Enden pink waren. Ich musste schmunzeln, als ich ihre Socken so betrachtete. Doch dann beschloss ich ersteinmal genug gestarrt zu haben und widmete mich wieder meinem Buch.

~Carlos Sicht~

Yeah! Endlich hab ich das Level geschafft. ... Na toll, und was mache ich jetzt?! Das Spiel ist vorbei und ich hab nichts mehr zu tun. *schmoll* Aus lauter Langeweile nehme ich mir vor, zu schauen, was die Anderen machen. Kendall schlief. Na super. James schaute ernsthaft immernoch in seinen Spiegel. Und Logan? Logan las ein Buch. Wow, also interessantere Freunde als ich hat wohl keiner -_-". Ich versuchte das Beste daraus zu machen und wollte den Titel des Buches herausfinden, doch Logan wusste es diesen gekonnt zu verbergen. Mein blick fiel auf das Mädchen in der Reihe neben uns. Sie sah echt süß aus, wie sie so da lag und schlief. Vielleicht sollte ich auch schlafen. Aber eigentlich war ich viel zu aufgeregt, denn ích freute mich extrem auf darauf wieder in L.A. anzukommen. Ich beschloss also den kleinen Fernseher zu untersuchen, der sich am Sitz meines Vordermannes befand. Ich durchsuchte das Fernsehprogramm, aber da ich die meisten Filme schon kannte, blieb ich am Ende bei unserer serie "Big Time Rush" hängen. Da ich die Serie auf englisch schon kannte(logisch, ich spielte ja selber mit), beschloss ich, mir mal anzusehen, wie die deutschen Synchronsprecher uns so klingen ließen. Und ich musste zugeben, dass ich mich auf deutsch gar nicht so schlecht anhörte. Vielleicht stehen die deutschen Mädchen deswegen so auf uns. Nach drei Folgen wurde mir aber langweilig, es war ja kein neuer Inhalt, sondern nur eine andere Sprache. Zu meinem Glück gab es wenige Minuten danach auch endlich Essen. Da das ein Langstreckenflug war, gab es ein richtiges Menü mit drei Gängen und so einigen Beilagen. Lecker!

-Kapitel drei-

-Grüne Lebensmittelvergiftung-

 

~Logans Sicht~

Das Essen kam. Carlos stürzte sich sofort auf die Hauptspeise, ohne der Vorspeise, in Form eines Salates, auch nur einen Blick zu würdigen. Kendall nahm Carlos' Salat aber gerne entgegen, nach dem er sich bei der Stewardess erkundigt hatte, ob das auch alles Bio war. James begann damit den Apfel zu essen und ich schaute mir ersteinmal das Hauptgericht an. Es bestand, laut Karte, aus Kartoffelbrei, Hühnchen und Gemüse. Das, was vermutlich den Kartoffelbrei darstellen sollte, war ein grüner Klecks. Ich probierte es. Das Zeug schmeckte lecker, aber aufgrund der grünen Farbe hatte ich Angst eine Lebensmittelvergiftung zu kriegen. Also ließ ich davon ab. Das Hühnchen war viel zu scharf, da es in Curry eingelegt war und das Gemüse war ein zusammengepappter weicher Haufen. Ich vermied es, das zu probieren. Ich widmete mich also dem Dessert, welches als Schokopudding auf meinem Tablet auftauchte. Ich nahm den Löffel hervor und wollte gerade anfangen zu essen, als mein Blick erneut auf das blondhaarige Mädchen fiel. Sie war gerade aufgewacht und bekam nun ihr Essen. Auch sie ließ einfach den Salat aus. Als sie das Hauptgericht sah verzog sie kurz den Mund. Dennoch probierte sie zaghaft die grüne Lebensmittelvergiftung. Doch nach einmal Probetesten fiel sie über den grünen Brei her. Den Rest des Gerichtes ließ sie jedoch links liegen. Ihr Blick fiel auf den Apfel und die Kekse. Wobei sie zuerst die Kekse verdrückte und dann so lange auf dem Apfel rumkaute, bis nur noch Stiel und Gehäuse übrig waren. Dann fiel ihr der Pudding auf. Ihr Augen weiteten sich und ein breites Grinsen machte sich in ihrem Gesicht breit. Langsam riss sie den Deckel vom Becher. Dann ließ sie ihren Löffel in die Schokolade gleiten. In dem Moment, in dem auch ich den Löffel in den Pudding sinken ließ, schaute sie in meine Richtung. Als sie mir gerade genau in die Augen sah, zog sie plötzlich den Löffel aus dem Schokopudding und steckte ihn sich unter einem breiten Grinsen in den Mund. Sie lächelte mich zufrieden und über beide Ohren grinsend, an. Doch so genüsslich aß sie nicht weiter, denn nach dem ersten "Bissen" saugte sie den Rest förmlich aus dem Becher.

~aus Sicht des Mädchens~

Das Essen hier im Flugzeug war echt nicht so schlecht, wie ich gedacht hatte. Als ich mit essen fertig war, beschloss ich ein Graffiti zu malen. Ich holte also meinen Block aus dem Rucksack und fing an zu malen. Mein Ziel war ein Graffiti von einer meiner Lieblingsbands "We The Kings". Damals in der 8. Klasse hatte ich mir diese Art bon Kunst zum Hobby gemacht. Ich begann mit dem Bleistift vorzuzeichnen. Dann machte ich das Ganze noch 3D und um meine Vorzeichnung abzurunden, zog ich noch eine Outline drumherum. Aus dem Augenwinkel fiel mir auf, dass Logan immer wieder ziemlich auffällig zu mir herüberstarrte. Er bildete sich wohl ein, dass ich ihn gar nicht bemerkte, doch das tat ich und es nervte mich. Also nahm ich ein neues Blatt papier hervor und fing ein neues Graffiti an. Auf einen Zettel schrieb ich schnell fünf einfach Wörter auf das Blatt. Ich umrahmte den Schriftzug dick und schwarz. Und malte es knallrot aus. Nach wenigen Minuten war ich fertig. Ich hielt das Graffiti nun so, dass Logan es sehen konnt, sah selber jedoch weiterhin auf meinen Tisch. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Logan rot wurde und schnell auf den Boden starrte. Ich grinste zufrieden. Erleichtert, dass ich nun in Ruhe weitermalen konnte, nahm ich mein WE THE KINGS graffiti hervor und malte daran weiter.

