Stop staring at me, Logan!

Annika · Kapitel 1 von 1 · Teil 3/3

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Stop staring at me, Logan!

Stop staring at me, Logan!

Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 3 Teile geteilt.

-17.Kapitel-

-Tears in heaven-

 

~Charlies Sicht~

„Ah!“, schrie ich, als ich meine Augen endlich geöffnet waren. „Verdammte Scheiße, wo bin ich?!“, fluchte ich, denn es fiel nicht genug Licht in den Raum, als dass ich es hätte sehen können. Plötzlich machte jemand das Licht an. Das tat so sehr in den Augen, dass ich sie zukniff. „Kendall!“, schrie eine wütende Stimme von draußen, „Was machst du da mit meiner Freundin?!“ Es war Logan! Ich riss meine Augen auf. Jetzt fiel es mir wieder ein: Ich war in Logans Umkleidekabine, am Set von Big Time Rush. Plötzlich bemerkte ich, dass jemand neben mir lag. Ich erschrak so sehr, dass ich mein Gegenüber kurzerhand von der Couch stieß. Mit einem lauten „Au!“ kam er auf dem harten Boden auf. Langsam robbte ich zum Ende der Couch und schielte über den Rand, um zu sehen, wen ich da auf den Boden geschmissen hatte. Es war ein junger Mann, ich wusste, dass ich ihn von irgendwoher kannte, doch ich konnte ihm keinen Namen zuordnen. Bis er sich böse zu mir umdrehte und ich sein Gesicht sah. An den Augenbrauen erkannte ich, dass es Kendall seien musste. Plötzlich hörte ich Schritte und richtete meinen Blick auf die Tür, in dessen Rahmen James stand und grinste. Ich sah gerade noch, wie Logan aus dem Raum rannte. ‚Was zum Teufel ist passiert?‘, schrie ich in Gedanken. Doch ich beschloss später darüber nachzudenken und jetzt lieber Logan hinterher zu rennen. Ich kümmerte mich nicht, um den verletzten Kendall und auch nicht um James, der verwirrt in der Tür stand und mich fragte, ob ich Logans Freundin sei. Ich rannte einfach nur Logan hinterher. ‚Oh mein Gott, kann der Junge vielleicht schnell rennen!‘, regte ich mich in Gedanken auf und nahm mir vor, ab morgen jeden Tag joggen zu gehen. Oder zumindest jeden zweiten. „Logan! Jetzt bleib doch mal stehen!“, schrie ich den immer schnellerwerdenden Jungen an. „Wozu? Damit du mir sagen kannst, dass du lieber mit Kendall zusammen bist?“, schrie er zurück. ‚Hä?‘, schrie ich in Gedanken. Was meinte er damit?! Ich war verwirrt: „Was redest du denn da für einen Scheiß?“ Ich hatte ihn in eine Sackgasse getrieben. Er versuchte, an mir vorbei zulaufen, um zu entkommen. Doch ich stellte mich ihm in den Weg. Obwohl er stärker war als ich, gab er sich mit seinem Schicksal zufrieden und gab auf wegzurennen. Ich packte ihn an seinen Schultern: „Jetzt beruhig dich bitte erst einmal!“, redete ich sanft auf ihn ein und er atmete daraufhin mehrere Male tief ein und aus. „Hast du dich beruhigt?!“, fragte ich schließlich und sah ihm dabei tief in die Augen. Er schluckte, doch schließlich nickte er, auf den Boden starrend. „Gut!“, sagte ich, nickte dabei übertrieben oft und versuchte so mir weis zu machen, dass es stimmte. „So, jetzt setzen wir uns erst mal…“, mit diesen Worten drückte ich Logan auf den Boden und ließ mich neben ihm nieder, „und dann erzählst du mir in Ruhe was los ist“, erklärte ich ihm ruhig. „Das fragst du noch?! Wer hat denn hier mit Kendall rumgemacht?“, sagte er und flippte aus. „Woher soll ich das denn wissen?! Er ist schließlich dein Kumpel, nicht meiner!“, erwiderte ich ernst. „Ja eben!“, sagte er und drehte sich, wie ein trotziges Kind, weg. „Hä? Jetzt sag mir doch endlich mal was los ist!“, wieso konnte er nicht einfach mit der Sprach rausrücken?! „Das weißt du doch am besten. Schließlich warst du es, die mit Kendall auf der Couch lag. Du warst es, die sich an ihn gekuschelt hat. Du warst es, die in seinen Armen lag. Du warst es doch, die ihn fast geküsst hat!“, er schrie, doch er schaute mich nicht an dabei, dann hörte ich ein Schluchzen. „Aber das war ich eben nicht!“, beteuerte ich. „Ach, und wie ist es dann passiert? Etwa durch Zauberei?!“, fragte er mich und lachte einmal laut auf. „Natürlich nicht…“, versuchte ich eine Erklärung dafür zu finden, doch ich wusste ja selber nicht, wie es passiert war. Doch eh ich weiterreden konnte, stand Logan auf: „Sag Bescheid, wenn dir wieder eingefallen ist, was passiert ist!“, sagte er wütend und rauschte davon. Mir stiegen Tränen in die Augen. Ich weinte mir fast die Augen aus dem Kopf, bis Kendall auf einmal hinter der Ecke auftauchte. Stumm setzte er sich neben mich. Er sagte kein Wort, also beschloss ich einfach weiter zu heulen. Als ich irgendwann keine Tränenflüssigkeit mehr hatte, ergriff er das Wort: „Du bist doch das Mädchen aus dem Flugzeug, oder? Wie heißt du?“, fragte er mich ruhig. Ich nickte auf die erste Frage, auf die zweite antwortete ich: „Charlotte. Charlotte Annie Schmidt“, langsam und extrem leise. Er sah mich verdutzt an, als der Name ausgesprochen war, doch er sagt nichts dazu und ich war zu traurig, um nachzufragen. „Okay, also was ist passiert?“, fragte er mich schließlich. Erneut kamen die Tränen. „Logan ist wütend, weil er denkt, ich hätte mich an dich rangemacht!“ Kendall nickte, mehr oder weniger verständnisvoll: „Selbst wenn, was interessiert ihn das?“ Ich schaute ihn entsetzt an: „Naja nichts! Ich bin ja bloß seine Freundin!“, meckerte ich Kendall an, bis ich bemerkte, dass Logan ihm wahrscheinlich noch nicht davon erzählt hatte. „Logan hat ‘ne Freundin?“, er konnte es wohl kaum glauben. Ich zuckte mit den Schultern, denn ich war mir nicht sicher, ob man nicht eher „hatte“ hätte sagen sollen. Plötzlich drehte ich mich zu Kendall: „Du musst es doch wissen“, sagte ich und schaute ihn hoffnungsvoll an, „Was ist da eben im Umkleideraum passiert?!“ Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf: „Also ich hatte gerade meine Szene abgedreht“, fing er an, „und ich war tot müde. Meine Umkleide ist am anderen Ende des Flures und ich war zu faul, um dorthin zu laufen. Also ging ich einfach in Logans Raum, weil der gleich der erste ist. Das Licht in den Umkleideräumen ist so grell, also ließ ich es aus. Als ich endlich das Sofa erreicht habe lagst du wohl schon lange drauf und –das hört sich jetzt doof an, aber- ich hab nicht daran gedacht, dass sich in dem Raum noch ein Mensch befinden könnte, also hab ich gedacht du wärst ein Kissen und mich an dich ran gekuschelt, dann kam Logan“, ich starrte Kendall entgeistert an, doch er meinte das Ernst. „Scheiße!“, sprang ich, wie vom Blitz getroffen, auf. „Ich muss mich sofort bei ihm entschuldigen!“, schnell rannte ich zurück ins Studio. Kendall folgte mir, er musste ja bestätigen, was ich sagen würde.

