Erste Gedichte
Erste Gedichte
Dieses Kapitel ist lang und deshalb in 3 Teile geteilt.
noch immer ihre Hände falten,
noch immer alte Kränze halten,
noch immer leise Wunder walten—
wenn längst schon keine Wunder sind.
Du bist so fremd, du bist so bleich.
Nur manchmal glüht auf deinen Wange
ein hoffnungsloses Heimverlangen
nach dem verlornen Rosenreich.
Dann sehnt dein Auge, tief und klar,
aus allem Müssen, allem Mühen
ins Land, wo nichts als stilles Blühen
die Arbeit deiner Hände war.
Weißt du, ich will mich schleichen
leise aus lautem Kreis,
wenn ich erst die bleichen
Sterne über den Eichen
blühen weiß.
Wege will ich erkiesen,
die selten wer betritt
in blassen Abendwiesen—
und keinen Traum, als diesen:
Du gehst mit.
Bei dir ist es traut:
Zage Uhren schlagen
wie aus weiten Tagen.
Komm mir ein Liebes sagen:
aber nur nicht laut.
Ein Tor geht irgendwo
draußen im Blütentreiben.
Der Abend horcht an den Scheiben.
Laß uns leise bleiben:
Keiner weiß uns so.
Die Nacht holt heimlich durch des Vorhangs Falten aus deinem Haar vergeßnen Sonnenschein.
Schau, ich will nichts, als deine Hände halten
und still und gut und voller Frieden sein.
Da wächst die Seele mir, bis sie in Scherben
den Alltag sprengt; sie wird so wunderweit:
An ihren morgenroten Molen sterben
die ersten Wellen der Unendlichkeit.
Du, Hände, welche immer geben,
die müssen blühn von fremdem Glück.
Zart wie ein zartes Birkenbeben,
bleibt von dem gebenden Erleben
ein Rhythmenzittern drin zurück.
Das sind die Hände mit den schmalen
Gelenken, die sich leise mühn;
und wüßten die von Kathedralen,
sie müßten sich in Wundenmalen
vor allem Volke heiligblühn.
Bist gewandert durch Wahn und Weh,
kommst aus meinen dunkelsten Tagen,
hast dir eine Brücke geschlagen
bis zu mir über Schuld und Schnee.
Lenkst mich lächelnd mit leisem Gebot,
und auf kronengoldenen Locken
trägst du flüchtige Federflocken
in den fröhlichen Frühlingstod.
Will dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.
Nur die weit aus den kalten
Gassen zu zweien gehn
und sich bei den Händen halten—
dürfen ihn einmal sehn.
Und dieser Frühling macht dich bleicher,
in weite Wiesen will dein Fuß,
dein Lied wird leis, dein Wort wird weicher,
und deine Hände werden reicher
mit jedem Wink, mit jedem Gruß.
Du holst aus düfteschwüler Lade
dein Konfirmandenkleidchen dreist
und trägst es in die wilden Pfade
und schmückst dich für die große Gnade,
die deine Seele blühen heißt.
Mir ist: ich muß dir den Brautnachtstrauß
weit aus dem Abend bringen.
Ich geh in die goldene Stunde hinaus,
und die Fenster leuchten am letzten Haus,
drin spielende Kinder singen.
Und ich geh an dem einsamen Haus vorbei,
drin singende Kinder wohnen,
und mein Wandern wächst und wächst in den Mal und kann nicht zurück,—und die Blüten, verzeih, die wind ich mir alle zu Kronen.
Bist du so müd? Ich will dich leise leiten
aus diesem Lärm, der längst auch mich verdroß. Wir werden wund im Zwange dieser Zeiten.
Schau, hinterm Wald, in dem wir schauernd schreiten, harrt schon der Abend wie ein helles Schloß.
Komm du mit mir. Es soll kein Morgen wissen,
und deiner Schönheit kuscht kein Licht im Haus.... Dein Duft geht wie ein Frühling durch die Kissen: Der Tag hat alle Träume mir zerrissen,—
du, winde wieder einen Kranz daraus.