-Kapitel vier-

-Graffitis sagen mehr als tausend Worte-

 

~Logans Sicht~

Alle hatten das Essen beendet, bis auf Carlos, der auch noch unsere Reste verschlang. Auch das Mädchen aß nicht mehr und holte nun einen Zeichenblock aus ihrem Rucksack. Es schien mir, als würde sie ein Graffiti zeichnen, aber ich konnte nichts Genaueres erkennen, da sie nur mit Bleistift zeichnete. Doch plötzlich schien sie unzufrieden zu seien, mit ihrem Entwurf, denn sie nahm ein neues Blatt Papier hervor. Nun malte sie weitaus schneller, als bei ihrer ersten Zeichnung. Nach circa fünf Minuten war sie also mit der Vorzeichnung fertig und begann das Gezeichnete mit einem schwarzen dicken Filzstift zu umranden. Dann griff sie nach einem roten Filzstift und malte die Buchstaben aus. Leieder konnte ich nicht erkennen, was sie als Graffiti darstellte, da sie ihren Arm davorhielt. Doch nach weiteren fünf Minuten war sie fertig mit Ausmalen. Ich versuchte nun einen Blick zu erhaschen, als sie denn Block plötzlich in meine Richtung drehte. Ihr Blick verließ dabei nicht den Tisch, auf dem sie bis eben noch gemalt hatte. Ich konzentrierte mich nun auf das Graffiti, auf dem in leuchtend roten Buchstaben Folgendes stand: "Stop staring at me, Logan!"(Hör auf mich anzustarren, Logan!). Schlagartig wurde ich rot und merkte, wie das Mädchen grinste. Ich drehte mich schnell verlegen wegund sah nun den Boden an. Aus dem Augenwinkel erkannte ich dennoch, wie sie ihr erstes Graffiti wieder hervor nahm und freudig daran weitermalte. Ich musste zugeben, dass das Logan Graffiti ziemlich gut aussah und die gewünschte Wirkung hatte es bei mir ja auch erzielt. Trotzdem wollte ich wissen, was für ein anderes Graffiti sie da malte und als sie dann endlich mal auf die Toilette musste, schien meine Chance gekommen zu sein.

Ich quetschte mich an unserem schlafenden Bodyguard vorbei und stelltre mich an den Platz des Mädchens. Sie hatte das Graffiti nun schon fast vollständig ausgemalt. In türkisgrünen Buchstaben standen dort die Wörter WE THE KINGS. Ich kannte We The Kings, es war eine meiner Lieblingsbands. Den 3Deffekt hatte sie weinrot gemacht und umrandet war das ganze mit einem dunkelen Blau. An dem "W" in We The Kings hing schräg eine kleine, gelb, orange Krone. Das sah wirklich toll aus. Doch plötzlich kam das Mädchen von der Toilette wieder. Als sie mich erblickte machte sich zuerst Verwunderung und dann Wut in ihrem Gesicht breit. Sie schrie mich beinahe an und fragte mich, was ich da tat. Ich rang nach Worten. "I... I...", sotterte ich, doch plötzlich glaubte ich, mir wären die richtigen eingefallen. "I just like your graffitis", brachte ich hervor. "I know", antwortet sie und ich war verblüfft, bis sie mir erklärte, dass sie gesehen hatte, wie ich sie immer wieder angestarrt hatte. Verlegen schaute ich mal wieder auf den Boden. Ich erklärte ihr, dass ich es beeindruckend fand, wie gut sie zeichnen konnte. Doch sie schien das Falsch zu deuten und schnauzte mich erneut an. "Etwa weil ich ein Mädchen bin?!", fragte sie mich auf englisch. Und wenn Blicke töten könnten, hätte ich das Ende diese Fluges sicher nicht überlebt. Ich versuchte ihr also klar zu machen, dass ich ihre Graffitis toll fand, als das Flugzeug plötzlich heftig schwankte. Ich musste mich festhalten, doch das Mädchen stand nur da und sah mich böse an. So schnell wie sie gekommen waren, waren die Schwankungen auch wieder verschwunden. Ich wollte etwas sagen, doch plötzlich beugte sich das Mädchen zu mir vor und...

-Kapitel fünf-

-Eine etwas andere Widmung-

... wollte mir den Block aus der Hand reißen. Also das Flugzeug erneut begann heftig zu schaukeln. Dieses Mal konnte sich das Mädchen nicht so einfach halten und fiel nach vorne, genau in meine Arme. Doch da das so unerwartet kam, war ich nicht darauf vorbereitet und fiel ebenfalls zu Boden. Dort lagen wir nun: Ich auf dem Boden und sie auf mir. Ich lächelte und sie grinste mich kurz an. Ich ergriff als den Moment und fragte sie lachend, ob ich das Graffiti haben dürfte. Doch während ich noch lachte verfinsterte sich die Miene des Mädchens wieder. Welches?, fragte sie mich ruhig und doch sehr ernst. "Das was du für mich gemalt hast", antwortet ich ihr auf englisch. Sie zog eine Augenbraue hoch und fragte mich, wieso ich mich so für dieses Graffiti interessierte, da sie das ja nur mal schnell so nebenbei gezeichnet hatte. Sie schien ihr Werk nicht zu mögen. Also sah ich sie mit meinem besten Hundeblick an und bettelte förmlich. Schließlich gab sie nach und drückte mir das Graffiti in die Hand, wobei sie allerdings noch immer nicht daran dachte von mir runterzugehen. Sie fragte mich genervt, ob ich nun zufrieden war. Ich lächelte und schaute immer wieder zwischen ihr und dem Graffiti hin und her. Fragend schaute sie mich an, denn ich hatte völlig vergessen zu antworten. Ich bedankte mich für das Graffiti und fragte sie außerden aber, ob ich nicht noch eine Widmung kriegen könnte. Ich grinste sie breit an, während ich das sagte, als würde ich hoffen, dass das auf sie abfärben würde. Doch diese erhob sich nun langsam von mir und setzte sich genervt auf ihren Platz. Wo sie dann auch sofort den dicken schwarzen Filzstift von vorhin rausnahm und anfing zu schreiben. Ich wollte sehen, was sie da schrieb, doch sie ließ es nicht zu und hielt ihren Arm über das Geschriebene. Kurze Zeit später drückte sie mir das Blatt in die hand, streckt mir -mal wieder- die Zunge raus, setzte sich auf ihren Platz und hörte Musik. Mit dem Blatt in der Hand ging ich auf meinen Platz, ohne es vorher gelesen zu haben. Erst, als ich auf meinem Sitzplatz angekommen war, war ich dann doch neugierig, was sie da so lange geschrieben hatte. Als machte ich mich daran, die Widmung zu lesen. Auf englisch hatte sie dort geschrieben:

Vielen Dank, dass du meinen Sturz gebremst hast, Logan. Aber jetzt lass mich bitte endlich in Ruhe. Ich wollte meinen Flug nach L.A. nämlich eigentlich genießen und nicht von Möchtegern-Popstars vollgequatscht werden. Hab dennoch einen schönen Flug. P.S. Ich liiiiiebe Schokopudding :P

 