Strahlend betrat ich also das Set. Logan stand gerade vor der Kamera und bemerkte mich deswegen nicht. Ich beschloss, zu warten, bis er damit fertig war und mich danach zu entschuldigen. Ich stand also da und sah Logan dabei zu, wie er seine Szene abdrehte. Als plötzlich ein Mädchen auf ihn zukam und ihn leidenschaftlich auf den Mund küsste. Auf einmal kam Kendall angerannt und ich drehte mich zu ihm um: „Was habe ich verpasst?!“, fragte er lächelnd. Doch das Lächeln verschwand aus seinem Gesicht, als er sah, wie Logan und das Mädchen, das wohl die Camille in der Serie spielte, sich hinter mir erneut küssten. „Oh!“, machte er nur. Ja...Oh!

-18.Kapitel-

-Your tears don't fall, they crash around me-

 

Wütend stürmte ich das Set. Es interessiert mich nicht, dass noch gedreht wurde, dass ich vom Regisseur genervt angeschrien wurde, dass er die Bodyguards rief. Die Wut in mir war zu groß und zu leidenschaftlich, als das mich jemand hätte aufhalten können. Camille starrte verängstigt in meine Richtung, Logan folgte ihren Augen. Als er mich schließlich erblickte sah er mich an, ohne zu blinzeln. Ich konnte nicht genau erkennen, was genau in seinem Blick lag. Verwunderung. Überraschung. Wut. Trauer?! Oder vielleicht etwas ganz anderes?! Doch in meiner Wut kümmerte ich mich nicht weiter darum. Stattdessen schrie ich ihn an, als ich endlich vor ihm stand: „Sag mal, willst du mich verarschen, oder was?! Du machst mich voll, weil Kendall sich im Zimmer geirrt hat, aber bei dir soll es okay sein, dass du ein fremdes Mädchen küsst? Wo ist da die Logik?!“ Er wurde wütend: „Das ist ja wohl was ganz anderes…“, sagte er energisch. „Nein ist es eben nicht! Das ist sogar noch viel schlimmer!“, unterbrach ich ihn zornig. „Das war ein Filmkuss, Charlie. Das ist mein Job, okay?! Du hingegen hast dich einfach an meinen besten Freund ran gemacht!“ Camille bewegte sich langsam von uns weg und suchte Schutz hinter Kendall. „Oh mein Gott, Logan. Das stimmt doch gar nicht!“, schrie ich, erschüttert darüber, dass Logan nicht einmal wusste, wovon er da sprach. „Ach ja?! Was stimmt dann?!“ „Na das wollte ich dir ja gerade erklären, aber du musst ja vor meinen Augen mit diesem Mädchen rumknutschen…“, er hob seinen Finger und wollte protestieren, doch ich redete einfach weiter, „Kendall hat mir nämlich erzählt was passiert ist. Er war müde vom drehen und dein Raum war näher als seiner, also…“, erzählte ich ihm die ganze Geschichte. Als ich fertig war, schaute er zu Kendall um sich zu versichern, dass ich die Wahrheit sagte. Mit seinem Nicken, bestätigte Kendall meine Aussage. Logan sah mich geknickt an, doch er sagte nichts, denn ich redete noch immer weiter: „Weißt du, ich bin ja eigentlich keine eifersüchtige Person“, stellte ich klar, „und ich weiß auch, dass das Küssen fremder Personen zum Schauspielerseien dazugehört. Aber das was du eben gemacht hast, kann ich dir jetzt nicht verzeihen. Ich hätte es verstanden, wenn du mir vorher davon erzählt hättest, aber so… Ich glaube nicht, dass ich mit jemandem zusammen seien kann, der so etwas Unverzeihliches macht und dem ich nicht mehr vertrauen kann, weil er mir Dinge einfach verschweigt. … Jeder Mensch hat Geheimnisse, aber wenn man zusammen ist, dann sollte man sich nichts verschweigen, zumindest nicht sowas!“, schrie ich unter Tränen. Ich wollte gerade abhauen, als ich bemerkte, dass die Kameras die ganze Zeit an waren und die Kameramänner uns gefilmt hatten. „Ihr habt aber auch nichts Besseres zu tun, oder?!“, schrie ich heulend in die Kamera und rannte schließlich davon. Kurz vor dem Ausgang drehte ich mich noch einmal um. Logan war in sich zusammengesunken und vergrub das Gesicht in seinen Händen. Die Anderen starrten mich nur mit offenem Mund an, liefen dann schließlich aber auch zu Logan. Ich rannte. Weg von hier!

~Logans Sicht~

„Verdammt!“

-19.Kapitel-

-Ich muss mit dir reden!-

 