Du:
ein Schloß an wellenschweren,
atlasblassen Abendmeeren—
und in seinen säulenhehren
Sälen warten Preis und Prunk,
uns zu ehren:
Weil wir beide wiederkehren—
ohne Kronen und mit leeren
Händen—
aber jung
Purpurrote Rosen binden
möcht ich mir für meinen Tisch
und, verloren unter Linden,
irgendwo ein Mädchen finden, klug und blond und träumerisch.
Möchte seine Hände fassen,
möchte knieen vor dem Kind
und den Mund, den sehnsuchtblassen,
mir von Lippen küssen lassen,
die der Frühling selber sind.
Ein Händeineinanderlegen,
ein langer Kuß auf kühlen Mund,
und dann; auf Schimmer weißen Wegen
durchwandern wir den Wiesengrund.
Durch leisen, weißen Blütenregen
schickt uns der Tag den ersten Kuß,—
mir ist: wir wandeln Gott entgegen,
der durchs Gebreite kommen muß.
Du willst dir einen Pagen küren?
Mich komm erküren, Königin.
Mir klingt aus alten Aventüren
ein Sang in Saitenspiel und Sinn.
Ich will ins weiße Schloß dich führen,
in dem ich selber König bin,
und singen hinter tausend Türen
für meine weiße Königin.
Abend hat mich müd gemacht,
und in meinen Sinnen schrillen
kleine Wünsche mit den Grillen.
Wo das blasse Land verflacht,
liegen lauter weiße Villen
hinter roter Rosenpracht.
Liegen wie auf leiser Wacht
weiße Villen an dem stillen
Uferrand der Frühlingsnacht.
Was reißt ihr aus meinen blassen, blauen
Stunden mich in der wirbelnden Kreise
wirres Geflimmer?
Ich mag nicht mehr euren Wahnsinn schauen.
Ich will wie ein Kind im Krankenzimmer
einsam, mit heimlichem Lächeln, leise,
leise—Tage und Träume bauen.
Mir war so weh. Ich sah dich blaß und bang.
Das war im Traum. Und deine Seele klang.
Ganz leise tönte meine Seele mit,
und beide Seelen sangen sich; Ich litt.
Da wurde Friede tief in mir. Ich lag
im Silberhimmel zwischen Traum und Tag.
Wie meine Träume nach dir schrein.
Wir sind uns mühsam fremd geworden,
jetzt will es mir die Seele morden,
dies arme, bange Einsamsein.
Kein Hoffen, das die Segel bauscht.
Nur diese weite, weiße Stille,
in die mein tatenloser Wille
in atemlosem Bangen lauscht.
Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
Und Hoheit hüllte wie ein Hermelin
dich ein: So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
weißbindig wie der Vesta Priesterin,
an deines Seelentempels Säulenrand
und streute lächelnd weiße Blüten hin.
Du hast so große Augen, Kind.
Du siehst gewiß oft nachts Gestalten,
die, fremd und bleich, in marmorkalten
Traumhänden rote Kronen halten,
um die ein Leuchten leise rinnt.
Dann ist dein Blick am Tag wie blind
und deine Seele wie zerspalten,
dann bangt dir vor den Alltagsalten,
wenn Wünsche sich in dir entfalten,
die allen andern Wahnsinn sind.
Dann ist die Sehnsucht dir erwacht,
stolz zu entfliehn den eitlen Schreiern,
die plump, mit Händen, blöd und bleiern,
auf deiner Silberseele leiern
das irre Lied, das sterblich macht;
zu fliehn in eine blaue Nacht,
drin alle Wipfel lauschend feiern;
der Glieder Hymne zu entschleiern und scheu im Schoß von weißen Weihern
zu finden ihre nackte Pracht.
Du sahst in hohe Lichthofmauern
und spieltest still in dumpfem Raum,
es lag ein unverstandnes Trauern
auf deinem blassen Kindheitsträum.
Und deine Tage waren bleiern,
die Mutter krank, der Vater roh;
und manchmal kam ein Krüppel leiern—
dann lauschtest du und weintest so.
Was kann dir nun der Sommer taugen?
Müd, wie mit scheuem Schwingenschlag,
durchirren deine Heimwehaugen
den uferlosen Sonnentag.
