
Faust: Der Tragödie erster Teil
von Johann Wolfgang von Goethe

Iwan Wassiljitsch Lomow erscheint im Frack und in weißen Handschuhen bei seinem Nachbarn Stepan Stepanowitsch Tschubukow, um die Hand von dessen Tochter Natalia Stepanowna zu erbitten. Zum Antrag kommt er nie. Er erwähnt seine Ochsenwiesen, Natalia besteht darauf, dass das Stück Land seit dreihundert Jahren ihrer Familie gehört, und aus dem Werben wird ein Streit über Großmütter, Bauern und einen alten Ukas. Später geht es um die Jagdhunde Ugadai und Otkatai. Lomow zählt sein Herzklopfen und sein gelähmtes Bein auf, bis er ohnmächtig umfällt, worauf Tschubukow die Hände der beiden ineinanderlegt und nach Champagner ruft. Gespielt wird auf Tschubukows Landsitz in Russland; die deutsche Uraufführung gab 1900 die Berliner Sezessionsbühne.