~Logans Sicht~

Alle kamen angelaufen und stellten sich im Kreis um mich. Kendall. James. Carlos. Erin. Katelyn. Langsam schloss sich der Kreis, den sie gebildet hatten und so verdeckten sie mir die Sicht auf Charlie, welche zur Tür rausstürmte. Ich war frustriert und vergrub mein Gesicht in meinen Händen: „Verdammt!“, stieß ich es aus, wütend über mich selbst und meine Handlungen. „Ich wusste gar nicht, dass du eine Freundin hattest“, fing Carlos an zu reden, der er vor Kurzem dazugestoßen war. „Ja…“, lachte ich einmal laut auf, „HATTE!“ Ich musste mich zusammenreißen, damit die Tränen nicht aus meinen Augen stiegen. „Sie war also gar nicht Schuld?!“, fragte ich teils mich teils Kendall. Er nickte betroffen: „Nein, es war meine Schuld!“ „So ein Mist und was mach ich jetzt?!“, fragte ich die Anderen hilflos. Alles zuckten nur mit den Schulter, bis mich jemand plötzlich am Arm packte und aus der Menge zog. Es war Kendall: „Komm mit!“, sagte er und lief voran. Ich folgte ihm in seine Kabine und er deutete mir, mich auf das Sofa zu setzen, das sich in dem Raum befand. Als ich mich gesetzt hatte, holte er einen Szuhl und zog ihn ganz nah ran an die Couch. Er setzte sich darauf und sah mir entschlossen in die Augen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl dabei. Er stütze schließlich den Kopf auf seine Hände, ohne von meinen Augen abzulassen. Endlich unterbrach er die peinliche Stille und fragte: „Wie lang seid ihr schon zusammen, du und Charlie? Ich meine… lang kann es ja nicht seien, oder?! Schließlich ist sie doch das Mädchen aus dem Flugzeug, wenn ich mich nicht irre.“ Ich sah ihn traurig an, denn egal wie lange wir schon zusammen waren, jetzt war es eh vorbei. Er nickte verständnisvoll, ohne noch eine Antwort meinerseits abzuwarten und sprach weiter: „Du magst sie wirklich, hm?“ Ich nickte, ohne groß darüber nachzudenken. „Aber was bringt mir das jetzt noch? Du hast sie doch gehört: Ich habe sie verloren!“ „Ach Quatsch!“, sagte Kendall daraufhin einfach, „Sie würde es doch gar nicht aushalten ohne dich“, ich schaute traurig zu ihm hoch und um zu unterstreichen, was er gesagt hatte, nickte er bestätigend und redete dann weiter, „Na klar. Ich hab doch gesehen, wie sie geweint hat, als du verletzt weggerannt bist. Sie wollte dich nicht verlieren. Ich glaube sie war eben nur nicht ganz sie selbst. Na los komm schon, ruf sie an und entschuldige dich bei ihr. Glaub mir, sie wird dir verzeihen“, sagte er und hielt mir herausvordernd sein Handy hin. Ich nahm es und tippte Charlies Nummer ein, die sie mir damals am Bach gegeben hatte. Es war eine deutsche Nummer, das würde teuer werden! Sie hatte mir erklärt, dass sie noch keine Zeit gehabt hatte, sich hier eine zu besorgen. Als die Nummer eingetippt war hielt ich mir das Handy ans Ohr. Doch Kendall streckte seine Hand danach aus und riss es von mir. Demonstrativ legte er es auf den Tisch und stellte es laut. Ich schaute ihn verwundert an, doch er sagte nur leise: „Na ihr seid so ein süßes Paar und ich will nicht das was zwischen euch kommt!“ Ich nickte dankend dafür, dass er so verständnisvoll reagiert hatte. Die Nummer wurde gewählt und kurze Zeit später meldete sich Charlie mit einem fragenden „Halloooo?“. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich realisierte, dass sie tatsächlich rangegangen war. Kendall musste mich in die Seite boxen, damit ich reagierte, denn ich hatte vergessen etwas zu sagen. „Hey Charlie. Ich bin’s Logan…“, presste ich es schließlich zwischen meinen Lippen hindurch. Ich starrte das Handy erwartungsvoll an, doch sekunden später gab es nur noch ein lautes Tuten von sich. Sie hatte aufgelegt. ~Charlies Sicht~

Ich war gerade zu Hause angekommen, als mein Handy klingelte. Ich bemerkte es erst nicht, denn der Klingelton war am Anfang sehr leise. Ich wollte in die Küche gehen, als plötzlich immer lauter „Love Letter“ von Heffron Drive zu mir drang. Ich sah mich verwirrt im Zimmer um, bis mir wieder einfiel, dass das Lied aus meinem Handy kam. Genervt durchwühlte ich meine Tasche nach dem tragbaren Telefon. Meine Stimmung besserte sich nicht gerade, als ich sah, dass ich die Nummer des Anrufers nicht kannte. Dennoch versuchte ich freundlich zu klingen und mit einem langgezogenen „Halloooo?“ meldete ich mich schließlich. … Es war Logan. Ohne ein Wort zu sagen legte ich auf. Ich hatte keine Lust mit ihm zu reden, auch wenn ich genau wusste, dass ich es irgendwann ja doch tun würde. Ich ging in mein Zimmer und schmiss mich auf das Bett. Ich drückte meinen Kopf ins Kissen und weinte, lange. So lange, bis alle meine Tränen aufgebraucht waren. Mein Handy hatte in der Zeit noch mindestens fünfmal geklingelt, doch ich ging nie ran. Ich wusste, dass es Logan war. Meine Tränen waren getrocknet, ich wollte ins Bad gehen, um mich frisch zu machen, als Logan ein sechstes Mal anrief. Diesmal sprach er auf den Anrufbeantworter. Dieser sprang an und ich konnte hören, was er sagte.

„Charlie… du hattest Recht, es war alles meine Schuld. Es tut mir so leid, dass ich dir nicht vertraut habe. Ich war so ein Sturkopf. Bitte Charlie, ich muss mit dir reden.“

Dann legte er auch schon wieder auf. Ich war verwirrt und wusste nicht, was ich nun denken sollte, also folgte ich einfach meinem eigentlichen Vorhaben und ging ins Bad.

Während ich mir gerade eine Hand kaltes klares Wasser ins Gesicht schmiss, fiel mir auf, dass ich hier noch immer keine wirklichen Freude gefunden hatte. Ich beschloss, endlich mal etwas zu unternehmen und an den Strand zu gehen. Ich schaltete meinen Laptop ein, um in Google Maps zu sehen, wie ich dorthin kam. Nachdem ich mir den Weg aufgeschrieben hatte, ging ich in mein Zimmer und suchte die Sachen zusammen, die ich mit nehmen wollte und schmiss sie in meine große Eastpak- Umhängetasche. Ich zog meinen Bikini schon zu Hause an, da ich nicht wusste ob und wenn ja wo ich mich dort umziehen konnte. Er war weiß, mit großen Hawaiiblumen in hellbalu, türkis, hellgün und braun bedruckt und am Bund und an den Trägern war er blau-weiß karriert. Ich band ihn auf dem Rüchen zusammen. Nun durchsuchte ich den Kleiderschrank nach etwas, dass ich darüberziehen konnte. Ich wollte erst erneut mein gestreiftes Strandkleid, doch den Gedanken verwarf ich, als ich aus dem Fenster schaute und sah wie windig es war. Stattdessen zog ich die zum Bikini passenden Badeshorts in einem hellen Blau an und ein schlichtes weißes T-shirt, welches mir über eine Schulter hing. Ich schnappt mir meine Tasche und hängte sie mir um. Als ich gerade dabei war, dass Apartment zu verlassen, fiel mir auf, dass mein Laptop noch immer an war. Aus irgendeinem Grund ging ich schnell noch auf twitter und postete, dass ich zum Strand ging.

…das sollte Folgen haben…

-20.Kapitel-

-Ich komme nicht mit!-

 

Nachdem ich meinen Laptop ausgeschaltet hatte, schnappte ich mir noch schnell meinen MP3Player und steckte mir die Stöpesl ins Ohr. Während ich das Apartment verließ, suchte ich nach einem Lied, dass zu meiner Stimmung passte. Schließlich blieb ich bei „Ich komme nicht mit“,von meiner deutschen Lieblingsband Madsen, hängen. Obwohl ich normalerweise immer relativ leise Musik hörte, drehte ich die Lautstärke ganz auf. Der Text dröhnte in meinem Kopf, während ich gemächlich zum Fahrstuhl ging:

Das es passierte, war doch klar

Nie bleibt es so, wie es einmal war

Zu lang hat sich nichts mehr bewegt

Deine Tränen kommen jetzt zu spät

Es liegt nicht an dir, es liegt nicht an mirMan kann nicht alles reparier'n

Viel Erfolg und mach es gut

Wenn du gehst, mach die Tür auch richtig zu…

Nach zehn Minuten Fußmarsch hatte ich schließlich den Strand erreicht. Der Sand war hell und sah fast weiß aus. Das Wasser schimmerte leicht türkisblau und es sah so wunderbar klar aus. Die Sonne ließ das Wasser glitzern. Der Strand war nicht sehr stark besucht. Nur wenige Menschen lagen auf ihren Strandtüchern oder im Wasser. Glücklich, über das wunderschöne Wetter und die Wärme der Sonne, breitete auch ich mein Strandtuch aus und legte mich darauf. Ich sonnte mich eine Weile lang, in der Hoffnung, dass mein Körper so vielleicht endlich mal ein wenig Farbe annahm. Doch nach kurzer Zeit wurde es mir zu langweilig und außerdem hatte ich meine Sonnencreme vergessen, also beschloss ich ins Wasser zu gehen. Ich zog T-shirt und Hose aus und lief zum kühlen Nass. Der Sand war heiß und ich hatte das Gefühl, als würde er Löcher in meine Füße brennen. Endlich kam ich am Wasser an und es verschaffte mir auch gleich die gewünschte Abkühlung. Das kalte klare Wasser umströmte meine Zehenspitzen. Einen Fuß vor den Anderen setzend, tauchte ich immer tiefer ein in das kühle Nass. Der Strand rückte in weite Ferne. Lange verharrte ich dort. Ich ließ mich im Wasser treiben, als mir der Abstand, zwischen mir und dem Sandstrand bewusst wurde, schwamm ich erschrocken so schnell wie möglich zurück. Dennoch brauchte ich gefühlte 20 Minuten, um das Trockene wieder zu erreichen. An meinem Handtuch angekommen, stellte ich fest, dass es schon fast 20 Uhr war. Ich schaute auf mein schwarzes Handydisplay und erkannte, dass meine Lippen eine unnormale blaue Farbe angenommen hatten. Das war mir gar nicht aufgefallen, denn die Sonne schien noch immer in voller Stärke, dennoch wurde es kälter und ich fing an zu zittern. Nachdem ich mich abgetrocknet hatte, wickelte ich mich in mein Badetuch ein und holte mein Buch aus der Tasche. Ich legte mich auf den Bauch und schlug das Buch auf.

Ich hatte schon etliche Seiten gelesen, als ein Schatten mein Buch streifte und dann auf ihm liegen blieb. Genervt verfolgte ich den Schatten bis zu seinem Ursprung. Auf Höhe meiner Augen sah ich zwei nackte Füße vor mir. Ich wollte hochsehen, um zu erfahren zu welchem Körper sie gehörten. Doch eh ich mit meinen Augen das Ziel erreichen konnte, beugte sich die Person zu mir runter… „Na was liest du da?“, fragte die Person mich frech grinsend.

-21.Kapitel-

-Ab geht's!-

„Na was liest du da?“, fragte die Person mich frech grinsend. Ich konnte nun endlich sein Gesicht sehen. Ich verlor mich in seinen beeindruckenden Augen, bis mir wieder einfiel, dass er mich etwas gefragt hatte. Ohne etwas zu sagen, hielt ich ihm das Buchcover vor die Nase. Er zog verwirrt seine Augenbrauen hoch und las laut vor: „Le petit prince?!“ Ich nickte: „In der Originalsprache ist es am besten!“, klärte ich auf. Er ging nicht weiter darauf ein und setzte sich stattdessen neben mich auf das Badetuch. Lange Zeit sagte er daraufhin nichts. Ich war es, die schließlich die Stille brach: „Wieso bist du hier?“, fragte ich, ohne eine Miene zu verziehen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis er antwortete. Ich befürchtete schon fast, er hätte meine Frage nicht gehört. Ich hasste es wenn Leute sich darüber aufregten, dass ich so leise sprach. Wären sie leiser, würden sie mich auch verstehen. Außerdem redete ich nicht sonderlich gerne und viel. Man kann sich schließlich auch ohne den Mund aufzumachen unterhalten. Ich schrieb lieber, als ich sprach. Das hatte ich Logan ja auch schon gesagt. ‚Logan!‘, seufzte ich, als sein Name durch meine Gedanken strich. Doch auf einmal holte mich mein Gegenüber aus den Gedanken in meinem Kopf heraus. Endlich antwortete er: „Ich dachte das wäre jetzt das Beste.“ Ich war verwirrt, denn da er so lange gewartet hatte mit seiner Antwort, hatte ich meine Frage schon längst wieder vergessen. „Warum sollte es das Beste sein?“, fragte ich ihn schließlich, als mir die Frage wieder eingefallen war. Er zuckte nur cool mit den Schultern, machte sich auf meinem Handtuch breit und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf. Auf dem Badetuch liegend, starrte er in den blauen Himmel. Es sah nicht danach aus, dass ich noch eine Antwort kriegen würde, also tat ich es ihm gleich. Wir lagen so lange da, bis die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand. Dann richtete er sich auf. „Ich möchte das klären!“, sagte er schließlich, woraufhin ich ihn erstaunt anguckte. „Wie du meinst“, sagte ich nach kurzem Zögern und ließ ihn reden. Seine Stimme war so wunderschön und sanft, dass ich sie einfach auf mich einwirken ließ, ohne ein einziges Wort zu sagen. „Also?!“, beendete er seine Geschichte und sah mich erwartungsvoll an. Ich nickte langsam: „Ich hätte das eh nicht lange ausgehalten!“,meine Stimme war leise, doch er hörte mich. ‚Man kann ihm einfach nicht lange böse sein‘, sagte ich mir in Gedanken, woraufhin sich ein breites Lächeln in meinem Gesicht ausbreitete. Doch dieses verschwand schlagartig: „Sag mal, woher wusstest du eigentlich, dass ich hier bin?“, fragte ich den jungen Mann dann. Er lachte schelmisch. „Hast du mich etwas gestalkt?“, kam mir der Gedanke. Daraufhin wurde sein Lachen lauter. „Nein, naja vielleicht doch. Ich hab mir die Widmung auf deinem Graffiti nochmal angesehen und da ist mir dein Name aufgefallen. Also hab ich einfach auf Twitter nach einem Mädchen mit dem Namen „Incroyable“ gesucht. Du warst der erste Treffer und ich hab dich sofort an deinem Profilbild erkannt.“ Ich musste grinsen. Es war das Bild vom Bach. Mit mir und IHM. Sanft sprach er weiter: „Ich bin also auf deine Seite gegangen und da hab ich dann deinen Tweet gelesen, dass du zum Strand gehst. Und…naja“, er lachte verlegen, „da bin ich!“ Ich schmunzelte ihn an. Die Sonne war nun endgültig untergegangen und es wurde kalt und dunkel. Er schien mein leichtes Zittern wohl zu bemerken und zog kurzerhand seine Jacke aus und legte sie mir um die Schultern. Dankend lächelte ich ihn an. Irgendwann holte er sein Handy raus und schaute auf die Uhr. „Schon 22.30Uhr?!“, schrie er sein Handy an. Dann atmete er tief durch und als er sich beruhigt hatte, fragte er mich ruhig: „Musst du nicht langsam auch nach Hause?“ „Ich muss, aber ich will nicht!“, sagte ich, denn der Moment gefiel mir viel zu gut und ich wollte nicht, dass er so jäh beendet wurde. „Ich bring dich auch nach Hause, na komm schon!“, sagte er entschlossen und sprang auf, um mir gleich darauf demonstrativ die Hand hinzuhalten. Seufzend ergriff ich seine Hand und so schlenderten wir gemeinsam zu mir nach Hause.

