Hermann Löns

Hermann Löns wurde 1866 in Kulm an der Weichsel geboren und kam als Kind nach Deutschland. Ein Medizinstudium brach er ab und ging zur Zeitung: in Hannover schrieb er als Redakteur Lokales, Feuilleton und vor allem Naturbeobachtung, und daraus wurden seine Bücher. Er war Jäger und zugleich einer der ersten deutschen Naturschützer, der gegen die Entwässerung der Moore und die Zerstörung der Heide anschrieb, lange bevor das ein Thema war. Bekannt machten ihn der Bauernroman Der letzte Hansbur und die Bauernchronik Der Wehrwolf, dazu die Tiergeschichten um Mümmelmann und Hunderte kurzer Naturschilderungen. 1914 meldete sich der Achtundvierzigjährige freiwillig zum Kriegsdienst und fiel wenige Wochen später bei Reims. Sein Werk wurde später von den Nationalsozialisten vereinnahmt, die ihn zum Vorläufer erklärten und seine Gebeine 1935 in die Lüneburger Heide überführen ließen. Das geschah lange nach seinem Tod und ohne sein Zutun; die Bücher selbst sind alle vor 1914 geschrieben.

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