
Verstand schafft Leiden, Schauspiel in vier Akten
Das Stück spielt in Moscau, im Hause Fámussoffs, etwa zehn Jahre nach dem französischen Kriege. Es beginnt vor Tag: Lisette, Sophiens Kammermädchen, ist auf einem Stuhl eingeschlafen, stellt die Wanduhr vor und lässt das Glockenspiel laufen, damit ihre Herrin und der Sekretär Moltschálin sich endlich trennen. Fámussoff kommt im Schlafrock dazu, schäkert mit Lisette, schimpft über französische Lektüre und Bücherläden und trifft dann Moltschálin doch noch im Saal an. Angekündigt sind auch Sophiens Jugendfreund Tschátzki, Oberst Scalosúb, Repetíloff und die Fürstin Tugoúchoffski mit sechs Töchtern. Bertram übertrug die Verskomödie metrisch aus dem Russischen, gedruckt 1853 in Leipzig, und listet vorweg die Requisiten jedes Aktes auf, vom Wachslicht bis zu den Laternen.