Sie war:
Ein unerwünschtes Kind, verstoßen
auch aus der Mutter Nachtgebet,
und ewig fern von jenem Großen,
das gebend durch die Zeiten geht.
Sie wünschte wenig—und nur selten
kam wie ein Weinen über sie
nach einem Land mit Purpurzelten,
nach einer fremden Melodie,
nach weißen Wegen, die nicht stauben—
dann bog sie Rosen sich ins Haar,
und konnte doch nie Liebe glauben,
auch wenn es tief im Frühling war.
Wenn ich dir ernst ins Auge schaute,
klang oft dein Wort so kummerkrank,
wie eine leise Liebeslaute,
die einsam einst ein Meister baute,
als seine Seele Sehnsucht sang.
Sie lernte seither leichte Lieder
und tönte gern zu Tag und Tanz,—
da greift ein Träumer ihre Glieder:
und wie erwachend weint sie wieder
das Heimweh ihres Heimatlands.
Ja, früher, wenn ich an dich dachte,
wie Wunder wars: ein Mai erwachte
um dich im Aureolenglänz,
und meine Sehnsucht träumte sachte
um deine Stirne einen Kranz.
Jetzt seh ich dich; du senkst dein Weinen
ins Herz den herbstverhangnen Hainen,
schleicht an den bleichen Meilensteinen
ein wunder Sonnenuntergang.
Ich ging durch ein Land, durch ein trauriges Land. Wie auf leerer Wiege ein Wiegenband
lag der blasse Fluß auf dem flachen Sand,
darüber aus nassem Nebelgewand
reckte die Weide die Totenhand.
Mir war so traurig. Ich starrte und stand.
Ich sah dich kauern am Wegesrand.
Einst hab ich dich und das Glück gekannt.
Du weintest wühlend und unverwandt,
und ich fragte dich: Ist das dein Heimatland?
Du nicktest, du nicktest wie traumgebannt....
Da hab ich dich wieder wie einst genannt;
doch dein Bild zerrann mir, dein Bild entschwand. Die Pappeln kohlten im Abendbrand,
und der Tod ging rot durch dein Heimatland.
Weißt du, daß ich dir müde Rosen flechte
ins Haar, das leis ein weher Wind bewegt—
Siehst du den Mond, wie eine silberechte
Merkmünze, und ein Bild ist eingeprägt:
ein Weib, das lächelnd dunkle Dornen trägt—
Das ist das Zeichen toter Liebesnächte.
Fühlst du die Rosen auf der Stirne sterben?
Und jede läßt die Schwester schauernd los
und muß allein verdarben und verderben,
und alle fallen fahl in deinen Schoß.
Dort sind sie tot. Ihr Leid war leis und groß.
Komm in die Nacht. Und wir sind Rosenerben.
Kannst du die alten Lieder noch spielen?
Spiele, Liebling. Sie wehn durch mein Weh
wie die Schiffe mit silbernen Kielen,
die nach heimlichen Inselzielen
treiben im leisen Abendsee.
Und sie landen am Blütengestade, und der Frühling ist dort so jung.
Und da findet an einsamem Pfade
vergessene Götter in wartender Gnade
meine müde Erinnerung.
Wo sind die Lilien aus dem hohen Glas,
die deine Hand zu pflegen nie vergaß?
Schon tot?
Wo ist die Freude deiner Wangen hin,
die wie ein ganzer Lenz zu prangen schien—
Verloht?
Und wo ist unser Glück so groß und rein,
das hell dein Haar wie ein Madonnenschein
Umspann?
Auch das ist tot. Heut weinen wir ihm nach,
und morgen kommt der Frost uns ins Gemach—
Und dann?
MÜTTER
Ich sehne oft nach einer Mutter mich,
nach einer stillen Frau mit weißen Scheiteln.
In ihrer Liebe blühte erst mein Ich;
sie könnte jenen wilden Haß vereiteln,
der eisig sich in meine Seele schlich.
Dann säßen wir wohl beieinander dicht,
ein Feuer surrte leise im Kamine.
Ich lauschte, was die liebe Lippe spricht, und Friede schwebte ob der Teeterrine
so wie ein Falter um das Lampenlicht.
