Gefährtin des Vampirs
Kapitel 3
Nachdem ich eine ganze Weile einfach nur rum gelaufen bin und versucht habe, mir darüber klar zu werden was ich jetzt tun soll, bin ich darauf gekommen das ich zwei Möglichkeiten habe. 1: Ich kann ihm sagen das ich ihn nie wieder sehen will, meine Gefühle für ihn verleumden und wahrscheinlich nie wieder so einen Mann wie ihn finden und auch nie wieder jemanden so sehr lieben. 2:Ich akzeptiere was er ist, und bleibe bei ihm. Möglichkeit 2 erscheint vielleicht ein bisschen einfach, aber er ich liebe ihn nun mal. Nicht so eine kleine Verliebtheit die man vielleicht nie vergessen kann, aber nach der man wieder jemand anderen finden kann.
Nein, ich liebe ihn mit meinem ganzen Herzen. Vor ihm gab es keinen, und nach ihm wird es erst Recht keinen geben.
Es mag komisch sein, aber in den ganzen 2 Monaten in denen wir zusammen sind, hatte ich immer wieder Angst davor das er mich jeder Zeit verlassen könnte.
Ich meine etwas besonderes bin ich ja nicht gerade, es gibt hunderte Frauen wie mich, die wahrscheinlich auch noch besser sind als ich. Aber er hat sich mich ausgesucht.
Mittlerweile kann ich es mir nicht mehr vorstellen mal ohne ihn sein zu müssen.
Ich kam in all den Jahren bevor ich ihn kannte auch ohne ihn zurecht, aber da hatte ich keine Freunde und keine Familie. Ich hatte niemanden.
Jetzt wieder ganz alleine sein zu müssen, das könnte ich nicht. Lieber würde ich sterben als auf die kleinen Streitereien zu verzichten die wir immer wieder nur wegen Kleinigkeiten hatten. Und ich kann mir nicht vorstellen wie es am Wochenende ohne die überraschungs- Ausflüge sein soll, bei denen er mich immer zum lachen gebracht hat mit seinen verrückten Ideen. Eigentlich könnte es gerne mein Lebe lang so sein.
Aber das geht nur mit ihm, und ihn kann ich nur haben wen ich den Vampir und den Mann akzeptiere.
Ich muss alles an ihm lieben, nicht nur die guten Seiten auch die schlechten!Mit zitternden Händen nehme ich mein Handy aus der Hosentasche und suche seine Nummer.
Bereits nach dem 2 Klingeln nimmt er ab. „Ja?“
„Ähm... hey“ sage ich stotternd und würde mir deshalb gerne selber in den Hintern treten.
Er ist doch kein Fremder, ich kenne ihn doch, warum schaffe ich es nicht das meine Stimme ernst und fest klingt? „Lea“ sagt er und ich kann eine gewisse Unsicherheit in seiner Stimme hören.
„Ja, ich wollte dir sagen.. also...ich hab nachgedacht und ich würde mich gern mit dir treffen“
„Klar, jetzt gleich?“
„Also wen es dir jetzt nicht passt können wir uns auch erst später treffen“
„Nein jetzt gleich“ schreit er schon fast und entlockt mir damit ein kleines Lächeln.
„Gut, dann im Café?“ frage ich und er weis natürlich gleich das ich das meine in dem wir uns das erste mal getroffen haben. „Okay bis gleich“
Wir legen beide gleichzeitig auf und ich mache mich auf den Weg. Nach 10 Minuten bin ich bereits da und setzte mich an einen kleinen Tisch um zu warten.
Immer wieder sehe ich aus dem Fenster um zu sehen ob er kommt oder nicht, bis ich ihn sehe.
Er steigt aus seine schwarzen Audi r8 aus und kommt auf mich zu. Seine Haare hängen ihm in noch leicht nassen Strähnen in das Gesicht, er trägt seine schwarze Lederjacke und eine schwarze Jeanshose.
