Gefährtin des Vampirs

Amelie D. · Kapitel 5 von 6

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Gefährtin des Vampirs

Kapitel 6

 

 

Am nächsten Morgen stehe ich vor dem Bett und sehe auf einen schnarchenden Vampir runter, der mich die ganze Nacht lang wach gehalten hat.

Ein paar Leute in meinem Leben haben immer gesagt: „ Kind binde dich nie an einen Mann, wenn du Pech hast ist er der falsche und du kommst einfach nicht mehr los“.

Ich denke, im Moment kann man nicht mehr gebunden sein als ich. Aber das dumme ist, es macht mir in diesem Moment überhaupt NICHTS aus.

Entnervt schnaube ich, er hat alles verändert, Blödmann! Leise gehe ich aus dem Zimmer, den Flur entlang, die blöde ewig lange Treppe runter und in die Küche.

Er hat so gut wie nichts zum Essen da, naja außer ein paar Blutkonserven.

Also mache ich mir nur ein Spiegelei und nehme mir vor heute wieder nach Hause zu gehen ooooder einkaufen zu gehen. Okay ja ich habe gesagt ich will nicht bei ihm wohnen, aber hier ist es viel schöner als in meiner Wohnung und ich wäre nicht immer so alleine.

Viele Vorteile, sehr, sehr viele sogar.

Der einzige Nachteil den ich sehen kann ist, dass ich viel länger in die Stadt brauche, aber andrerseits ist es auch so schön ruhig hier. Und wenn ich hier wohnen würde, könnte ich mir einen Hund kaufen! Ich wollte immer schon einen so richtig großen haben, aber stecke mal eine riesen Hund in eine Mini Wohnung. Das ist für mich auch eine Art der Tierquälerei.

Ganz vertieft in meine Gedanken bekomme ich überhaupt nicht mit wie jemand das Zimmer betritt.

Wäre wahrscheinlich voll romantisch, wenn es Dorian wäre, er mich von hinten umarmen würde und mir einen Kuss auf den Scheitel geben würde oder so, aber wir sind ja nicht in irgendeinem schnulzigen Film!

Deshalb, nein es ist nicht Dorian, sondern ein anderer Vampir, von dem ich mal behaupten will das er schwul ist. Vielleicht könnte man es daran erkennen, dass er eine schwarze Lederhose an hat, glitzernde Stiefeletten und ein Glitzeroberteil das Bauch frei ist und einen ziemlich großen Ausschnitt hat, aber ich würde eher sagen, Weibliche Intuition.

„Morgen“ sagt er lächelnd und schnüffelt dann einfach mal so in der Gegend rum während ich immer noch geschockt da stehe und sein äußerst kreatives Outfit betrachte.

„Ohhhh Spiegelei bekomm ich auch was“ er lässt sich auf einen Stuhl fallen und alles wozu ich noch im Stande bin, 2 Teller zu nehmen, dass Spiegelei drauf zu tun und mich dann zu ihm setzten. „ Ich bin übrigens Nicolas und du musst Lea sein dein Bärchen hat mir schon sooo viel erzähl“

Mein was?

Okay, ja vielleicht habe ich Dorian schon mal ganz still und heimlich solche Namen gegeben, aber es laut ausgesprochen zu hören ist dann leider doch so witzig das ich mich fast an meinem Essen verschlucke und erst mal richtig heftig husten muss. „Sorry“ grinst er nur und holt sich gleich nochmal ein bisschen Ei. Aber auch das scheint ihm noch nicht zu reichen, also gebe ich ihm auch noch den Rest von meinem.

„Du bist ganz anders als er dich immer beschrieben hat“ „ So, wie hat er das den?“

„Naja er hat gesagt, „wenn sie einmal anfängt mit reden kann man sie fast nicht dazu bringen wieder auf zu hören“, aber ich finde du bist echt leise“

„Stimmt, bei Menschen oder auch Vampiren die ich nicht kenne, bin ich eben etwas schüchtern“

Kaum habe ich den Satz zu ende gebracht, da werde ich auch schon fest an Nicolas Brust gedrückt.

„Brauchst du doch nicht, du bist ab jetzt meine beste Freundin, endlich hab ich jemanden zum shoppen du ahnst ja nicht wie es ist mit dem großen, bösen Brummbären zu leben. Nie wollte er shoppen gehen, noch nicht mal als ich es mir zum Geburtstag gewünscht habe. „Ein 312 Geburtstag ist nicht wichtig“ hat er gesagt, „ komm wieder wenn du 350 wirst“ hat er gesagt. Aber ich will jetzt shoppen gehen, mit 350 will ich bestimmt ganz andere Dinge als jetzt“

Er redet immer weiter und weiter, bis ein Knurren von der Tür ertönt.