Gefährtin des Vampirs

Amelie D. · Kapitel 3 von 6

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Gefährtin des Vampirs

Kapitel 4

 

Als ich die kleine Bar/das Hotel betrete ist nicht gerade viel los. Heute ist eher ein ruhiger Tag, an guten Tagen kann man fast nicht normal laufen so voll ist es, dass passiert so ungefähr 4 mal die Woche. Besonders an Wochenenden, und was für ein Wunder, die meisten meiner lieben Kollegen haben an solchen Tagen leider keine Zeit und lassen lieber mich arbeiten.

Es ist nicht so das es mir etwas ausmachen würde, es ist nur auffällig wen ich immer dann arbeiten muss wen die ganzen Betrunkenen kommen oder wen ein Polterabend veranstaltet wird. „Hey Nick“ begrüße ich meinen Boss der gerade dabei ist eine Getränkelieferung an zu nehmen.

„Lea, hast du Schicht?“

„Nö, wollte nur fragen ob du heute was trinken gehen willst?“ Ok, es ist vielleicht doof ausgerechnet den Chef zu fragen, aber ich habe z.B. keine Lust auf Lana, das kleine Modepüppchen das Stunden darüber reden kann das sie eine neue Diät macht. Und ich weis wovon ich rede, ich war 3 mal mit ihr weg und sie versucht immer und immer wieder neue Sachen um dünner zu werden, nur auf die Idee Sport zu machen kommt sie leider nie. Eigentlich hätte sie das auch nicht nötig, aber ihr großer Traum ist es ein Model zu werden.

Sie wurde hunderte male abgelehnt, aber sie gibt einfach nicht auf. Üben tut sie immer wen sie kellnern muss, dann wird die Bar zu ihrem Laufsteg.

Dazu muss ich auch noch sagen das Nick schwul ist. Was man ihm leider überhaupt nicht ansieht, was bedeutet das er regelmäßig Frauen um sich hat die etwas von ihm wollen. Seinem Freund, den er schon seit 2 Jahren hat, macht das nichts. Nick lässt nicht wirklich viele Frauen an sich ran und gibt ihm so auch keinen Grund zur Eifersucht.

„ Oh, tut mir leid aber heute geht es ganz schlecht. Ich warte noch auf ein paar Lieferungen und wen die endlich da sind dann geh ich mit meinem Schatz was essen“ sagt er mit entschuldigendem Blick und wendet sich dann wieder zu dem Typ mit den Getränken der sich weigert eine neue Kiste Bier zu holen, so hab ich das jedenfalls verstanden.

Also wird da heute wohl nichts draus mit weg gehen und einfach alles ein bisschen vergessen.

Also mache ich eben heute das selbe wie immer wen ich Zeit habe und keiner was machen will.

Ich gehe nach Hause setze mich zusammen mit dem Hund des Nachbarn auf mein Sofa, mache mir etwas zu essen und schaue einen irgendwas an was im Fernsehen läuft. Das mit dem Hund des Nachbarn ist eigentlich eine recht lange Geschichte, aber um es kurz zu machen, er arbeitet bis spät am Abend und hat eigentlich keine Zeit für den Hund, aber da er ihn nicht weg geben will kümmere ich mich ab und zu um ihn. Alles was ich tue ist ihm Essen geben und ab und zu mit ihm raus zu gehen.

Mittlerweile hab ich ihn richtig lieb gewonnen, und es kommt mir oft so vor als ob es mein Hund wäre.

Gerade will ich das Gebäude wieder verlassen, da steht auf einmal ein großer Mann vor mir.

Kurz sehe ich ihm in die Augen, er erwidert meinen Blick und lächelt mich an.

Irgendwie ist er unheimlich.

Seine Augen hat er hinter einer ganz schwarzen Sonnenbrille versteckt, obwohl man die heute eigentlich nicht bräuchte und sonst hat er nur schwarze Sachen an.

Ich senke schnell den Blick und laufe an ihm vorbei, bevor die Tür hinter mir zu fällt spüre ich noch eine Weile seinen Blick im Rücken.Bei mir zu Hause angekommen hängt ein Zettel an der Tür. Bin mit dem Hund eine Weile zu meiner Schwester gefahren. Na toll, also wird das schon mal nix.

Aber immer hin bleibt mit noch mein Eis.

In der Wohnung mache ich es mir erst mal richtig bequem. Das heißt, ich ziehe die Schuhe aus und gehe in die Küche. Als ich den Eisschrank sehe taumle ich ein paar Schritte zurück. Nichts! Absolut nichts drin, kein Schokoladeneis und kein Vanilleeis. Mein Welt bricht zusammen.

Das bedeutet das ich jetzt einen total langweiligen Abend haben werde, ohne den Hund und ohne Eis. -.-* Schmollend setze ich mich vor den Fernseher und sehe mir eine total langweilige Reportage über Insekten an. Irgendwann mitten drin muss ich wohl eingeschlafen sein, den das Klingeln meines Handys reist mich aus dem Schlaf. Auf dem Display erscheint mir eine nur zu gut bekannte Nummer. „Heyy Lana“ begrüße ich meine nervige Kollegin gespielt fröhlich. „Lana es ist etwas schlimmes passiert“ schnieft sie. „Was den?“

„Naja ich hab dir doch von meinem Freund erzählt“ „Ja“

Ihr ach so toller,reicher und gut aussehender junger Freund der ihr jeden Wunsch von den Lippen abließt.