Mir ist oft, daß ich fragen müßt:
Du, Mutter, was hast du gesungen,
eh deinem blassen, blonden Jungen
der Schlaf die Wangen warm geküßt?
Hattest du damals sehr viel Gram?
Und weißt du, wie du aufgesprungen,
wenn deinem blassen, blonden Jungen
im tiefen Traum ein Weinen kam?
Ich gehe unter roten Zweigen
und suche einen späten Strauß.
Weiß nicht vor Glück wo ein und aus,
mir ist so neu, mir ist so eigen:
Mein Lieb ist müd und ist zu Haus.
Jetzt ist mein Mädel erst recht eitel,
seit sich sein Mieder weiter zieht,
und seit ein Wunder ihm geschieht:
Bald hat es breite braune Scheitel
und sitzt und singt ein Wiegenlied.
Leise weht ein erstes Blühn
von den Lindenbäumen,
und, in meinen Träumen kühn,
seh ich dich im Laubengrün
hold im ersten Muttermühn Kinderhemdchen säumen.
Singst ein kleines Lied dabei,
und dein Lied klingt in den Mai:
Blühe, blühe, Blütenbaum,
tief im trauten Garten.
Blühe, blühe, Blütenbaum,
meiner Sehnsucht schönsten Traum
will ich hier erwarten.
Blühe, blühe Blütenbaum,
Sommer wird dirs zahlen.
Blühe, blühe, Blütenbaum.
Schau, ich säume einen Saum
hier mit Sonnenstrahlen.
Blühe, blühe, Blürenbaum,
balde kommt das Reifen.
Blühe, blühe, Blütenbaum,
meiner Sehnsucht schönsten Traum
lehr mich, ihn begreifen.
Singst ein kleines Lied dabei,
und dein Lied ist lauter Mai.
Und der Blütenbaum wird blühn,
blühn vor allen Bäumen,
sonnig wird dein Saum erglühn,
und verklärt im Laubengrün
wird dein junges Muttermühn
Kinderhemdchen säumen.
Und reden sie dir jetzt von Schande,
da Schmerz und Sorge dich durchirrt,—
o, lächle, Weib! Du stehst am Rande
des Wunders, das dich weihen wird.
Fühlst du in dir das scheue Schwellen,
und Leib und Seele wird dir weit—
o, bete, Weib! Das sind die Wellen
der Ewigkeit.
DER BLONDE KNABE SINGT:
Was weinst du, Mutter? Ist das Spind
auch bettelleer,—sei gut!
Ich bin dein blondes Kronenkind,
und du hast Edelblut.
Ich schaute ja, du weißt es nicht,—
wie du so oft noch spät
beim morgenmatten Lampenlicht
dein Königskleid genäht.
So bist du eine Königin,
und sei nicht bang und zag—
und bis Ich erst krafteigen bin,
kommt unser Königs tag.
DIE MUTTER:
"Liebling, hast du gerufen?"
Es war ein Wort im Wind.
"Wie viele steile Stufen
sind noch bis zu dir, mein Kind?"—
Da fand ihre Stimme die Sterne,
fand aber die Tochter nicht.
Im Tale in tiefer Taverne
löschte ein letztes Licht.
Manchmal fühlt sie: Das Leben ist groß,
wilder, wie Strüme, die schäumen,
wilder, wie Sturm in den Bäumen.
Und leise läßt sie die Stunden los
und schenkt ihre Seele den Träumen.
Dann erwacht sie. Da steht ein Stern
still überm leisen Gelände,
und ihr Haus hat ganz weiße Wände—
Da weiß sie: Das Leben ist fremd und fern—
und faltet die alternden Hände.
INHALT
LARENOPFER (1896)
Im alten Hause
Auf der Kleinseite
Ein Adelshaus
Der Hradschin
Bei St. Veit
Im Dome
In der Kapelle St. Wenzels
Vom Lugaus
Der Bau
Im Stübchen
Zauber Ein anderes
Noch eines
Und das letzte
Im Erkerstübchen
Der Novembertag
Im Straßenkapellchen
Das Kloster
Bei den Kapuzinern
Abend
Jar. Vrchlický
Im Kreuzgang von Loretto
Der junge Bildner
Frühling
Land und Volk
Der Engel
Allerseelen I. II.
