Der Spiegel des Cyprianus von Theodor Storm, Buchcover
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Der Spiegel des Cyprianus

Erstveröffentlichung
1865
Seiten
31

Über dieses Buch

Das Grafenschloss, eigentlich eine Burg, liegt frei auf der Höhe, uralte Föhren und Eichen ragen aus der Tiefe, und über Wäldern und Wiesen liegt der Sonnenglanz des Frühlings, doch drinnen waltet Trauer, denn das einzige Söhnlein des Grafen ist von unerklärlichem Siechtum befallen, dessen Ursprung selbst die vornehmsten herbeigerufenen Ärzte nicht erkennen können. Im verhangenen Gemach liegt der Knabe schlafend mit blutlosem Antlitz, während zwei Frauen ihn mit gespanntem Blick betrachten: die eine alt, in der Kleidung einer vornehmeren Dienerin, die andere die Dame des Hauses, fast noch jung, doch mit Spuren vergangenen Leides im blassen Gesicht. Einst hatte der Graf um sie geworben, sich aber kurz vor dem entscheidenden Wort abgewandt, weil eine reichere Dame ihn in ihr Liebesnetz verstrickte; als aber diese nach der Geburt des kleinen Kuno am Kindbettfieber starb, holte der Graf die einst Verschmähte als Mutter für sein verwaistes Söhnlein zurück, und sie vergab ihm und wurde sein Weib.

Über den Autor

Theodor Storm

Theodor Storm (1817–1888) war ein deutscher Schriftsteller und Lyriker und zählt zu den bedeutendsten Vertretern des bürgerlichen und poetischen Realismus. Der gebürtige Husumer ist vor allem für seine stimmungsvollen Novellen und Gedichte bekannt, die häufig in der Landschaft Schleswig-Holsteins angesiedelt sind.

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Angaben zum Buch

Erstveröffentlichung
1865
Seiten
31
Sprache
Deutsch
Formate
PDF, EPUB, Online lesen