Unterschrieben hatte sie mit dem Wort Incroyable. War das also ihr Name? Ich sollte sie zwar nicht mehr stören, doch ich traute mich trotzdem und fragte sie. Mit einem "Bist du etwa immer noch nicht zufrieden?!", drehte sie sich zu mir um. Ich fragte sie, ob ihr Name Incroyable war, doch sie erklärte mir, dass jeder der Graffitis malte eine Art Künstlernamen hatte und das "Incroyable" nichts anderes hieß, als "Unglaublich" auf französisch. Eigentlich wollte ich sie noch nach ihrem richtigen Namen fragen, doch sie drehte sich schon wieder rum und hörte Musik, da beschloss ich, sie líeber nicht noch weiter zu nerven. Also widmete ich mich wieder meinem Buch. ~Kendalls Sicht~

Logan war echt durchgeknallt. Erst starrt er das Mädchen die ganze Zeit an und auf einmal liegen sie beide auf dem Boden und reden über Graffitis. Oh mein Gott, ich glaube er ist verliebt. Das kann man ihm aber auch nicht übel nehmen, sie sieht ja schließlich auch richtig gut aus. Ich finde allerdings, dass sie mir ziemlich ähnlich sieht. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich beinahe sagen , dass sie meine kleine Schwester ist. Sie kann echt gut zeichnen, doch sie behauptet Big Time Rush nicht zu kennen. Ich frage mich, ob das nur so eine Masche von ihr ist, um Logan rumzukriegen. Wenn ja scheint es ja wenigstens schon mal nicht schlecht zu klappen, denn Logan lässt sich voll drauf ein. Logan ist hoffnungslos verknallt, in eine Unbekannte.

~Logans Sicht~

Die Zeit verging wie im Flug. Ich las gemütlich mein Buch, als plötzlich eine Durchsage kam, die besagte, dass wir in 15 Minuten landen würden. Plötzlich schreckte das Mädchen hoch, holte etwas aus ihrem Rucksack und rannte zum Klo. Ich kümmerte mich nicht weiter darum und las weiter mein Buch, als sie kurze Zeit später die Flugzeugtoilette wieder verließ. Als sie auf uns Jungs zukam klappten unsere Münder auf. Sie hatte das enge Flugzeugklo wohl als Umkleidekabine genommen. Denn nun hatte sie andere Sachen an. Kürzere! Ihre blauen Chucks hatte sie angelassen, aber ihre Hose war weitaus kürzer als vorher. Jetzt hatte sie eine grau-braun-´karrierte Hotpants an. Darüber trug sie cremefrabenes Top, auf dem in einem kühlen Braunton "The direct Way to my heart" stand. Umrandet von einem Herz in selbiger Farbe. In diesem Farbton hatte sie außerdem noch einen kurzärmligen Bolero an. Um ihren Hals trug sie ein weißes luftiges Tuch, auf dem Peace-Zeichen in allen möglichen Blautönen waren. Auf ihrer Nase saß nun, statt der rot-schwarzen Brille, eine große braune Sonnenbrille, mit hellen braunen Gläsern. Hätte man ihre Augen nicht gesehen, hätte sie mit dieser Brille als Jennifer durchgehen können. Als sie bemerkte, wie wir Jungs sie ansahen, lächelte sie uns leicht an. Kaum merklich und doch bemerkte ich es und lächelte freundlich zurück. Schnell setzte sie sich auf ihren Platz, denn der Pilot wollte zum Flug ansetzen. Als wir gelandet waren, mussten wir gleich als erste das Flugzeug verlassen, das Mädchen jedoch blieb sitzen. Gut so! Als wir das Flugzeug schon fast verlassen hatten, hörte ich das Mädchen meinen Namen rufen, doch ich ignorierte sie bewusst und verließ grinsend das Flugzeug.

-Kapitel sechs-

-Das Geheimnis des Buches-

 

~aus Sicht des Mädchens~

Endlich gelandet! "Big Time Rush" stieg zuerst aus. Ich blieb sitzen, denn es war viel zu voll. Doch als die Jungs fast draußen waren, fiel mein Blick noch einmal auf die Sitzreihe neben mir und ich bemerkte einen kleinen roten Gegenstand. Ich bahnte mir einen Weg zu ihrer Sitzreihe und untersuchte den Gegenstand. Es war ein kleines rotes Buch hob es auf und schlug die erste Seite auf, dort stand: "property of Logan Philip Henderson". Was so viel hieß wie Eigentum von Logan. Ich schaute zum Ausgang und sah, dass er noch nicht ausgestigen war, also rief ich, so laut ich konnte, immer wieder, seinen Namen. Doch er reagierte nicht. Ich schlugdasBuch auf. "Dann eben nicht!", dachte ich mir nur. Ich wollte nachsehen, wie das Buch hieß, doch nirgends stand ein Titel. Ich schaute rein und bemerkte, dass es mit Hand geschrieben war. Plötzlich fiel ein kleiner gelber Zettel aus dem Buch. Ich hob ihn auf und las was darauf geschrieben stand. Es schien dieselbe Handschrift zu seien, wie die im Buch. Auf englisch stand dort:

Hallo liebe Unbekannte,

da du Big Time Rush wirklich nicht zu kennen scheinst, habe ich mir gedacht, du solltest uns mal live sehen. Diesen Freitag! Ich würde mich freuen, wenn du kommst. Vielleicht erfahre ich dann auch endlich deinen richtigen Namen, Incroyable. Dein Logan

 