Als wir vor dem Apartmenthaus, in dem ich wohnte, angekommen waren, zog ich ihn in eine feste Umarmung. Ich näherte mich ihm und flüsterte ein leises „Danke!“ in sein Ohr. Er lächelte mich breit an. Glücklich, drückte ich ihm einen Kuss auf die Wange. Als ich mein Gesicht wieder von seinem entfernte, hielt er sich mit einem verlegenen Lächeln die Wange, an der eben noch meine Lippen gewesen waren. Auf einmal entstand bei mir der Eindruck, als würden wir beobachtet werden. Mit einem fröhlichen „Tschüss!“ verabschiedeten wir uns voneinander und ich ging hoch in mein Apartment.

Am nächsten Tag stand ich früh auf. Als ich fertig war mit duschen, frühstücken, anziehen… musste ich feststellen, dass ich noch eine halbe Stunde Zeit hatte, eh ich zur Arbeit musste. Gelangweilt sah ich aus dem Fenster, als zirka fünf Minuten später meldete sich François durch die Sprechanlage. „Bonjour Madame Charlie. Ich habe hier unten einen jungen Mann, der sie gern sehen würde. Soll ich ihn hochschicken?“ Ich schmunzelte: „Wer ist es?“ „Er möchte sie überraschen, sagt er.“ „Na gut“, sagte ich, amüsiert lachend über sein französisches Englisch, „Schicken Sie ihn hoch!“ Ich war gespannt wer es war und hoffte insgeheim, dass dieser Jemand nicht vorhatte länger zu bleiben, da ich bald zur Arbeit musste. Als ich die Tür öffnete, stand ein breitgrinsender Logan im Türrahmen. Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Charlie, es tut mir so…“, fing er an, doch ich unterbrach ihn, indem ich meine Lippen auf seine presste. „Scheiß drauf!“, sagte ich glücklich, als ich mich von ihm löste. Er schaute mich überwältigt an. Bis ich ihm eine Backpfeife verpasste. „AU!“, schrie er entsetzt wie ein Mädchen. „Womit hab ich das verdient?“, schmollend rieb er sich seine Wange. Ich lächelte und musste ihn dafür einfach umarmen. „Man kann dir einfach nicht lange böse sein!“, flüsterte ich ihm in sein Ohr. Dafür küsste er mich. So lange, bis uns die Luft ausging. „Also…!“, fragte ich, nachdem er sich auf die Couch gesetzt hatte und ich die Tür hinter ihm schloss, „Wieso bist du hier?“ „Naja eigentlich, wollte ich mich nochmals bei dir entschuldigen… aber das scheint sich erledigt zu haben, er lachte mich frech an, „Und des weiteren hat Kendall mich gebeten, dich was zu fragen…“ „Aha“, ich sah ihn erstaunt an, „Und was?“ „Er will wissen, wie deine Eltern heißen und ob dein Vater noch bei euch wohnt.“ Ich war verwundert: „Ähm, okay… Mein Vater heißt Thomas und meine Mutter Sarah. Ich hab meinen Vater nie kennengelernt, aber meine Mutter meinte, er würde in den USA leben. Wieso will er das wissen?“ Logan zuckte mit den Schultern: „Kein Plan, er hat mir nur gesagt, dass ich dich das fragen soll, wenn ich zu dir gehe.“ Ich musste ihn einfach in eine lange Umarmung ziehen. „Ich bin so froh, dich wiederzusehen!“ Er lachte schelmisch: „Du hast mich doch erst gestern gesehen!“ „Na und?!“ Ich genoss die Wärme, die von ihm ausging. „Weißt du…“, fing er zögernd an, „dass die Kameras noch liefen, als wir uns gestritten haben?!“ Ich nickte ‚Nervige Dinger!‘. „Unser Regisseur hat sich das nochmal angeguckt und meinte, dass du richtig gut warst. Er wollte sowieso für die nächste Staffel noch einen neuen Charakter einführen.“ Ich nickte, obwohl mir nicht ganz klar war, was er damit meinte. „Du wärst perfekt dafür und er will, dass du heute vorbeikommst, damit er dich noch mal ein paar Szenen spielen lassen kann, aber deine Chancen würden sehr gut stehen!“ Er sprach so schnell, dass die Informationen eine Weile brauchten, bis sie bei mir ankamen. Als sie dann endlich mein Gehirn erreicht hatten und mir langsam bewusst wurde, was sie bedeuteten, klappte mir Kiefer runter. Mit offenem Mund starrte ich Logan an. Ich schluckte schwer . „Also kommst du mit?!“ Meine Mimik veränderte sich nicht und ich blieb stumm. „Ich nehm das als JA wenn du jetzt nichts sagst …“, meinte Logan lachend, doch mein Gesicht blieb versteinert. „Na gut, wie du willst!“, sagte er schließlich und zog mich lachend, am Handgelenk aus der Wohnung. „Ich hab schon bei deiner Arbeit angerufen, es geht klar, dass du heute Urlaub nimmst. Also fahren wir gleich zum Studio für ein paar Probeaufnahmen!“, erklärte er mir auf dem Weg zu seinem Auto. Ich schluckte nochmals schwer und stieg, noch immer schweigend, ins Auto. ‚OH MEIN GOTT!‘

-22.Kapitel-

-five colours in her hair-

 

