Einmal ein Grey, immer ein Grey

Ariane Weerth · Kapitel 7 von 15

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Einmal ein Grey, immer ein Grey

Gespräche

Nach einem anstrengenden Arbeitstag saßen Ana und Christian auf dem Sofa und besprachen den morgigen Termin bei Dr. Greene. Ana wollte sich ihre Spirale entfernen lassen und dann der Natur ihren Lauf lassen. Sie waren gerade in ihrem Gespräch vertieft, als Taylor sie unterbrach. „Sir, Ihre Tochter ist gerade in die Tiefgarage gefahren“. Was um Himmels willen machte Phoebe hier? Was war passiert, dass sie die Regeln brach? Ana versuchte ihren Mann zu beruhigen, in dem sie ihm die Hand auf die Schulter legte. Doch als sich die Fahrstuhltüren öffneten und Phoebe weinend in die Arme ihres Vaters stürzte, vergaß Christian seine Standpauke. Ana ließ Vater und Tochter erstmals alleine, denn schon als Kind kam Phoebe mit ihrem Kummer zu Christian. Christian führte seine Tochter vorsichtig zum Sofa, wo sich Phoebe an ihren Vater kuschelte. Langsam begann Phoebe zu erzählen und Christian hörte einfach nur zu.

Phoebes Sicht

Nachdem Termin beim Arzt, wollte ich Niklas von der Arbeit abholen. Ich fragte mich also durch, wo er war. Als ich ihn dann endlich gefunden hatte, sah ich ihn mit dieser blonden Frau in einer innigen Umarmung und sie haben sich geküsst. Es tat so weh, dass ich nur noch geflüchtet bin. Ich fuhr ins Heathman um meine Sachen zu holen, denn ich wollte nur noch weg. Da ich krankgeschrieben bin, führte mich mein Weg zu euch. Außerdem streiten wir uns in letzter Zeit nur noch. Niklas bedrängt mich mit dem Baby in Portland zu bleiben, aber ich möchte das Babyjahr in Seattle bleiben – bei euch. Ende

Christian nahm seine Tochter in den Arm. „Wir brauchen Niklas nicht und du wirst eine wundervolle Mutter sein“. Phoebe nickte und gab ihrem Vater ein Kuss auf die Wange. Phoebe liebte ihre Eltern sehr, aber zu ihrem Vater hatte sie schon immer eine besondere Verbindung gehabt. Als Kind wollte sie ihren Vater immer heiraten. Ana kam nun wieder, sie hatte das Gästezimmer für Phoebe hergerichtet. Plötzlich erschien Taylor und sagte „Sir, Mister Parker ist auf dem Weg nach oben“. „Danke“ sagte Christian. Phoebe reagierte total panisch und wollte Niklas nicht sehen. Ana und Christian spielten zwar mit, aber verstehen konnten sie Phoebes Verhalten nicht. Denn hätte Niklas Sie wirklich betrogen, wäre er nicht hier. Dazu hatte er viel zu großen Respekt vor Christian. Phoebe flüchtete zu ihrem Bruder und Natalie. Währenddessen empfingen Ana und Christian nun Niklas. Doch Christian musste dennoch seine Wut unterdrücken, denn Niklas kam nicht alleine. Ana und Christian hörten Niklas und die blonde Frau nun an. Es stellte sich nun raus, dass die Frau Niklas Schwester Emily war. Christian ließ nun Phoebe rufen, denn die zwei hatten dringend was zu klären. Phoebe, Niklas und Emily verschwanden nun zur Aussprache in Phoebes Appartement. Verbrachte Phoebe die Nacht alleine oder war die Versöhnung geglückt? Ana und Christian genossen eine Dusche zusammen, bevor sie zu Bett gingen, schließlich stand morgen ein wichtiger Termin an. Am nächsten Tag war der Termin bei Dr. Greene. Sie führte ein langes Gespräch mit Ana und Christian. Beide äußerten ihre Wünsche und Ängste. Nachdem Gespräch ließ sich Ana ihre Spirale entfernen. Es konnte aber einige Monate dauern bis sich alles wieder eingependelt hatte. Würde es mit Kinderwunsch klappen? Nach dem Termin fuhren sie glücklich heim. Die Zeichen standen gut, dass der große Kinderwunsch klappte. Nun wollten sie es sich gemütlich machen bevor die nächste Pflicht rief.

Doch wie erstaunt waren sie nun als Niklas vor der Tür stand. Sofort grollte es in Christian Grey merklich. Glaubte er doch das wieder was vorgefallen war. Ana riet ihm ruhig zu bleiben. Sie wusste, dass Christian manchmal sehr schnell zum Choleriker neigte. Auch jetzt war es fast soweit. Wenn es um seine Tochter ging, kannte er kein Pardon. Doch nun fiel er aus allen Wolken als er hörte was Niklas zu sagen hatte. Daraufhin brauchte er erst einmal einen Schnaps. In dem Moment verstand er seine Tochter nicht mehr. Nicht Niclas war hier in dem Moment der Arsch, soviel war sicher. Er wurde nun wieder grummelig. Es trieb ihn nun in die Squash Halle. Er musste Druck ablassen. Normalerweise machte er das mit Ana. Aber dieses Mal war es anders. Sein bester Kumpel stand ihm bei. Er ertrug auch die harten Schläge die Christian nun an die karge Wand pfefferte. „Du solltest mit ihr reden Christian. Gespräche bringen immer etwas!“ Er schüttelte den Kopf. Im Moment bestand seine Art ehr darin nicht zu sprechen da er sonst laut wurde. Er wollte einfach gerade sinnlos den Ball mit dem Schläger an die Wand hauen. Zuhause war es Ana die nun mit Niklas in Ruhe redete. Sie versuchte ihn aufzumuntern. So hatte sie ihre Tochter nicht eingeschätzt. Das Missverständnis war aus der Welt geschafft und nun tauchte das nächste Hindernis auf. Doch nun sah es ehr so aus als ob Phoebe es selbst verbockt hatte. Sie selbst sah das anders. Irgendwie war sie zurzeit unsicher. Doch was war der Auslöser für ihren sofortigen Rückzug von allem? Er zermarterte sich das Hirn darüber doch die Lösung kam ihm dabei nicht. Es wurde nur noch verwirrender. „Haben sie mal was starkes zum Trinken?“ fragte er nun zögerlich. Im Moment war ihm echt nach einem Scotch so wie es eigentlich der Hausherr oft bevorzugte. Ohne mit der Wimper zu zucken goss sie ihm nun etwas ein. Niklas tat ihr leid. Sie verstand ihre Tochter gerade auch nicht. Sie hoffte nur, dass der Mist sich bald aufklärte. Morgen war ein neuer Tag dachte sie. Morgen sah alles anders aus. Es war nur ein Moment der Schwäche der nun entstand, ein Moment der nicht sein durfte als sie ihm in die Augen sah.