Ich ließ den Zettel sinken. Was meinte er damit?! Dachte er ernsthaft, ich würde mir für das Konzert von einer Band, die ich im Übrigen noch nicht einmal kannte, teure Konzertkarten besorgen?! Doch plötzlich fiel ein zweiter Gegenstand aus dem Buch und prompt waren alle meine Fragen beantwortet. Der runtergefallene Gegenstand war ein Briefumschlag, in dem ich ein Ticket für das BTR Konzert diesen Freitag fand und ein rotes Schlüsselband, an dem ein Backstage- Pass hing. Ich schmunzelte, steckte Beides ib meinen Rucksack und setzte ihn auf. Das Buch in der Hand, verließ ich nun endlich das Flugzeug. Endlich wieder auf festem Boden, suchte ich mir das nächste Taxi, welches mich zu meinem Apartment bringen sollte. Auf dem Weg dorthin begann ich Logans Buch zu lesen. Es war echt spannend. Die Geschichte handelte von einem Jungen an der Highschool, der sich total in eine Mädchen verknallt hatte. Der Junge war sehr beliebt an seiner Schule und auch bei den Mädchen sehr beliebt. Doch das Mädchen auf das er es abgesehen hatte war so ziemlich das genaue Gegenteil von ihm. Ein schüchternes Mädchen, dass eigentlich niemandem auffiel, doch er vergötterte sie. Leider ging es dem Mädchen da nicht so, sie dacht er wäre wie all die Anderen. Eingebildet und selbstverliebt. Es scheint keine Chance für den Jungen zu geben, an das Mädchen ranzukommen. Er beschließt also, alles dafür zu tun, dass sie ihre Vorurteile ablegt, doch das kann er nur schaffen, in dem sie nicht weiß wer er wirklich ist. Also schreibt er ihr Zettel und macht ihr Geschenke, welche er dann in ihr Schließfach legt. So verliebt sie sich jeden tag ein bisschen mehr, ohne zu wissen in wen. Irgdéndwann beschließen sie, dass es Zeit wäre, dass sie sich treffen. Der junge, Brantley, will gerade in ihre Straße einbiegen, als der Roman schlagrtig aufhört. Ich blätterte das Buch mindestens fünfaml durch und musste mir dann schweren Herzens eingestehen, dass die restlichen Seiten nur noch leer und unbeschrieben waren. Ich schmollte, denn Logan konnte wirklich ziemlich gut schreiben. Aber an den Stellen im Buch, an denen der Name des Mädchens stehen sollte, waren nur leere Lücken. Ich fragte mich wieso, nahm aber an, dass ihm einfach kein passender Name eingefallen war. So ging es mir auch oft. Doch plötzlich wurde ich, ohne Vorwarnung, aus meinen Tagträumen gerissen, indem der Taxifahrer mir freundlich verkündete, dass ich an meinem Ziel angekommen war. Ich bezahlte und torkelte dann aus dem Auto in die Lobby des Apartmenthauses.

-Kapitel sieben-

-Ein Concierge zum Verlieben ;D-

 

~Aus Sicht des Mädchens~

Die Lobby war gemütlich eingerichtet. Auf dem Boden war ein weinroter Teppich ausgerollt und auf der rechten Seite befand sich eine kleine Sitzecke. Bestehend aus zwei Sofas und zwei Sesseln. In der Mitte davon stand ein kleiner Tisch, auf dem sich ein Schüssel mit pinken Bonbons befand. Ich richtete meinen Blick nach vorne, wo ich einen Empfangstresen entdeckte. Ich ging zu ihm und klingelte, wobei ich mich fühl wie bei einem alten HalliGalli-Spiel. Kurz darauf kam aus dem Raum rechts neben dem Tresen ein, 60, vielleicht 70 Jahre, alter Mann mit weißen Haaren. Er sah sehr nett aus und mein Verdacht bestätigte sich, als er mich freundlich anlächelte und mich fragte, was er für mich tuen könnte.´Ich erklärte ihm, dass ich hier ein Apartment gemietet habe und nun gerne einziehen würde. Er fragte mich daraufhin nach meinem Namen und nachdem ich ihm diesen gesagt hatte, ging er nach hinten in seinen Raum und holte meinen Schlüssel. Er überreichte ihn mir und fragte mich, dann ob er mir noch das Zimmer zeigen solle. Dankend nahm ich an und so standen wir kurz darauf im Aufzug, der uns in die dritte Etage bringen sollte. Dort angekommen, ging der Concierge voran und lief los, bis er plötzlich vor einer Tür stehen blieb, auf der groß "3S" stand. Bevor er mir öffnete machte er mich noch darauf aufmerksam , dass das ja super zu meinem Namen passen würde. Ich nickte nur. Dann konnte ich endlich meine Wohnung betreten.

Mit der Wohnung betrat ich auch gleichzeitig das Wohnzimmer, welches sehr groß und hell war, da es riesige Panorama-Fenster besaß. Vor den Fenstern standen zwei Sofas und ein Sessel, welche hellorange waren. Von einem der Sofas konnte man aus dem Fenster sehen und den tollen Ausblick genießen und vom anderen aus hatte man eine perfekte Sicht auf den Fernseher der auf der linken Seite des Zimmers stand. Hinter dem Fernseher befand sich die offene Küche, die mit den hellen Holzschränken, meiner Meinung nach, perfekt zur Sitzecke passte. Auf der rechten Seite des Zimmers, neben der Sitzecke, befand sich eine kleine Nische. In dieser stand ein Schreibtisch, auf dem ein ganzer Stapel Papier lag. Super, dann kann ich ja noch genug Graffitis malen. Rechts von diesem Tisch war ein kleiner extra Raum, in dem ein riesiges Doppelbett stand. Was mich allerdings ein wenig verwirrte, da ich angegeben hatte, dass ich ein Einzelzimmer wollte. Doch der Concierge versicherte mir, dass das hier ein Einzelzimmer wäre, aber er hatte sich gedacht, dass das bestimmt praktisch wäre, wenn ich Besuch da hatte. Ich ersparte es mir, ihn darüber zu informieren, dass ich hier überhaupt niemanden kannte und ging zum Bad. Welches sich gleich links neben dem Eingang befand. Es war ein schönes kleines Bad, mit Badwanne, Waschbecken und Toielette. Was man eben so brauchte. Nach dem ich mir alles angesehen hatte, verließ der Concierge das Zimmer und ließ mich alleine. Ich begann also auszupacken und verfrachtete meine Kleidung in den großen Kleiderschrank im Schlafzimmer. Meinen Laptop legte ich auf den Schreibtisch und als ich zufrieden damit war, beschloss ich etwas zu essen. Nebenbei schaute ich fern, doch nach einer Weile wurde mir langweilig und ich beschloss runter zum Concierge zu gehen. Er hatte zu mir gesagt, dass ich immer kommen konnte, wenn ich irgendetwas brauchte. Und zur Zeit brauchte ich jemanden der meine Langeweile vertrieb.

Also ging ich runter in die Lobby und als ich dem Concierge erzählt hatte, wieso ich ihn besuchen kam, lächelte er mich freundlich an und deutete auf die Sitzecke in der Lobby. Langsam kamen wir ins Gespräch. Ich erfuhr, dass er François Girard hieß und aus Frankreich kam. Daraufhin erklärte ich ihm, das französisch meine Lieblingssprache war und so beschlossen wir, uns von nun an auf französisch zu unterhalten. Ich erzählte ihm also von meinem Tag. Dem Flug, den Jungs, dem Buch. Und so weiter. Er hörte mir geduldig zu und erklärte mir dann, das BTR eine sehr berühmte Band seien, die aus einer Serie heraus entstanden war. Außerdem wunderte er sich, wieso ich sie nicht kannte und hakte auch gleich nach:

Wegen meiner immer schlechter werdenden Noten hätte ich damals fast nicht das Abi geschafft. Also stellte ich mir selbst ein Ultimatum, dass ab jetzt WIRKLICH erst die Hausaufgaben gemacht werden und ich lerne und danach Zeit für irgendwas anderes war. Ich war dann immer schnell fertig mit lernen und Hausaufgaben, also hatte ich trotzdem viel Freizeit. Aber damit ich das Gelernte nicht wieder vergaß, sah ich danach nicht fern, sondern malte Graffitis oder schrieb Geschichten. Das klappte auch sehr gut, denn so schloß ich mein Abitur mit 1,2 ab. Plötzlich fragte mich der François wie viele Sprachen ich eigentlich beherrschte und ich zählte sie auf. deutsch-Muttersprache

englisch-erste Fremdsprache

französisch <3 -zweite Fremdsprache

Latein-dritte

italienisch-als AG in der Schule

spanisch-brachte mir eine Mitschülerin bei, die spanisch als zweite Fremdsprache hatte(konnte ich also mittelmäßig gut) russisch-den "Kurs" besuchte ich, wenn ich Freistunden hatte, darum konnte ich nicht so viel russisch

arabisch-damals in Dubai hatte mich das so fasziniert, dass ich angefangen hatte, es mir selbst beizubringen. Darum konnte ich nur wenige Sätze und Wörter.

Der Concierge war baff und zeigte das auch so deutlich, dass ich lachen musste. Ich schaute auf die Uhr und bemerkte, dass es schon fast 23 Uhr war. Ich war müde und wollte schlafen gehen, also verabschiedete ich mich von François, welcher mir noch eine gute Nacht und viel Spaß beim morgigen Konzert wünschte. Zufrieden und glücklich schmiss ich mich auf mein Bett und schlief sofort ein.

-Kapitel acht-

-Psst, du redest zu viel-

 

~Logans Sicht~

Freitag, der Tag des Konzerts war gekommen. Ich fragte mich, ob das Mädchen von gestern auch kommen würde, aber mir blieb kaum Zeit, darüber nachzudenken, denn es musste noch viel vorbereitet werden. Doch eh ich mich versah war die Zeit rum und wir stürmten auf die Bühne, um unser Konzert mit dem Song "Any kind of guy" zu eröffnen. Ich durchsuchte das ganze Publikum, doch ich konnte das Mädchen aus dem Flugzeug nicht sehen. War auch gar nicht so einfach, bei all den kreischenden Mädchen, schließlich gab es ja noch mehr Mädchen mit blonden Haaren. Doch ihre rot-schwarze Brille hatte niemand auf. Enttäuscht sang ich mich durch das Konzert, als ich ich sie plötzlich, fast am Ende des Konzerts, in der Masse entdeckte. Ich fragte mich, woher sie kam, denn sie war plötzlich da, ohne das ich gesehen hatte woher sie kam. Und ich war mir ziemlich sicher, dass ich sie nicht übersehen haben konnte. Wie sie da so dastand, mit ihrem schwarzen, breitträgrigem Top, über dem sie ein weites T-shirt trug, dass ihr nur über einer Schulter hing. Da es schwarz-weiß gestreift war, passte es perfekt zu ihrem Top. Am Bund war es enger und sie sah darin wunderschön aus. Ich bildete mir das wahrscheinlich nur ein, aber ich hatte das Gefühl, als würde sie strahlen. Ich war so glücklich, dass sie doch noch gekommen war, dass ich, als wir das Lied "Boyfriend" sangen, mit dem Finger, grinsend, auf sie zeigte. Alle Mädchen in ihrer nahen Umgebung fühlten sich angsprochen und ich bekam Angst, dass sie gleich reihenweise in Ohnmacht fallen würden. Doch ich wusste, dass ihr bewusst war, dass ich sie damit meinte, als sie mir, mal wieder, die Zunge rausstreckte. Doch diesmal nicht wütend, so wie gestern im Flugzeug, sondern frech, so als würde sie sich über etwas freuen. Wir sangen noch zwei Songs und dann war das Konzert vorbei. Doch ich hatte seit dem den Blick nicht mehr von ihr gelassen. Wir gingen hinter die Bühne und setzten uns in unsere Kabine. Während die Anderen sich über das Büffet her´machten, hoffte ich darauf, dass sie den Backstage-Pass gefunden hatte und gleich im Türrahmen stehen würde. Auf einmal öffnete sich die Tür und ich war so aufgeregt, dass ich fast von der Couch fiel. Doch zu meiner Ernüchterung war dort in der Tür, nur einer unserer Bodyguards. Er sagte noch etwas, doch ich war zu enttäuscht und blendete das aus. Um so erstaunter war ich dann aber, als der Bodyguard ein Mädchen in den Raum schob, dass fast zwei Köpfe kleiner als er war. Doch nicht die Größe des Mädchens verwunderte mich, neben einem Zweimetermann sah ja jeder klein aus, sondern die tatsache, dass es das Mädchen aus dem Flugzeug war. Der Wachmann hatte sie wohl eben angekündigt, doch das hatte ich überhört. Schüchtern stand das Mädchen nun in der Mitte des Raumes und schaute auf den Boden. Sie sah aus, wie ein kleines Kind, das gerade etwas Schlimmes gemacht hat und es nun sehr bereute. Ich wollte sie begrüßen, doch Kendall kam mir zuvor. Mit einem freundlichen "Hi!" begrüßte er sie und fragte sie, ob sie nicht gestern mit im Flugzeug war. Sie bejahte das. Ich setzte erneut an und wollte etwas sagen, als sie sich plötzlich in meine Richtung drehte und langsam und zögernd auf mich zukam. Ich traute mich nicht, irgendetwas zu machen, also saß ich nur da, und presste meinen Körper in die weiche Couch, als würde sie mich umbringen wollen. Als ich mich dabei ertappte, lockerte ich mich schnell und setzte mich normal hin. Das Mädchen stand nun unmittelbar vor mir und ich fragte mich was sie vorhatte, als sie plötzlich ein kleines rotes Buch hinter ihrem Rücken hervorzog und es mir entgegenhielt. Ich schuate sie verwirrt an, woraufhin sie mir das Buch noch näher streckte. Ich nahm das Buch und schlug es auf. Da traf es mich wie ein Schlag. Wie konnte ich nur mein eigenes Buch nicht wiedererkennen?! Ich schaute zu ihr hoch und nickte dankend. Sie lächelte mich freundlich an. Das war ich nicht gewöhnt. Ich wollte ihr den Platz neben mir anbieten, damit wir ein bisschen reden konnten, doch sie schüttelte nur den Kopf. Als ich sie fragte wieso, antwortete sie, dass sie zur Arbeit müsse. Nachdem sie ihren Satz beendet hatte, ging sie zur Tür und öffnete sie. Sie wollte schon wieder gehen. Ich flehte sie förmlich an zu bleiben. Sie meinte aber, sie hätte keine Zeit für sowas. am ersten Arbeitstag sollte sie lieber nicht zu spät kommen und so verließ sie den Raum. Na toll, da sah ich sie schon wieder und dann sagte sie mir noch nicht einaml ihren Namen. Dóch so leicht wollte ich mich nicht geschlagen geben. Also lief ich ihr einfach hinterher. Auf dem Gang nach draußen fing ich sie ab und sagte ihr, dass sie nicht einfach wieder gehen konnte. "Wieso nicht?!", fragte sie genervt, weil ich sie am Handgelenk festhielt. "Weil ich nicht einmal deinen Namen weiß!", antwortete ich daraufhin, während sie krampfhaft versuchte, sich aus meinem Griff zu lösen. Nachdem sie es eine Weile probiert hatte, gab sie auf und sagte dann:"Also weißt du, ich persönlich lese und schreibe lieber, als zu reden." Ich war so verwirrt, dass ich ihren Arm für kurze Zeit losließ und sie unschlüßig ansah. Sie ergriff diese Chance und rauschte, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, an mir vorbei zum Ausgang. Ich stand da, mit dem Buch in der Hand und sah ihr hinterher, bis die Tür zufiel.