„Er war gerade hier und wir haben uns gestritten, da hab ich ihn raus geworfen“

„Oh und was jetzt?“ ja vielleicht nicht die beste Art zu reagieren, aber gestern war es genau das selbe und keine 10 Minuten nach ihrem Anruf waren sie wieder total happy zusammen. „ Jetzt steht er vor meiner Wohnung und brüllt die ganze Zeit nur das ich ihn rein lassen soll“ stammelt sie.

Das ist mal was neues, normalerweise ist es bei ihren anderen Typen immer so, dass sie nach einem Streit für immer verschwinden und sie sucht sich dann einen anderen, bei dem sie denkt es wäre die ganz große Liebe.

„Soll ich vorbei kommen und das regeln?“ frage ich vorsichtig und hoffe sie sagt nein.

„Ja, das wäre totaaaal nett von dir“

„Okay bin gleich da“

Ich lege auf und ziehe mir meine Sachen an. Wen man sich jetzt fragen sollte warum ich das mache, ich bin einfach viiiiiel zu nett für diese Welt! Und ja ich mag sie nicht, aber vielleicht würde sie ja auch mal das selbe für mich machen ;) Sie wohnt eine halbe Stunde weit weg, also laufe ich schneller als normal und als ich ankomme kann man sie streiten hören. Jeder andere würde die Polizei rufen und ihn nicht in die Wohnung lassen, aber nein Lana muss ja genau das nicht machen. Die Tür steht weit offen, eine heulende Lana sitzt auf dem Sofa und ein schreiender Typ steht vor ihr.

„Hallo?“ frage ich aber niemand beachtet mich. Nach 2 weiteren kläglichen Versuchen reicht es mir. „KLAPPE HALTEN“ schreie ich, der Typ hört auf zu schreien und beide sehen mich an.

„Geht doch“ lobe ich sie und wende mich dann an den Typ. „Warum schreist du sie an?“

„Sie trifft sich hinter meinem Rücken mit anderen Kerlen“ „Das war nur ein Freund von mir, nicht mehr“ piepst Lana vom Sofa aus.

„Da hörst du es! Es ist nur ein Freund gewesen, wen das deine Freundin sagt warum verdammt noch mal glaubst du ihr es dann nicht einfach?“

„Weil sie mich davor angelogen hat“ giftet er mich an. Ich sehe Lana fragend an.

„Das war nur weil ich nich wollte das er eifersüchtig wird. Und ich wollte auch nicht das er etwas davon erfährt das..“ sie wird immer leiser und verschränkt die Arme vor dem Bauch. „Das?“ fragt der Typ auf einmal ganz sanft. „Das.. das … ach man das ich schwanger bin“ sagt sie und fängt gleich wieder an zu weinen.

Will die mich verarschen? Sie? Schwanger? Von dem Typen? „ Bin ich der Vater?“ fragt Typ sie und nimmt zärtlich ihre Hand. „Natürlich bist du es, aber ich weiß nicht ob ich es behalten soll“ sagt sie und ich lasse die zwei mal lieb alleine. Das geht mich jetzt wirklich nix an!

Aber jetzt wieder nach Hause gehen und so lange langweilen bis ich einschlafe will ich auch nicht mehr, also nehme ich mein Handy raus und rufe Dorian an.

„Was?“ meldet er sich offensichtlich schlecht gelaunt. „Nette Begrüßung“ murmle ich nur und mache mich nebenher auf den Weg nach Hause.

„Oh sorry Schatz wollte dich nicht so an motzen, gibt nur ein bisschen Stress hier. Was gibt’s?“

„mmhh wollte eigentlich nur fragen ob wir was machen könnten“

„Ich dachte du machst was mit Kollegen!?“ „Nein, es hat leider doch nicht geklappt! Und so ganz alleine wollte ich auch nicht weg gehen“

„Ach so okay. Also ich muss eigentlich arbeiten, aber vielleicht..“ „Was vielleicht?“

„Vielleicht könntest du vorbei kommen, ich zeig dir das Haus und stell dir die anderen vor. Was hältst du davon?“ „Ja kann ich machen, aber du musst mir dann jetzt ganz genau beschreiben wo ich hin muss“

„Warte kurz“ sagt er und ich höre wie er das Handy weg legt. „ Patrick“ höre ich ihn im Hintergrund schreien. „Gut hohl sie ab“

„Schatz?“

„Noch da“

„Gut also ein Freund von mir wird dich abholen er heißt..“ „ Lass mich raten, er heißt Patrick?“ unterbreche ich in amüsiert. „Genau“ lacht er.

„Okay ich warte vor dem Haus auf ihn“

„Gut, also ich muss dann mal weiter machen, bis gleich mein Schatz“ mit diesen Worten legt er auf und ich komme 2 Minuten später vor meinem Haus an.