Bei Nacht
Abend
Auf dem Wolschan I
II
Wintermorgen
Brunnen
Sphinx
Träume
Maitag
König Abend
An der Ecke
Heilige
Das arme Kind
Wenns Frühling wird
Als ich die Universität bezog
Superavit
Trotzdem
Herbststimmung
An Julius Zeyer
Der Träumer I
II
Die Mutter
Unser Abendgang
Kajetan Týl
Volksweise
Das Volkslied
Dorfsonntag
Mein Geburtshaus
In dubiis I. II.
Barbaren
Sommerabend
Gerichtet
Das Märchen von der Wolke
Freiheitsklänge
Nachtbild
Hinter Smichov
Im Sommer
Am Kirchhof zu Königsaal (aula regis)
Vigilien I. II.
III. IV.
Der letzte Sonnengruß
Kaiser Rudolf
Aus dem Dreißigjährigen Kriege. 1. Krieg
2. Alea jacta est
3. Kriegsknechts-Sang
4. Kriegsknechts-Rang
5. Beim Kloster
6. Ballade
7. Der Fenstersturz
8. Gold
9. Szene
10. Feuerlilie
11. Beim Friedland
12. Frieden
Bei den Ursulinen
Aus der Kinderzeit
Rabbi Löw
Die alte Uhr
Kämpfen
Siegen
Im Herbst
Der kleine "Drateník"
In der Vorstadt
Bei St. Heinrich
Mittelböhmische Landschaft
Das Heimatlied
TRAUMGEKRÖNT (1897)
Königslied
Träumen
I. Mein Herz gleicht
II. Ich denke an:
III. Mir ist: ein Häuschen wär mein eigen
IV. Eine alte Weide trauert
V. Die Rose hier, die gelbe
VI. Wir saßen beisammen
VII. Ich wollt, sie hätten statt der Wiege
VIII. Jene Wolke will ich neiden
IX. Mir ist: Die Welt
X. Wenn das Volk, das drohnenträge
XI. Weiß ich denn, wie mir geschieht
XII. Schon blinzt
XIII. Fahlgrauer Himmel
XIV. Die Nacht liegt duftschwer
XV. Im Schoß der silberhellen
XVI. Abendläuten
XVII. Weltenweiter Wandrer
XVIII. Möchte mir ein blondes Glück erkiesen
XIX. Vor mir liegt ein Felsenmeer
XX. Die Fenster glühten
XXI. Es gibt so wunderweiße Nächte
XXII. Wie eine Riesenwunderblume
XXIII. Wie, jegliches Gefühl vertiefend.
XXIV. O gäbs doch Sterne
XXV. Mir ist so weh, so weh, als müßte
XXVI. Matt durch der Tale
XXVII. Ein Erinnern, das ich heilig heiße
XXVIII. Glaubt mir
LIEBEN
I. Und wie mag die Liebe
II. Das war der Tag
III. Einen Maitag mit dir beisammen sein
IV. Ich weiß nicht, wie mir geschieht
V. Ob dus noch denkst
VI. Wir saßen beide in Gedanken
VII. Blondköpfchen hinter den Scheiben
VIII. Die Liese wird heute
IX. Ich träume tief im Weingerank
X. Es ist ein Weltmeer voller Lichte
XI. Ich war noch ein Knabe
XII. Die Nacht im Silberfunkenkleid
XIII. Schon starb der Tag
XIV. Es leuchteten im Garten die Syringen
XV. Oft scheinst du mir ein Kind
XVI. Nach einem Glück
XVII. Wir gingen
XVIII. Im Frühling oder im Traume
XIX. Sie hatte keinerlei Geschichte
XX. Man merkte: der Herbst kam
XXI. Manchmal da ist mir
XXII. Es ist lang
ADVENT (1898)
Advent. Es treibt der Wind
GABEN
Das ist mein Streit
Du meine heilige Einsamkeit
Der Bach hat leise Melodien
Ich liebe vergessene Flurmadonnen
Warst du ein Kind in froher Schar
Pfauenfeder: in deiner Feinheit
Oft denk ich auf der Alltagsreise
Damit ich glücklich wäre
An manchem Tag ist meine Seele still
Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt
Die hohen Tannen atmen heiser
Der Abend kommt von weit gegangen
Das Wetter war grau und grell
Sonne verlodert am Himmelsrain
Du arme, alte Kapelle
Die Mädchen singen
Lehnen im Abendgarten beide
Eine der weißen Vestageweihten
Im Kreise der Barone
Ein weißes Schloß in weißer Einsamkeit
Irgendwo muß es Paläste geben
Im Schlosse mit den roten Zinken
Einmal möcht ich dich wiederschauen
Es kommt in prunkenden Gebreiten
Horch, verhallt nicht ein scheuer
Der König Abend weiß sich schwach
Der Tag entschlummert leise
FAHRTEN
Venedig I. Fremdes Rufen
II. Immer ist mir, daß die leisen
III. Mein Ruder sang
IV. Ave weht von den Türmen her
Englar im Eppan
Tenno Casablanca Arco
I mulini
Bodensee
Konstanz
FUNDE
Wenn wie ein leises Flügelbreiten
Ich möchte draußen dir begegnen
Ich mußte denken unverwandt
Fremd ist, was deine Lippen sagen
Du bist so fremd, du bist so bleich
Weißt du, ich will mich schleichen
Bei dir ist es traut
Die Nacht holt heimlich