-Kapitel neun-

-Namensgebung-

 

Verwirrt ging ich zurück zu den Jungs. Die sahen mich nur fragend an, doch als sie bemerkten, dass ich ihnen nichts verraten würde, widmeten sie sich wieder dem Essen. War auch besser so! Ich wollte jetzt am liebsten allein sein, denn Ich musste nachdenken. Doch leider wusste ich nicht, wo ich hätte hingehen können. Also landete ich am Ende doch wieder auf der Couch im Vorbereitungsraum. Eine ganze Weile lag ich nur dort auf der Couch, und starrte die Decke an. Immer wieder gingen mir die Wort des Mädchens durch den Kopf, von der ich noch immer nicht den Namen kannte. Als mir bewusst wurde, dass ich auch nach fünf Stunden an die Decke gucken nicht darauf kommen würde was sie gemeint hatte, schlug ich mein Buch auf. Ich hatte ganz vergessen, dass es das Buch gewesen war, dass ich dort im Flugzeug für sie hatte liegenlassen. Ich fragte mich, ob sie es gelesen hatte. Doch das würde ich wohl nie erfahren. Gedankenverloren durchblätterte ich das Notizbuch, als mir plötzlich rote Kritzeleien darin auffielen. Ich stoppte mein Blättern und betrachtete die Kritzelei genauer. Ich stellte fest, dass es nicht gemalt, sondern geschrieben war. Nun durchblätterte ich das Buch erneu, nur langsamer und stellte fest, dass in jeder Lücke, die ich gelassen hatt, etwas stand. Aber es waren nicht einfach nur wahllos ausgedachte Wörter, sondern Namen. Beziehungsweise ein Name, immer wieder. In jeder Lücke. Nur manchmal war er verkürzt. Spitznamen. Die Lücken, die ich gelassen hatte, weil mir kein Name eingefallen war, waren nun gefüllt, mit dem Namen: Charlotte Annie Schmidt

Doch meist war der Name verkürzt dargestellt. Dann stand dort sowas wie Charlie Ann, Charlie oder einfach nur Charlotte.

Ich blätterte auf die letzte beschriebene Seite meines Buches. Auch dort hatte sie etwas geschrieben, doch dieses mal war es kein Name, also doch, aber nicht der eines Menschen. Fein säuberlich hatte sie, mit einem roten Buntstift die Lücken ausgefüllt: "Brantley bog um die Ecke und betart die Ocean Avenue, nach wenigen Schritten stand er vor dem Apartmenthaus, in dem SIE lebte dem Palmtree Plaza."

Ich ließ das Buch sinken und grinste, hoffte dabei jedoch, dass mein Grinsen nicht unbegründet war. Ich packte das Buch in meinen Rucksack, verabschiedete mich von den Jungs und fuhr nach Hause. Zu Hause angekommen legte ich mich nach dem Essen sofort ins Bett, obwohl es erst 19 Uhr war.

~aus Sicht des Mädchens~

Nachdem ich das BTR Konzert verlassen hatte, ließ ich mich vom Taxifahrer zur Arbeit fahren. Ich musste so schnell wie möglich endlich den Führerschein machen, denn die Taxifahrten waren ziemlich teuer. Auf der Arbeit angekommen wurde ich sofort von allen freundlich begrüßt. Eigentlich konnte man das nicht als ersten Arbeitstag bezeichnen, da ich noch nicht arbeitete, doch mein Chef wollte mich schon mal allen vorstellen und mir alles zeigen. Ich hoffte, dass der Job auch meinen Vorstellungen entsprach, doch sie wurden sogar noch übertroffen. Alle waren total nett und freuten sich, dass ich Montag endlich anfangen würde. Schon seit der 9.Klasse war es mein Traumberuf gewesen jegliche Art von Spielen in alle möglichen Sprachen zu übersetzen und nun hatte ich einfach die Chance ergriffen und war hier her gekommen. In meiner Abteilung gab es außer mir noch eine Deutsche und zwei Französinen, mit denen ich mich auf Anhieb gut verstand. Als dieser "erste Arbeitstag" vorüber war, ließ ich mich zu Hause erschöpft und doch glücklich ins Bett fallen.

~Logans Sicht~

Am nächsten Tag:

Um 6.30 Uhr klingelte auf einmal mein Wecker und ließ mich hochschrecken. Während ich ins Bad ging, überlegte ich krampfhaft wieso ich das Ding so früh gestellt hatte. Als es mir wieder bewusst wurde, sprang ich schnell unter die Dusche und machte mich fertig. Ich wollte keine Zeit vergeuden, also aß ich nichts. Ich lief runter in die Garage, um in mein Auto zu springen und los zufahren. Eine halbe Stunde später kam ich an meinem Ziel an. Es war mittlerweile schon acht Uhr und ich fragte mich, ob ich wirklich so viel Zeit im bad verbracht hatte. Ich stieg aus und sah mir das Gebäude, vor dem ich stand an. In goßen türkis-leuchtenden Buchstaben stand dort: Palmtree Plaza. Ich betrat das Haus. "Was kann ich für sie tun, junger Mann?", fragte der Concierge mich. "Ähm, ja ...also...", stammelte ich herum, bis mir wieder einfiel, wieso ich hier war,"ich wollte fragen, ob hier eine gewisse Charlotte Annie Schmidt wohnt", fragend sah ich ihn an. Er nickte:"Ja die wohnt hier, möchten sie sie besuchen?" "Ja!", antwortete ich, ohne genauer darüber nach zudenken. Der 70Jährige drückte einen Knopf, auf dem Mikrofon, das auf seinem Tisch stand und sprach dann, langsam und deutlich hinein. Doch zu meiner Verwunderung nicht auf englisch, sondern auf französisch. Mein Mut schwandt dahin. Eine helle Stimme antwortete, doch leider verstand ich nicht, was sie sagte. "Sie können hochgehen, sie wird sie dort erwarten", sagt er und zeigte auf den Fahrstuhl, nachdem er noch erwähnt hatte zu welchem Apartment ich musste.

