
Deutscher Mondschein
von Wilhelm Raabe

Hans Volk liegt mit Schlafmütze in einem Zimmer mit Steinwänden und Karyatiden und schläft. Sein Jugendfreund Aufrecht kehrt von langen Reisen zurück und findet ihn in einer Irrenanstalt wieder, eingeliefert vom Verwalter Theodor, weil sich in der Familie Volk der Irrsinn angeblich seit Äonen erblich zeige. Der Gewissensrath Kriechel mahnt bei jedem Wort zur Ruhe, Doctor Censur und Doctor Polisëi bescheinigen eine Hals- und Lungen-Schwindsucht, obwohl Hansens Gähnen die Fensterscheiben klirren lässt. Sprechen ist dem Kranken verboten, und was er auf die Tafel schreibt, wischt der Doctor mit dem nassen Schwamm wieder ab. Dulk schreibt den ganzen Einakter in Versen, bis hin zum Chor der Wände.