Am Auto angekommen musste ich feststellen, dass es gar nichts Logans Auto war, sondern eine schwarze Limousine mit verdunkelten Scheiben. Mit hochgezogenen Augenbrauen sah ich Logan an, doch der grinste mich nur frech an und setzte sich hinein. Mit der Hand klopfte er auf den Sitz neben sich und wies mich an, mich neben ihn zu setzen, was ich auch tat. Das Leder der Sitze war weich und es ging eine gewisse Wärme von ihm aus, was mich ein wenig verstörte. ‚Nicht das hier irgendwer hingefurzt hat‘, dachte ich mir und musste kichern über den Gedanken. Logan sah mich fragend an. ‚Stimmt ja‘, dachte ich und wurde rot um die Nase, ‚er kann meine Gedanken ja gar nicht hören.‘ Erneut musste ich kichern. Logan wusste noch immer nicht was los war, doch statt ihm zu antworten schüttelte ich nur den Kopf. Ein Glück, gab er sich damit zufrieden. Der Fahrer, welcher ein großer Mann mit Glatze und dunklerer Haut war, startete den Wagen. Er roch nach Qualm, sodass ich das Gesicht verzog. Ich schaute zu Logan und musste feststellen, dass er dasselbe tat. Als auch er das bemerkte fingen wir beide an zu lachen. Mit der Hand versuchte er den Gestank zu vertreiben, als ihm das nicht gelang, fuhr er einfach das Fenster, was uns von dem Fahrer trennte hoch. Als die Scheibe zu war, ergriff er das Wort, ohne den Blick vom Fenster zu wenden: „Also für Nickelodeon zu arbeiten ist ja schon echt ‘ne tolle Sache,“ fing er an, „aber die Sache mit den Fahrern sollten sie echt noch mal überdenken!“ Ich musste lachen, nicht unbedingt wegen dem, was er gesagt hatte, sondern viel mehr, weil es so süß aussah, wie er ins Leere starrte. Er stimmte mit ein in mein Lachen. Dann fing er schlagartig auf zu lachen, richtete sich auf und sah mich mit ernstem Blick an –er sah aus wie ein Lehrer- doch das führte nur dazu, dass ich noch lauter lachte. Schließlich schüchterte mich seine Blick dann aber doch etwas ein, ich wurde stumm und schaute ihm tief in die Augen. Er lächelte kurz auf, als er bemerkte, dass er die gewünschte Wirkung erzielt hatte, dann wurde er wieder ernst und fing an zu reden: „So Charlie, ich werde dir jetzt mal erklären, wie das jetzt gleich ablaufen wird“, ich nickte und er fuhr fort, „Der Regisseur meinte, du wärst gut gewesen, deine Chancen stehen relativ gut. Trotzdem will er noch mal ein kleines Casting für die Rolle machen“, ich nickte erneut und wartete darauf, dass er weiterredete, „das heißt als, dass du in einen Raum reinkommen wirst, wo dann der Regisseur, ich, Kendall, Carlos und James und noch ein paar Andere aus der Serie sitzen werden und dann geben sie dir eine Szene vor. Du kriegst dann einen Zettel, auf dem dein Text steht und den musst du dann vortragen. Das muss nicht unbedingt was mit der Serie zu tun haben. Ich hab damals zuerst eine Szene aus >Jekyll & Hyde

-23.Kapitel-

-Das Phantom des Strandes-

Seit einer Woche hatte ich Logan nicht mehr gesehen. Was aber nicht daran lag, dass er mich einfach zu einem Casting geschleppt hatte, ohne mich zu fragen, ob ich das überhaupt wollte, sondern daran, dass wir beide arbeiten mussten. Trotzdem hatte er sich später ganz dolle entschuldigt. Natürlich hatte ich ihm verziehen, ich konnte ihm nicht lange böse seien, es ging einfach nicht. Dennoch nahm ich mir vor, ihn wenn noch einmal etwas Derartiges passiert nicht so einfach davon kommen zu lassen.

Geschafft kam ich von der Arbeit nach Hause. Meine Sachen schmiss ich einfach in die Ecke und mich auf das Sofa. Endlich konnte ich mal ein wenig entspannen, denn die Arbeit machte zwar Spaß, aber sie war auch nicht gerade einfach. Auf einmal kam ein Summen aus der Sprechanlage: François! Genervt richtete ich mich auf, als mir einfiel, dass es Logan seien könnte, der mich besuchen wollte. So schnell ich konnte sprintete ich zur Tür und drückte dann, ohne mir anzuhören, was François zu sagen hatte, auf den Knopf, der dem Besucher erlaubte einzutreten. Ungeduldig wartete ich hinter der Tür darauf, dass er endlich an meiner Tür ankam. Wieso freute ich mich denn nur so unglaublich?! Es war ja nicht so, dass ich in die ganze Woche über nicht gesehen hatte, schließlich gab es Skype. Aber irgendwie musste ich feststellen, dass Internet und reales Leben schon ein ganz schöner Unterschied sind. Endlich klingelte es an meiner Tür. Ich fuhr mir noch einmal mit der Hand durch die Haare und öffnete dann aufgeregt die Wohnungstür. Ich grinste über das ganze Gesicht… bis ich erkannte, wer da wirklich im Türrahmen stand. Meine Enttäuschung überspielend, begrüßte ich ihn: „Hey Kendall“, ich brachte ein schwaches Lächeln hervor, „wie geht’s? Was führt dich hier her?!“ Er wirkte besorgt: „Wir haben ein Problem!“, meinte er knapp und hielt mir die heutige Zeitung vor das Gesicht. Fragend blickte ich ihn an, doch schon rauschte er an mir vorbei und ließ sich auf dem Sofa nieder. Sein Gesicht in den Händen vergruben meinte er: „Lies einfach!“ Ich tat wie mir geheißen und lies mir die heutige Schlagzeile durch:

„Hat Big Time Rush Star Kendall Schmidt eine neue Freundin?“

Geschockt sah ich zwischen der Zeitung und Kendall hin und her. „Guck dir die Bilder an!“, meinte er und blätterte auf die nächste Seite. Ich sah mir entsetzt jedes einzelne Bild an. Bilder von Kendall und mir am Strand. Bilder, wie Kendall mir seine Jacke um die Schultern legte, weil ich fror. Bilder, wie ich Kendall vor meinem Apartment umarmte und ein Bild, wie ich ihm einen Kuss auf die Wange drückte. Sprachlos sah ich Kendall an, welcher anfing zu lachen, doch ich erkannte, dass ihm eigentlich nicht danach zu Mute war. „Wundert mich, dass die das erst jetzt abgedruckt haben, schließlich ist das schon ‘ne Woche her… Aber wahrscheinlich brauchten sie noch mehr Beweise, damit sie das hier schrieben können…“, er blätterte noch eine Seite um.

„Wer ist also die geheimnisvolle Unbekannt?! Aus verlässlichen Quellen haben wir erfahren, dass ihr Name wohl Charlie Ann ist. Sie soll letzte Woche mit Schmidts gutem Freund Logan in ihrem Hotel gesehen worden sein. Ihrer Aussage nach, wird sie in der nächsten Staffel von Big Time Rush auch eine Rolle übernehmen. Haben Logan und sie also nur geübt, oder hintergeht sie ihn schon jetzt mit seinem besten Freund?! Wir bleiben dran!“

„Oh mein Gott! Was… was sollen wir jetzt machen?“, fragte ich Kendall hilflos. Doch er ergriff nur meine Hand und zog mich vom Sofa. „Weißt du Charlie, wenn wir Glück haben, dann lässt sich die Sache ganz leicht klären!“ Wie meinte er denn das jetzt?! Kendall hatte wohl meinen verwirrten Blick gesehen und meinte: „Alles wird gut, okay? Wir beide wissen, dass es nicht stimmt, was sie da geschrieben haben und das ist erst einmal das wichtigste. Und jetzt komm!“, mit diesen Worten zog er mich aus meiner Wohnung. „Kendall, wohin gehen wir denn?!“ „Ich will, dass du mitkommst. Heute kriegen wir die Ergebnisse vorgelegt und ich will, dass du dabei bist. Schließlich betrifft es ja auch dich“, sagte er wie selbstverständlich und als würde ich tatsächlich verstehen, was er damit meinte. Die Arbeit, zu der ich eigentlich musste, schien jetzt nur noch Nebensache zu sein.

