Neue Gedichte
- Erstveröffentlichung
- 1907
- Seiten
- 76
Über dieses Buch
Wie manches Mal durch das noch unbelaubte Gezweig ein Morgen durchsieht, der schon ganz im Frühling ist, beginnt Früher Apollo, das erste Gedicht dieser Sammlung, in dem noch kein Schatten in seinem Schaun ist und die Schläfe noch zu kühl für Lorbeer sind. In Liebeslied fragt Rilke, wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt, denn alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht, und fragt weiter, auf welches Instrument sind wir gespannt, und welcher Spieler hat uns in der Hand. In Sappho an Eranna heißt es, Unruh will ich über dich bringen, schwingen will ich dich, umrankter Stab, wie das Sterben will ich dich durchdringen und dich weitergeben wie das Grab an das Alles, allen diesen Dingen. Grabmal eines jungen Mädchens erinnert sich, wir gedenkens noch, das ist, als müßte alles dieses einmal wieder sein, und vergleicht das tote Mädchen mit einem Baum an der Limonenküste.
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Angaben zum Buch
- Autor
- Rainer Maria Rilke
- Erstveröffentlichung
- 1907
- Seiten
- 76
- Sprache
- Deutsch
- Genre
- Klassiker
- Formate
- PDF, EPUB, Online lesen