Eingschüchtert klopfte ich, dort angekommen, an die Tür. Doch meine Miene sollte sich schlagartig ändern, als ich sah, wer mir dort die Tür geöffnet hatte...

-Kapitel zehn-

-Ich bewerf' dich solange mit Kissen, bis du blutest-

 

...Es war das Mädchen aus dem Flugzeug. Sie zog verwundert die Augenbrauen hoch. Sie ließ ihren Blick einmal von oben bis unten über mich gleiten. Ich tat es ihr gleich. Sie war wohl gerade erst aufgestanden, denn ihre Haare waren zerzaust und sie hatte sie zu einem Dutt hochgebunden. Ich nahm an, dass sie noch ihren Pyjama anhatte. Denn ihr T-shirt war ihr mindestens zwei Nummern zu groß. Es war weiß und bedruckt, mit einem Spruch den ich nur allzu gut kannte. Darauf stand: „We all make mis-steaks!“ und darüber war ein Steak abgebildet. Dazu trug sie eine rote Schlafanzughose, die ihr etwas über die Knie ging. Schuhe trug sie keine und in der Hand hielt sie ein Brötchen, mit einer braunen Creme drauf. Nachdem wir uns fertig gemustert hatten und sie nicht mehr so geschockt war, lächelte sie freundlich und sagte auf englisch: „Logan, was machst du denn so früh hier?“ Sie begrüßte mich wie einen alten Freund, darüber musste ich schmunzeln: „Na ich komm dich besuchen, hättest du dir doch denken können, nach dem du mein Buch ganz frech einfach weitergeschrieben hast“, antwortete ich lachend. „Oh, ja das tut mir leid“, sagte sie und biss sich verlegen auf die Unterlippe. „Schon okay! Darf ich reinkommen?!“, fragte ich sie daraufhin freundlich, doch sie zuckte nur mit den Schultern und machte mir Platz. Als ich ihr Apartment betreten hatte, schloss sie die Tür hinter mir, ging vor zum Sofa und ließ sich darauf nieder. Als sie bemerkte, dass ich immer noch im Eingang stand, drehte sie sich zu mir um. „Willst du da etwa Wurzeln schlagen?“, fragte sie mich belustigt, woraufhin ich den Kopf schüttelte, „dann setzt dich doch endlich mal hin!“ Wieder lachte sie, es war erfrischend sie, nachdem sie mich so oft vollgemacht hatte, lachen zu hören. Als ich mich auf der Couch niedergelassen hatte, stand sie auch schon wieder auf und ging in die Küche. „Ich mach mir noch ein Brötchen! Willst du auch was?“, rief sie aus der Küche. Und auf einmal erinnerte mich mein Magen wieder daran, dass ich noch gar nichts gegessen hatte. Ich nahm also dankend an. „Ist Nutella okay?!“, kam daraufhin eine Stimme aus der Küche. ‚Was zum Teufel ist nutella?!‘,fragte ich mich in Gedanken. Ich folgte ihr in die Küche, da ich nicht durch die ganze Wohnung brüllen wollte. Dann stellte ich meine Frage erneut, nur dieses mal eben laut und an sie gerichtet. Sie erklärte mir, dass es der beste Schokoaufstrich war, den es auf der Welt überhaupt gab. „Musst du unbedingt probieren!“, sagte sie, während sie sich ihr zweites Brötchen in den Mund schob, „hab ich aus Deutschland mitgebracht *mampf* hab im Internet gelesen, dass das hier voll teuer ist.“ Mit diesen Worten ging sie wieder zum Sofa und setzte sich mit dem Brötchen im Mund drauf. Ich nahm mir einen Teller, legte das Brötchen darauf, dass sie mir schon geschmiert hatte und folgte ihr. Wir setzten und auf ihre Couch und genossen den Ausblick. Es war so schön, dass ich beinahe vergaß mein Brötchen zu essen. Vorsichtig biss ich hinein, als sie das bemerkte sah sie mich gespannt an und lächlte. Ich biss ab und… „Oh mein Gott ist das gut!“, sagte ich und fing dabei fast an zu stöhnen. Das schien eine lustige Szene zu seien, denn das Mädchen konnte sich vor Lachen kaum noch halten. Als sie sich gefangen hatte, meinte sie nur cool: „Siehst du?! Hab ich doch gesagt!“, doch sie konnte sich nicht zusammenreißen und fing schon wieder an zu schmunzeln. Ich tat dasselbe und unser Schmunzeln wurde zu einem lauten Lachanfall. Als wieder Stille einkehrte nutze ich diese und fragte sie: „ Also ist dein Name Charlotte?!“ Sie sah mich an, als wäre ich vom Mars. „Du bist doch hier, oder?!“ „Ja“, entgegnete ich verwirrt. „Also scheine ich jawohl Charlie Ann Schmidt zu seien oder?!“ Ich nickte verständnisvoll. „Eigentlich heiße ich ja Charlotte Annie Schmidt, aber ich mag den Namen irgendwie nicht. Ich mein… Doppelnamen sind doch scheiße!“, sagte sie ruhig, doch plötzlich wurde ihr bewusst, was sie gerade überhaupt gesagt hatte. „Also dein Name… der is‘ super, weißt du, aber…“,versuchte sie die Situation zu retten, doch das musste sie gar nicht. „Schon okay! Aber ich find deinen Namen gar nicht so schlimm.“ „Danke“, sagte sie und lächelte mich verlegen an. „Also Charlotte… was machen wir jetzt?!“ „Nicht Charlotte. Bitte nenn mich nicht Charlotte. Nenn mich meinetwegen Charlie oder Charlie Ann, aber wenn du mich noch einmal Charlotte oder so ähnlich nennst, dann… dann beiß ich dir in den Arm“, sie schaute mich herausfordernd an. „Is‘ ja gut, Charlotte!“, nun grinste ich sie herausfordernd an, als ich plötzlich einen beißenden(im wahrsten Sinne des Wortes) Schmerz in meinem rechten Arm spürte. Charlie hatte mir doch tatsächlich in den Arm gebissen! Empört zog ich meinen Arm zurück und sah sie geschockt an. Sie grinste nur: „Hast du etwa gedacht ich scherze?!“ „Natürlich hab ich das!“, schrie ich sie an vor Schmerz. Mitleidig schaute sie mich an: „Soll ich ein Küsschen draufdrücken?!“, fragte sie lachend. Ich glaubte zwar, dass das nicht ernstgemeint war, antwortete aber trotzdem: „Weißt du… mein Arm ist schon wieder okay… Dafür tuen meine Lippen jetzt plötzlich ganz doll weh!“ Sie zog eine Augenbraue hoch: „Na dann komm mal her!“, sagte sie und zog sich zu mir ran.