Als er mich sieht lächelt er mich an und beschleunigt seine Schritte.Und erst jetzt fällt mir auf das ich nicht weis was ich zu ihm sagen soll.
Eigentlich fällt mir immer etwas ein und erst recht bei ihm aber jetzt ist es als wäre alles brauchbare aus meinem Kopf gelöscht worden. Also warte ich einfach bis er sich mir gegenüber hin gesetzt hat und sehe ihm in die Augen.
Dann schweigen wir einfach nur und starren uns an. Er hat wohl auch keine Idee was er sagen soll, na super wen das jetzt immer so sein wird dann wird die Zukunft toll werden, wir werden tolle Gespräche führen und uns immer viel zu erzählen haben.
Nach einiger Zeit nehme ich all meinen Mut zusammen und fange einfach an.
„Also...ich hab eine weile nachgedacht über uns. Darüber was du bist und...und auch darüber das ich deine Gefährtin bin, und ich bin zu dem Entschluss gekommen das ich dich trotz allem liebe und mit dir zusammen sein will“ fasse ich alles zusammen. All meine Gedanken muss ich ihm ja nicht sagen, ich meine ich habe echt viel nachgedacht, auch über nur so ganz unwichtige Dinge und ich will ihn ja nicht langweilen mit meinen Gedanken und Sorgen. „Ist das dein erst?“ fragt er und seine Stimme klingt ein bisschen scharf und ungeduldig.
„Ja, wäre es das nicht hätte ich dir denke ich einfach eine SMS geschrieben“ erkläre ich und muss leicht lächeln. „Gut dann... hast du noch irgendwelche Fragen oder so?“ „Oh ja, sehr viele. Ich denke ich werde dich aber nur das wichtigste fragen“
„Na gut, dann fang mal an“„Okay, frage eins: Was muss ich als deine Gefährtin tun?“
„Nichts. Du bist dazu da mit mir die Ewigkeit zu verbringen, immer bei mir zu bleiben und naja ab und an musst du mir ein bisschen von deinem Blut geben und ein bisschen was von meinem trinken das unsere Verbindung stark bleibt. Ich muss dich beschützen und dafür sorgen das es dir gut geht und du alles hast was du brauchst. Das heißt naja das du zu mir ziehen musst so das ich dich genau im Auge behalten kann“ sagt er ernst.
So schlimm hört sich das ja erst mal nicht an das muss ich schon sagen.
„Okay und von was ernährst du dich sonst so?“ „ Naja also bevor ich dich kannte hatte ich Spenderinnen die einmal in der Woche gekommen sind, aber ich habe sie alle entlassen. Ich fand es nicht richtig andere Frauen zu beißen, also ernähre ich mich von Blutbeuteln. Das schmeckt zwar nicht so gut, aber ich hab mich dran gewöhnt“ antwortet er locker und zuckt mit de Schultern. „Nur wegen mir?“
„Ja, also es ist so wen ich jemanden beiße dann betäube ich ihn auch immer ein bisschen so das er keine Schmerzen dabei hat. Dabei kann es schon mal passieren das sie gewisse Empfindungen haben. Und naja es kam mir nicht richtig vor die Frauen zu beißen und ich habe mich auch ein bisschen geekelt.“ erklärt er und ich nicke.
Das kann ich schon gut verstehen.
„Wo wohnst du eigentlich genau? Ich war noch nie bei dir“ „Also ich wohne ein bisschen außerhalb der Stadt mit ein paar meiner Freunde zusammen. Wir haben die Firma nur als Tarnung und als Geldquelle. Nachts wen die meisten schlafen gehen wir auf die Jagd nach abtrünnigen Vampiren. Das sind die Vampire die keinem Clan angehören. Es gibt 4 Clans, wir sind ein großer, und haben unsere Wohnsitze überall in der Stadt. Naja auf jeden Fall beschützen wir die Sterblichen vor ihnen.“ Wow. Was soll ich dazu sagen? Naja wie ein einfacher Geschäftsmann das muss ich schon zu geben sieht er nicht aus aber wie ein Krieger. Okay, das könnte man schon denken aber eben nicht wen er wie so oft im Anzug mit Krawatte zu einem Date kommt oder zu eine Geschäftsessen fährt. „Okay, jetzt fallen mir keine Fragen mehr ein“ lache ich und er guckt mich verdutzt an.