Draußen angekommen, wurde mir zumindest schon mal klar, was die Zeitschriften mit „Wir bleiben dran!“ meinten. Denn das ganze Haus war von Paparazzi umstellt. Mit ihren Kameras gingen sie förmlich auf uns los. Die gigantischen Mikros bekam ich fast gegen den Kopf geschleudert. Und mit Fragen wurde ich gelöchert.

Natürlich war es für unsere Situation nicht gerade förderlich, dass Kendall meine Hand hielt, während wir in sein Auto stiegen. Zum Glück waren die Scheiben getönt, sodass man uns von außen nicht mehr sehen konnte. Logan würde das sicher nicht gefallen, dachte ich mir und sofort wurde meine Vermutung bestätigt, indem ich von ihm einen Anruf bekam.

-24.Kapitel-

-Geschwisterliebe und Zwillingsgespräche-

 

Ängstlich nahm ich den Anruf an und stellte sofort auf Lautsprecher. Kendall sollte mich verteidigen, falls es allzu schlimm kommen sollte. „Logan, es tut mir leid… es ist nicht das, wonach es…“, stotterte ich mir meine Entschuldigung zusammen, als Logan mich plötzlich, meiner Meinung nach viel zu freundlich, unterbrach: „ Hey Charlie. Alles okay. Kendall hat mir schon alles erklärt…“ WAS?! Ich wollte ihn gerade fragen, was er denn genau damit meinte, da hatte er auch schon aufgelegt. Verwirrt sah ich Kendall an, der ja anscheinend mehr wusste als ich, doch dieser grinste nur verschwörerisch. Es sah so aus, als hätte er nicht vor, mir zu verraten, was hier gespielt wurde. Wieso schienen alles außer mir zu wissen, was hier los war?!

Gut zwanzig Minuten später hielt das Auto vor einem großen grauen Haus. Kendall deutete mir das Haus zu betreten, während er das Auto parkte. Ich betrat den Eingangsbereich, welcher sehr geräumig war und bis auf ein paar Stühle, Pflanzen und eine Art Rezeption, an der eine ältere Dame saß. „Kann ich etwas für dich tun?!“, fragte sie gelangweilt, während sie auf ihrem Kaugummi rum kaute. Ich wollte gerade etwas erwidern, als ich einen Arm auf meiner Schulter spürte und die vertraute Stimme Kendalls, die meinte, wir hätten einen Termin. „Name?!“, sie schien leicht genervt zu sein. „Schmidt!“, meinte Kendall. Schmidt?! Wieso sagte er denn meinen Namen? Hatte er etwa für mich einen Termin gemacht?! Ich war mehr als verwirrt und außerdem wusste ich noch immer noch nicht, wo wir hier überhaupt waren. „Den Flur entlang und dann links. Herr O’Donnel wird sie dort empfangen!“ Kendall nickte ernst und zog mich am Handgelenk den Gang lang.

Abrupt blieb er vor einer Tür stehen, auf der groß „Geschwisterdiagnostik“ stand. Was hatte das zu bedeuten? Er klopfte, betrat dann aber, ohne eine Antwort aus dem Inneren des Raumes abzuwarten, ein. „Ah. Herr Schmidt. Ich habe sie schon erwartet. Setzen sie sich doch.“ Kendall tat, wie ihm geheißen und setzte sich auf einen der Stühle, die vor dem großen Schreibtisch standen. „Guten Tag Mister O’Donnel. Ich habe sie gleich mitgebracht, falls das okay ist?!“ Kendall schaute den Mann fragend an, welcher freundlich nickte. SIE? Meinte er damit mich?! Und wieso um alles in der Welt wurde er mit Herr Schmidt angeredet?! „Ja natürlich. Überhaupt kein Problem. Bitte setzen sie sich doch, dann können wir auch gleich anfangen“, er sah mir freundlich in die Augen und zeigte dann mit der flachen Hand in Richtung Stuhl. Vorsichtig setzte ich mich neben Kendall auf einen der Stühle.

„So…“, fing er an, „wie heißen sie denn eigentlich, wenn ich fragen darf?“, meinte er an mich gerichtet. Ich nickte und nannte ihn dann brav meinen vollständigen Namen. „Aha“, erwiderte er darauf und nickte übertrieben oft, „das ist ja interessant…“, murmelte er mehr zu sich, als zu uns. Ich warf ihm einen verwirrten Blick zu, doch er achtete nicht weiter auf mich, sondern drehte sich zu seinen Ordnern um und schien nach etwas zu suchen. „Aha. Da haben wir es ja!“, meinte er nach einer Weile und drehte sich, mit einem Ordner in der Hand, wieder zu uns um. Ohne uns zu erläutern, was es denn nun genau war, was er da gefunden hatte, schlug er den Ordner auf und blätterte ihn durch. Schließlich heftete er eines der Blätter aus und strich es glatt. „Sind sie bereit?“, fragte er uns. Ich kam mir in diesem Moment richtig verarscht vor. Wozu denn bereit?! Würde mich hier bitte mal jemand aufklären? Doch ehe ich ihn fragen konnte, antwortete Kendall auch schon in Form eines Nickens. „Gut. Gut. Ich kann ihnen Herr Kendall Francis Schmidt und ihnen Miss Charlotte Annie Schmidt freudiger weise mitteilen, dass…“

„Moment mal… wieso nennen sie ihn ständig Herr SCHMIDT?! Sie tun ja so, als wär er mein…“, unterbrach ich ihn, doch er redete unbeirrt weiter, „… dass sie Beide, Geschwister sind.“ Er lächelte uns freundlich an und Kendall tat es ihm gleich. Ich wollte meinen Mund gerade ebenfalls zu einem Lächeln verziehen, als mir bewusst wurde, was der Mann da eben gesagt hatte. „WAS?!“, kreischte ich verwirrt, doch Kendall fing nur an zu kichern. „Wir sind Geschwister, Lotte“, meinte er und lächelte mich an.

Ich machte eine krause Stirn und deutete somit an, dass ich eine Erklärung wollte, welche ich dann auch bekam: „Schon als ich dich das erste Mal gesehen habe, ist mir die Ähnlichkeit zwischen uns aufgefallen. Und als ich dann auch noch herausfand, dass du ebenfalls Schmidt heißt und deine Eltern ebenfalls Thomas und Sarah heißen und dein Vater nicht mehr bei euch wohnt, wurde ich hellhörig. Dann hab ich einen Geschwisterschaftstest machen lassen und… du siehst ja, was dabei herausgekommen ist…“, erklärte er mir lächelnd. Geschwisterschaftstest? So was gibt’s?! „Und wie kommt das?“, ich wusste nicht, ob er verstand, wie ich die Frage meinte, doch er tat es.

