Einmal ein Grey, immer ein Grey
Die Aussprache
Christian war einfach nur enttäuscht von seinen Kindern und von Ana. Vertrauten sie ihm so wenig? Er fegte seine Unterlagen vom Schreibtisch und fragte sich Warum? Das Ted und Natalie eine eigene Familie planten, hatte er nur erfahren, weil er zufällig Ted und Ana belauscht hatte. Aber Ana entschied sich dafür, es ihm zu verschweigen. Christian fühlte sich hintergangen. War er so ein Monster, dass selbst Phoebe Angst hatte, von ihrer Schwangerschaft zu erzählen? Christian verstand die Welt nicht mehr, ja er war streng und wollte die Kontrolle, aber nur um seine Familie zu schützen. Allerdings war dieser Niklas nicht gut für die Familie entschied er nun und stimmte seinen eigenen Worten zu.
Im Wohnzimmer vertraute sich Phoebe Natalie an. Sie wusste ja von den Plänen ihres Bruders. Das Gespräch mit Natalie beruhigte Phoebe und gab ihr Kraft. Sie und Niklas würden es schaffen. Ted und Ana hatten sich in die Bibliothek verzogen, damit Phoebe und Natalie in Ruhe reden konnten. Nachdem sich Phoebe beruhigt hatte, entschloss sie sich nochmal mit ihrem Vater zu reden, denn Phoebe wollte ein entspanntes Wochenende zuhause verbringen. Entschlossen ging sie Richtung Arbeitszimmer und klopfte zaghaft an die Tür. „Herein“ hörte sie ihren Vater sagen. Seine Stimme war noch immer streng und ein Hauch von Wut schwang sogar mit. Zögerlich steckte sie ihren Kopf zur Tür rein. „Daddy, können wir bitte nochmal reden?“ fragte Phoebe vorsichtig. Sie klang nun wieder wie sein kleines Mädchen, seine Prinzessin wie er sie immer nannte. Christian nickte zur Antwort. Phoebe trat ein und zögerte kurz. Doch dann ging sie entschlossen auf ihren Vater zu und setzte sich auf seinen Schoß und kuschelte sich an ihn. Phoebe blieb halt Christians kleine Prinzessin, egal wie alt sie war. Christian seufzte leise. Seine Stimme war nun wieder so weich wie Butter. Seine kleine schaffte es halt immer wieder. „Ach Phoebe, was soll ich nur machen? Warum vertraut dein Bruder und du mir nicht? Bin ich so ein Monster? Sie war überrascht, dass er so etwas dachte. Seit sie denken konnte war Daddy immer ihr Held gewesen. Sie schaute zu ihm auf. “. Nun sprudelte alles aus Phoebe raus. „Daddy es tut mir so unendlich leid, dass ich dich und Mum enttäuscht habe. Ich habe euch so unendlich lieb, aber ich hatte große Angst, weil du Niklas nicht magst“. Christian zog seine Tochter noch fester an sich. „Prinzessin wir haben dich auch sehr lieb und sind stolz auf dich und deinen Bruder. Phoebe versprich mir nur, dass du auf dich und deine Tochter aufpasst. Du kannst auch jederzeit zu uns kommen und dich uns anvertrauen“. Phoebe nickte und gab ihrem Vater einen Kuss auf die Wange. Sie war froh, dass er ihr zuhörte. Das mit Niklas würde noch dauern aber etwas in ihr verriet ihr, dass sie auch diese Barriere brechen konnte. Sie brauchte nur Geduld. Die Stimmung war nun deutlich besser und beide unterhielten sich noch eine Weile. Es war ein Bild der Harmonie.
Im Wohnzimmer hielt Ana es nicht mehr aus. Sie wollte gerade an der Tür klopfen, als diese geräuschlos aufging. Das Bild was sich da ihr bot ließ ihr ein Stein vom Herzen fallen. Christian gab Ana einen leidenschaftlichen Kuss und sagte „Ich liebe dich. Das weißt du doch oder? Na kommt lasst uns fahren.“ So machten sich alle auf den Weg in die Tiefgarage. Unten in der Tiefgarage wartete auf Phoebe eine Überraschung. Ihr roter A3 stand da und Niklas stand dagegen gelehnt. Phoebe stürmte auf ihn zu und begrüßte ihn mit einem leidenschaftlichen Kuss. Frech nahm Phoebe ihm die Autoschüssel ab und verkündete „Ich fahre“. Dann stieg jeder in sein Auto. Ana und Christian fuhren mit dem grauen R8, Ted und Natalie mit dem silbernen TT und Phoebe und Niklas im roten A3. Auf der Interstate 5 lieferten sich Ted und Christian ein kleines Rennen. Ana musste schmunzeln, denn ihr Mann mutierte wieder zum Teenie. Phoebe schaltet nun ihr Lieblingslied an (Up von Olli Murs feat. Demi Lovato) und holte zum Gegenschlag aus. Sie drehte die Lautstärke auf und zog an ihrem Vater und Bruder vorbei. Ted blieb der Mund offen stehen. Wo war das kleine und unschuldige Mädchen von gestern? Phoebe erreiche als erste die Garage vom Haus, dicht gefolgt von ihren Eltern und ihrem Bruder. „Na kommt lasst uns ins Haus gehen, denn ich hab Hunger“ kam es von Christian. Alle stimmten ihm da zu. Gail hatte Phoebes und Christians Lieblingsessen gekocht – Makkaroni mit Käse. Beim Abendessen war die Stimmung gelöst.
Ted und Natalie verkündeten nun, dass sie verlobt waren und auch Nachwuchs bekamen. „Glückwusch mein Sohn“ sagten Ana und Christian im Chor während sie Händchen hielten unterm Tisch. Nach dem Essen suchte Niklas das Gespräch mit Christian. Er bat Christian um Phoebes Hand und darum ob er, den Namen Grey annehmen durfte. Denn Phoebe würde den Namen Grey niemals aufgeben. Sie war stolz eine Grey zu sein. Wie erwartet war dieser nicht begeistert doch zugleich erinnerte er sich an jenes Gespräch mit seiner Tochter. Er wollte, dass sie glücklich war. Und wenn er sich nun sperrte würde das nie passieren. Das was er sagte fiel ihm nun schwer. Doch er gab seinen Segen. Erleichtert verließ Niklas, Christians Arbeitszimmer und ging zu Phoebe. Ted und Natalie waren noch eine Runde spazieren gegangen. Niklas und Phoebe hatten sich in Phoebes Zimmer verzogen. Das mussten sie feiern. Ana und Christian ließen den Abend noch mit einem Glas Wein ausklingen. „Auf eine wunderschönes Wochenende mit den Kindern“.