Gefährtin des Vampirs

Amelie D. · Kapitel 1 von 6

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Gefährtin des Vampirs

Kapitel 2

 

Als ich am nächsten Tag aufwache erinnere ich mich zwar an das was gestern passiert ist, aber es kommt mir so vor als wäre alles vernebelt.

Immer noch liege ich in Dorians Armen.

Während er schläft gehe ich den gestrigen Abend noch mal in Gedanken durch.

Aber ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern was pasiert ist, nachdem ich den Schmerz am Hals gespürt hatte. Also löse ich mich aus seinen Armen und gehe ins Badezimmer um meinen Hals im Spiegel zu betrachten.

Ich werfe meine Haare zurück und erstarre, ein großer roter Fleck, in dessen Mitte 2 kleine Einstichlöcher zu sehen sind ist gut sichtbar an meinem Hals platziert.

Das ist kein normaler Knutschfleck mehr, er hat mich gebissen. Aber warum?

„Schatz?“

Ich drehe mich um und vor mir steht ein noch müder und verschlafen drein blickender Dorian der mich interessiert mustert. „Dorian warum hast du mich gebissen?“ frage ich und kann nicht verhindern das ich verwirrt und ein bisschen verletzt klinge. „Weist du das wirklich nicht?“

„Nein“

„Schatz ich habe dich gebissen weil ich ein Vampir bin“ erklärt er vorsichtig und kommt einen Schritt näher, aber ich weiche zurück. „Erzähl keinen Scheiß“

„Es ist die Wahrheit, ich bin ein Vampir und du bist meine Gefährtin“ sagt er sanft und kommt immer näher.

So weit wie es geht weiche ich vor ihm zurück, aber schon nach ein paar Schritten knalle ich gegen das Waschbecken. „Aber es...es gibt keine Vampire“

„Lea, du siehst doch das es sie gibt“

„Aber...aber“ stottere ich immer weiter.

„Kein aber. Ich bin ein Vampir und du bist meine Gefährtin. Gestern hast du dich mir versprochen, dass heißt wie sind so zu sagen nach Vampirgesetz verheiratet“ sagt er ernst und am Klang seiner Stimme erkenne ich das er keine Widerrede duldet. „Aber warum ich?“ frage ich nach einigen Minuten des Schweigens. „Gleich als ich dich in dem Café sah war mir klar das du nicht wie andere bist. Du hast mich fasziniert. Mittlerweile bin ich schon über 600 Jahre alt und schon lange gab es keine Frau mehr in meinem Leben. Auch als ich ein Mensch war gab es keine. Du warst anders als die anderen, du warst schüchtern hättest dich nie getraut einen Mann an zu sprechen. Und wahrscheinlich weist du nicht ein mal wie schön du bist und das sämtliche Männer, die dich sehen, dich mit den Augen ausziehen. Zuerst wollte ich dich nur kennenlernen um meine Neugierde zu befriedigen aber als ich sah wie du rot wurdest als ich dich ansprach du wusste ich einfach das du diejenige bist mit der ich für immer zusammen sein will“ sagt er und steht nun nur noch 1cm weit weg von mir.

Geschockt stehe ich da und sehe ihn einfach nur an. „Warum hast du es mir nicht früher gesagt?“ „Weil ich davor angst hatte das du mich dann hassen würdest oder was noch schlimmer wäre, dass du angst vor mir bekommen könntest!“

„Und warum hast du es mir nicht...nicht gesagt bevor du mich gebissen hast?“

„Das wollte ich tun, ich wollte es dir heute sagen und dich darum bitten, dass ich dich zur Gefährtin nehmen darf. Aber gestern gab es einen Moment der Schwäche in dem ich einfach nicht widerstehen konnte. Und hätte ich nur von dir getrunken, hättest du mich danach einfach verlassen weil du Angst hättest. Aber das kann ich nicht zu lassen, ich brauche dich“sagt er und sieht mir immer noch fest in die Augen.

Okay, schön. Er ist ein Vampir, ich seine Gefährtin. Das ist doch das normalste der Welt!

Entweder er ist verrückt, ich oder die ganze Sache stimmt. Ich wusste ja schon immer das er seltsam ist. Er ist eifersüchtig, sehr sogar, aber das hat mir nie etwas aus gemacht.

Außerdem ist er besitzergreifend und will immer das ich tue was er will, auch wen er mich nie bedrängt.

Aber ein Vampir?

Ich stehe einfach nur da und sehe ihn an. Was soll man da auch sagen?

„Geh bitte“ sage ich schließlich obwohl ich mir nicht sicher bin ob ich wirklich sicher bin das ich will das er geht. „ Lea...“

„Nein, ich brauche jetzt einfach ein bisschen Zeit um darüber nach zu denken. Bitte lass mich allein“

Jetzt steigen mir auch noch Tränen in die Augen und ich wende mich ab, um zu verhindern das ich weinen muss. „Na gut, aber bitte melde dich wieder“ sagt er schließlich,seufzt und geht dann.

Erst nachdem ich gehört habe wie er die Tür hinter sich geschlossen hat, drehe ich mich wieder um und gehe zu meinem Bett. Dort setze ich mich erst einmal hin und atme tief durch. Alles was er gesagt hat klang logisch, aber ich habe nie an Vampire geglaubt.

Natürlich habe ich ein paar Romane gelesen, aber das es Vampire wirklich gibt daran dachte ich nie!

Als nächstes kommt raus das es auch all die anderen Wesen gibt an die ich nie geglaubt hab.

Vielleicht ist mein Nachbar ja ein Werwolf, oder mein Chef ist auch ein Vampir.

Kann ja alles sein, und ich weis von alle dem nichts. Nachdem ich eine gefühlte Stunde nur da gesessen habe und meine weiße Wand angesehen habe, stehe ich langsam auf und gehe in das Badezimmer um zu duschen und mich an zu ziehen. Da heute ein nicht wirklich warmer Tag ist ziehe ich eine schwarze Röhrenjeans, ein rotes Top, eine blaue Strickjacke und meine weißen Chucks an.

Meine Haare binde ich mir einfach zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen und lege nur ein bisschen Makeup auf, so das ich mich ein bisschen wohler fühle. Alles was ich jetzt noch will ist ein bisschen nach Draußen gehen und frische Luft schnappen.

Aber was hatte er auch erwartet? Das ich sage alles ist gut und ich freu mich drüber das er mich die ganze Zeit angelogen hat, dass ich ihm verzeihe und mir das alles egal ist?

Natürlich liebe ich ihn, und ich werde ihm bestimmt auch verzeihen, ich kann ihn ja verstehen, aber es tut trotzdem weh. Ich hatte immer gedacht das er mir mehr vertraut, und das wir keine Geheimnisse haben.

Alles was er von mir wissen wollte habe ich ihn gesagt. Er kennt fast mein ganzes Leben in und auswendig und ich kenne nicht wirklich viel von seiner Vergangenheit. Aber er hatte immer gesagt das seine Vergangenheit nicht schön ist und das er nicht darüber reden will.

Das kann ich verstehen, ich rede auch nicht gerne über alles was passiert ist aber so was hätte ich ihm gesagt. Es mag sein das es ein bisschen schwer ist hin zu gehen und zu sagen: „ Hey Schatz ich bin ein Vampir“, aber er hätte es versuchen müssen!