Alexander Engel

„Herr Adam und Frau Eva“ erschien 1920 in Wien bei WILA, im ersten bis dritten Tausend, gedruckt bei der Gesellschaft für graphische Industrie in Wien VI. Der Band sammelt Aphorismen über Männer und Frauen und ist in Kapitel gegliedert, darunter „Der Apfel der Eva“ und „Der Park der Erkenntnis“. Der Ton ist der des Wiener Feuilletons: kurze, zugespitzte Sätze, die am Ende umschlagen. Gleich zu Beginn wendet sich der Text an die Zensur und bittet sie höflich, dieses Kapitel doch zu überblättern. Die Sätze selbst leben von Umkehrung und Widerspruch, etwa „Eine Frau ist nur schön, wenn sie schöner ist“ oder „Das Herz ist die Heimat der Frau, aber es gibt Frauen, die in ihrem Patriotismus zu weit gehen“. Auch die damals junge Psychoanalyse bekommt einen Seitenhieb ab, als schöne wissenschaftliche Ausrede. Über den Verfasser teilt der Band nichts mit, nur den Vermerk, dass alle Rechte, besonders das der Übersetzung, vorbehalten seien, und die Verlagsnummer 49.

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