Doch statt des erhofften Kusses, bekam ich mit dem Sofakissen eins übergebraten und fiel vor Scheck vom Sofa. „Au!“, sagte ich in ihre Richtung und rieb mir den Hinterkopf, „womit hab ich das verdient?!“ Sie sah mich mit leeren Augen an und antwortete dann empört: „Du kannst mich nicht einfach küssen!“ „Ach kann ich nicht?!“, fragte ich herausfordernd und beugte mich vor, um sie zu küssen. „Nein kannst du nicht!“, rief sie lachend und schlug mir erneut das Kissen ins Gesicht. Damit hätte ich rechnen müssen. Doch diesmal ließ ich es ihr nicht durchgehen: „Na warte! Das kriegst du zurück!“, machte ich ihr lachend eine Kampfansage, schnappte mir ein Kissen und schlug es ihr ins Gesicht. Doch sie war nicht böse, sondern lachte laut und warf mir ihr Kissen entgegen. Wir rannten also wie die Verrückten durch ihr Apartment und veranstalten eine Kissenschlacht. Doch irgendwann hörten wir auf, weil wir einen Lachanfall kriegten und uns auf dem Boden kugelten. Wir versuchten uns wieder einzukriegen, was uns nach langer Zeit auch endlich gelang. Ihr Kopf lag nun direkt neben meinem. Ich drehte mich zur Seite, damit ich ihr in die Augen sehen konnte. Sie tat dasselbe. Ich lächelte sie an und sie lächelte zurück. Doch plötzlich zog sie ihr Kissen hervor und schlug es mir wiederholt ins Gesicht. Sie grinste mich breit an: „Frieden?!“, fragte sie mich dann. Ich nahm mein Kissen hervor und schlug es ihr leicht ins Gesicht: „Klar!“ Das Lachfieber brach erneut aus. So lagen wir bestimmt 20 Minuten auf dem Boden und lachten. Irgendwann hörte sie dann auf zu lachen und schaute an sich runter: „Scheiße!“, stellte sie überrascht fest, „Ich hab ja immer noch meinen Schlafanzug an!“ Das löste einen weiteren Lachanfall aus. „Ich mach mich mal schnell fertig, okay?!“, sagte sie und verschwand, ohne eine Antwort meinerseits abzuwarten, vermutlich im Bad. Ich holte meinen Rucksack hervor und kramte mein Handy raus. Es war schon 11 Uhr. Ich legte mich kopfüber auf ihr Sofa und betrachtete L.A.s Skyline. So lange, bis ich mir sicher war, dass mein Kopf, aufgrund von zu viel Blut, platzen würde, wenn ich noch länger so da saß. Ich sah nun also in Richtung Haustür, als Charlie plötzlich aus dem Bad kam, nur in ein Handtuch gehüllt. Geschockt, als hätte sie vergessen, dass ich hier war, starrte sie mich an. „ich ähm… ich wollte nur… meine Anziehsachen holten“, sagte sie stotternd und zeigte auf eine Tür. Hinter der sich vermutlich ihr Schlafzimmer befand. Sie hatte sich ein Handtuch um die Haare gewickelt und vermutlich geduscht. Schnell huschte sie in Handtücher eingewickelt ins Schlafzimmer und kam mit schwarzer langer Jogginghose und knallrotem Top wieder raus. Ihre nassen Haare hatte sie mit einer großen Haarspange festgesteckt. Schuhe hatte sie noch immer nicht an. Als sie bemerkte, dass ich sie anschaute, sah sie an sich runter. „Sieht nicht wirklich besser aus, oder?!“, fragte sie vorsichtig und wollte schon wieder zurück ins Schlafzimmer gehen. „Doch, doch!“, sagte ich und klopfte mit der Hand auf das Sofa, weil ich wollte, dass sie sich wieder neben mich setzte. Er jetzt viel mir auf, dass wir fast im Partnerlook waren. Sie mit Schwarzer Jogginghose und rotem engem Top und ich mit schwarzer Jeans und rotem T-shirt mit V-Auschnitt. Ihr schien das wohl auch aufgefallen zu sein, denn sie schmunzelte leicht. „Was jetzt?!“, fragte ich sie. „Ich weiß nicht“, antwortete Charlie mir. „Erzähl mir was von dir!“, forderte sie mich plötzlich auf, „ich weiß so wenig über dich!“ Also fing ich an, ihr von mir zu erzählen. Das tat ich bestimmt eine Stunde lang. Und endete meine Geschichte mit dem Satz: „So! Jetzt musst du mir aber auch was von dir erzählen!“, und schaute sie an. Doch sie war nicht da. Ich schaute mich um und sah, dass sie ihren Kopf auf meinen Bauch gelegt hatte und einfach eingeschlafen war. Ich schmunzelte(mal wieder). Sie schien ziemlich fest zu schlafen und ich wollte sie nicht aufwecken, denn sie sah so niedlich aus, wenn sie schlief. Also trug ich sie vorsichtig in ihr Bett und deckte sie zu. Ich schaute an mir runter. Ihr nassen Haare hatten mein T.shirt durchnässt. Da ihr Kopf nun nicht mehr an der Stelle lag und wärmte. Wurde mir schnell kühl. Ich zog also das nasse T.shirt aus und legte es auf einen Stuhl neben ihrem Bett. Was sollte ich jetzt machen?, fragte ich mich noch, als Charlie plötzlich die Augen aufschlug. „Logan!“, sagte sie ein wenig überrascht. „Ich … ähm…“, wollte ich mich rechtfertigen, doch sie schüttelte nur den Kopf und rutschte an die Wand, an der das Bett stand. Nun zeigte sie mit dem Finger auf die Stelle, an der sie eben selber noch gelegen hatte. Kein Zweifel, sie wollte, dass ich zu ihr ins Bett kam. Und das ließ ich mir nicht zweimal „zeigen“. Schnell zog ich auch noch meine Jeans aus und stieg dann zu ihr ins Bett. Als ich es mir bequem gemacht hatte, legte sie mir auch schon ihren Arm um den Hals und kuschelte sich an mich ran. Ich bekam eine Gänsehaut, doch es gefiel mir. Gleichzeitig hatte ich aber auch Angst, dass gleich wieder ein Kissen in meinem Gesicht landen würde. Doch das tat es nicht. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief Charlie auf meiner Schulter ein. Nachdem ich sie noch eine Weile betrachtet hatte, tat ich es ihr gleich.

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