„Wen es das war können wir dann zu dir gehen deine Sachen packen und dann zu mir?“ fragt er nachdem er erst ganz verdutzt dagesessen hat.
„Ich weis nicht ob ich schon so früh zu dir ziehen soll“ gebe ich zu. Ich meine, ja vielleicht bin ich ja seine Gefährtin und er will mich bei sich haben um mich zu beschützen, aber wir kennen uns erst mal 2 Monate und ich muss zu geben das ich absolut nichts über ihn weis außer das er ein Vampir ist.
Und das ist wahrscheinlich nicht wirklich das erste was man sich sagen sollte.
„Du kennst mich doch, ich würde dir nie etwas tun Schatz. Wen du nicht mit zu mir kommst muss ich bei dir bleiben und wen ich Schicht hab und nicht da sein kann, dann muss ich eben einen meiner Freunde zu dir schicken der aufpasst bis ich wieder da bin. Du hast die Wahl entweder ständige Bewachung oder du ziehst zu mir“ sagt er mit einem dummen Grinsen im Gesicht. „Das ist Erpressung“ sage ich schmollend. „Tja, so bin ich eben, ich bekomme immer was ich will“ sagt er lachend.
„Mhhh, weist du was? Ich denke wir machen das lieber so wie ich es will. Immerhin soll es mir ja gut gehen und ich soll mich wohl fühlen. Also machen wir es so: Ich bleibe in meiner Wohnung, du in deinem Haus. Wen wir beide Zeit haben können wir uns treffen und wen ich merke das ich von irgendjemandem beschattet, beschützt oder sonst was werde, tja dann wars das mit unserer Beziehung. Dann ist es mir auch egal ob wir Gefährten sind oder nicht, das ist mein Leben und ich bestimme was ich tue und nicht du“ sage ich sehe ihn fragend an.
„Gibt es noch eine andere Möglichkeit?“
„Nein, du hast die Wahl entweder akzeptierst du es oder du kannst dir ne neue suchen“
ch lächle ihn unschuldig an und er gibt ein knurren von sich. Jetzt im erst mal, ich liebe ihn ja aber das heißt nicht das ich mich so dermaßen kontrollieren lasse. Vielleicht lassen sich das ja irgendwelche anderen Gefährtinnen gefallen, aber ich ganz bestimmt nicht.
Mir hat noch nie jemand Vorschriften gemacht und damit wird jetzt auch nicht angefangen.
„Also ich geh dann jetzt mal! Bis irgendwann mal“ ich stehe auf will gehen.
„Sehen wir uns morgen?“
„Nee, denk mal lieber nicht. Ich muss arbeiten und danach mach ich vielleicht ein bisschen was mit ein paar Kollegen. Die kennst du eh alle nicht“ sage ich und winke ihm kurz zu bevor ich auch schon aus dem Café draußen bin.
Jetzt muss ich nur noch die Kollegen fragen ob sie was machen wollen denke ich mir grinsend und laufe zu meiner Arbeitsstelle. Es ist nicht der beste Job das muss ich zu gebe, aber dafür das ich eigentlich nicht oft arbeiten muss bekomme ich doch recht viel Geld. Der Inhaber ist ein alter Freund den ich aus der Schulzeit kenne, was leider nicht bedeutet das ich mehr Geld als die anderen bekomme oder weniger arbeiten muss.
So ist das nicht, ich muss 3 mal die Woche kommen und Kellnern oder auch mal einfach so ein bisschen an der Bar helfen. Mit mir zusammen arbeiten da noch so 20 andere Leute, was bedeutet das ich oft frei habe weil wir uns die Arbeit immer teilen.