
Hinzelmeier: eine nachdenkliche Geschichte
In einem alten, weitläufigen Haus wohnen Herr Hinzelmeier und die schöne Frau Abel, schon fast zwölf Jahre verheiratet, und obwohl die Leute der Stadt ihnen zusammengerechnet fast achtzig Jahre nachsagen, sind beide noch immer jung und schön, ohne ein Fältchen auf der Stirn. Die Stadtkaffeetanten reden sich das nicht mit rechten Dingen zugehend ein: Die eine vermutet einen Jungbrunnen im Hof, die andere eine Jungfernmühle, die dritte, dass der kleine Hinzelmeier mit einer Glückshaube geboren sei, die die Eltern nachts abwechselnd trügen. Der kleine Hinzelmeier selbst findet nichts dabei, dass seine Eltern immer jung sind, doch auch er trägt sein eigenes Rätsel mit sich, das er vergeblich zu lösen sucht. Eines Herbstnachmittags sitzt er im Korridor und spielt Einsiedler, da die graue Katze in den Garten geschlichen ist, und sieht plötzlich seine Mutter mit raschen Schritten vorübergehen, ohne auf seinen Ruf zu hören.