„Unsere Eltern waren schon seit der High-School zusammen. Unsere Mutter wurde kurz nach dem Abschluss schwanger. Mit Kenneth. Dad hat mir erzählt, dass es sehr schwer war für ihn und Mum. Sie waren noch so jung und hatten schon ein Kind. Ein Jahr darauf kam dann aber auch noch Kevin und dann ich. Dad hatte da mittlerweile einen passablen Job gefunden, doch Mum blieb zu Hause, um sich um uns kümmern zu können. Das hat auch ganz gut geklappt, aber irgendwann wurde es ihr zu viel. Sie wollte eine Auszeit nehmen. Zurück nach Deutschland, wo sie eigentlich auch herkam, zurück zu ihrer Familie… Sie ist nicht wieder zurück gekommen… Ich vermute, da war sie schwanger mit dir und ist bei ihren Eltern geblieben, die sie dann unterstützt haben. Dad meinte, er hatte öfters Briefe von ihr gekriegt, doch sie nie beantwortet. Er fühlte sich von ihr verlassen. Betrogen! Er kannte die Wahrheit. Er wusste, dass sie mit dir schwanger war, doch er dachte, dass das Kind von einem Anderen wäre…Wenige Monate später sind wir dann umgezogen, er wollte Mum nie wiedersehen, doch ich kann mir vorstellen, dass es ihr das Herz gebrochen hat. Ich habe sie nie wieder gesehen…“, endete er.

Oh ja. Es hatte ihr das Herz gebrochen. Sie redete noch immer fast jeden Tag von ihm. Seit dem sie von ihm gegangen war, hatte sie keinen Mann mehr gehabt, so sehr liebte sie ihn. All die Jahre hatte sie mit mir in einer kleinen Dreizimmerwohnung in Deutschland gewohnt. Sie war alleinerziehende Mutter… bist jetzt. Und ich war Einzelkind… bis jetzt. Auf einmal sollte ich Geschwister haben? Nein, das konnte ich nicht glauben. Doch der Test bestätigte es.

Kendall und ich hatten uns mittlerweile wieder zum Auto begeben. „Kenneth, Kevin, Kendall… alle mit K…“, murmelte ich vor mich hin, „und ich?!“ Kendall fing an zu kichern: „ Du auch!“ Erneut war ich verwirrt. Das schien langsam zu einem Dauerzustand zu werden. „Charlotte! Das wird mit C geschrieben Kendall du Schlaumeier!“ Er schüttelte entschlossen den Kopf: „Du schreibst es vielleicht mit C, aber eigentlich wird es mit K geschrieben… Die Idee mit denselben Anfangsbuchstaben, kam von Dad. Er hat mir erzählt, dass es ihr nie besonders gefallen hat. In einem der Briefe hatte sie ihm geschrieben, dass sie dich Charlotte nennen würde. Aber dass er dich immer Karlotte nennen dürfte“, er lächelte sanft. Das e betonte er nicht und durch das K klang es härter… kantiger. „Ich wird dich Lotte nennen!“, meinte er schorf, sodass es keine Widerrede zuließ. Also stimmte ich einfach zu. „Gut. Dann nenn‘ ich dich Kenny!“, beschloss ich, worauf er laut loslachte und den Motor anließ. „Wir machen irgendwann mal ein Familientreffen, ja?! Dann triffst du auch deine anderen neuen Brüder!“, klärte er mich auf und fuhr mich dann nach Hause. Ich brauchte jetzt erst einmal etwas Zeit für mich. Sobald ich zuhause angekommen war, stellte ich meinen Laptop an und loggte mich bei Skype ein. Ich musste jetzt unbedingt mit jemandem reden und ich hatte Glück. Jerrica und Darleen, meine zwei besten Freundinnen waren auch gerade online. Ich fragte mich, wie viel Uhr es jetzt gerade bei ihnen in Irland war. Schließlich war es eine ganzschöne Zeitumstellung. Zwischen den USA und Irland. Ohne weiter darüber nachzudenken, ob ich sie denn nun störte oder nicht, rief ich sie an. Zum Glück nahmen sie auch sofort an. „Hey Jerry, hey Darry!“, nannte ich sie bei ihren Spitznamen und es verwunderte mich fast ein wenig, dass sie beide vor der Kamera anzutreffen waren.

Sie waren zwar Zwillinge, doch unternahmen nur selten etwas zusammen. Ihren Geburtstag feierten sie meiner Meinung nach nur zusammen, weil es sich nicht anders einrichten ließ und sie trugen auch völlig unterschiedliche Klamotten. Darleen liebte zwar bunte Farben, doch sie würde nie so knallig bunte Sachen in der Öffentlichkeit tragen. Meist trug sie nur schwarz oder weiß. Jerrica hingegen liebte Farben und zeigte das auch. Ich kannte wohl keinen auf der Welt, der bunter gekleidet war. Außer vielleicht Lady Gaga und die Jedward Zwillinge. Ihre Familie war schon ein wenig merkwürdig. Ihre Mutter hatte bis auf den ältesten Bruder(Frederick) nur Zwillinge zur Welt gebracht. Darry und Jerry waren zweieiig. Doch die beiden Schwestern der beiden(Ally und Avery) waren eineiige Zwillinge und süße sieben Jahre alt. „Charlie!“, quiekten die beiden übertrieben fröhlich, was mich aus meinen Gedanken riss. „Was gibt’s?!“, meinten sie und ich war erst einmal durcheinander, bis mir auffiel, dass ich es ja war, die die beiden angerufen hatte. „Ihr glaubt nicht… was mir… passiert ist!“, japste ich, als wäre ich eben noch einen Marathon gelaufen. Sie sahen mich erwartungsvoll an, erwiderten jedoch nichts.

„Also zuerst mal: die USA ist toll!“, erklärte ich den beiden. Ich hatte sie damals bei einem Schüleraustausch in England kennengelernt. Oder besser gesagt: Sie waren meine Tauschschwestern gewesen. Das war jetzt ungefähr vier Jahre her und seit dem waren wir beste Freundinnen und hatten uns mittlerweile schon öfter wieder einmal getroffen. Ich habe mitbekommen, dass vor einem Jahr, wegen ihrer Eltern, nach Irland gezogen waren. Darry meinte Irland wäre toll, doch Jerry war mal wieder anderer Meinung. „Und was ist dir jetzt passiert?!“, fragte Jerrica ungeduldig. „Achso. Ja… Ich hab jetzt einen Freund“, erklärte ich begeistert. „Uhi. Das ist aber toll. Wer ist es?!“, kreischten sie zusammen los. Wieso waren sie denn nur so gut drauf?! „Kennen wir ihn?!“, fragte Darleen aufgeregt. Ich nickte. „Wahrscheinlich. Es ist nämlich Logan Henderson. Ihr wisst schon… der von Big Time Rush!“ Die Schwestern sahen sich verwirrt an. „Logan Henderson? Big Time Rush?! Sag mal, kennst du die Darry?!“, fragte Jerrica ihren Zwilling. Doch sie schüttelte nur den Kopf. „Noch nie von gehört. Was ist den Big Time Rush?!“ Meine Augenbraue schnellte in die Höhe. Gerade wollte ich sie fragen, wie man sie denn nicht kennen konnte, als mir bewusst wurde, dass ich sie vor ein paar Wochen ja selber noch nicht gekannt hatte. „Sie sind eine Band. Sie sind ziemlich berühmt geworden, durch ihre gleichnamige Serie“, erklärte ich geduldig. „Ne, also da macht bei mir nichts klick“, meinte Jerry und so beließen wir es dabei.

Tag der Veröffentlichung: 16.09.2011

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Annika

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