Du, Hände, welche immer geben
Bist gewandert durch Wähn und Weh
Will dir den Frühling zeigen
Und dieser Frühling macht dich bleicher
Mir ist: ich muß dir den Brautnachtstrauß
Bist du so müd? Ich will dich leise leiten
Du: ein Schloß an wellenschweren
Purpurrote Rosen binden
Ein Händeineinanderlegen
Du willst dir einen Pagen küren?
Abend hat mich müd gemacht
Was reißt ihr aus meinen blassen, blauen
Mir war so weh. Ich sah dich blaß und bang
Wie meine Träume nach dir schrein
Und du warst schön. In deinem Auge schien
Du hast so große Augen, Kind
Du sahst in hohe Lichthofmauern
Sie war: Ein unerwünschtes Kind
Wenn ich dir ernst ins Auge schaute
Ja, früher, wenn ich an dich dachte
Ich ging durch ein Land
Weißt du, daß ich dir müde Rosen flechte
Kannst du die alten Lieder noch spielen
Wo sind die Lilien aus dem hohen Glas
MÜTTER
Ich sehne oft nach einer Mutter mich
Mir ist oft, daß ich fragen müßt
Ich gehe unter roten Zweigen
Leise weht ein erstes Blühn
Und reden sie dir jetzt von Schande
Der blonde Knabe singt
Die Mutter
Manchmal fühlt sie: Das Leben ist groß
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Rainer Maria Rilke
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Section 2. Information about the Mission of Project Gutenberg-tm Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of electronic works in formats readable by the widest variety of computers including obsolete, old, middle-aged and new computers. It exists because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from people in all walks of life.
Volunteers and financial support to provide volunteers with the assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will remain freely available for generations to come. In 2001, the Project Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations. To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4 and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.
Section 3. Information about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit 501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal Revenue Service. The Foundation's EIN or federal tax identification number is 64-6221541. Its 501(c)(3) letter is posted at http://pglaf.org/fundraising. Contributions to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent permitted by U.S. federal laws and your state's laws.
The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S. Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered throughout numerous locations. Its business office is located at 809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email business@pglaf.org. Email contact links and up to date contact information can be found at the Foundation's web site and official page at http://pglaf.org
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Section 4. Information about Donations to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide spread public support and donations to carry out its mission of increasing the number of public domain and licensed works that can be freely distributed in machine readable form accessible by the widest array of equipment including outdated equipment. Many small donations ($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt status with the IRS.
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While we cannot and do not solicit contributions from states where we have not met the solicitation requirements, we know of no prohibition against accepting unsolicited donations from donors in such states who approach us with offers to donate.
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Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be freely shared with anyone. For thirty years, he produced and distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.
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