Gefährtin des Vampirs

Amelie D. · Kapitel 4 von 6

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Gefährtin des Vampirs

Kapitel 5

 

Es ist kalt draußen, aber ich hatte keine Lust meine Jacke zu holen. Und wie es aussieht brauche ich die auch nicht. Ein schwarzes Auto kommt direkt vor mir zum stehen und die Tür wird auf gemacht.

„Hey ich bin..“

„Patrick“ sage ich lächelnd und steige ein. „Genau und du bist dann wohl Lea“

„Jap“ wir schütteln uns kurz die Hand, dann schnalle ich mich an und er fährt los.

Erst weis ich noch wo wir sind, aber nach dem er das 14 Mal abgebogen ist, habe ich keine Ahnung mehr. Es stehen immer weniger Häuser an der Straße, bis irgendwann gar keine mehr zu sehen sind.

Wer wohnt den bitte in so einer Einöde? Frage ich mich noch und prompt wird die Frage beantwortet.

Ein Haus, okay eher eine Villa, die aussieht als wäre sie schon sehr alt, steht da, und sieht ein wenig verloren aus. Wir halten kurz an dem Tor das davor steht an und legt seine Hand auf das dafür vorgesehen Feld und gibt einen Code ein. Das Tor öffnet sich schnell und lautlos und kurz nachdem wir hindurch gefahren sind, schließt es sich auch schon wieder. Nachdem Patrick den Motor ausgestellt hat, steigen wir zusammen aus und gehen auf das Haus zu.

Schon alleine die Tür, sieht so aus als würde sie mehr kosten als ich Monatlich verdiene.

Sie ist groß, weiß, mit geschwungenen Verzierungen und an beiden Seiten stehen große Marmorsäulen.

Drinnen sieht es nicht anders aus, hohe Decken, alles weiß aber nicht so das es aussieht wie in einem Krankenhaus, auch hier, im Eingangsbereich, der so groß ist wie meine halbe Wohnung, stehe ein paar Marmorsäulen.

An den Wänden hängen Gemälde, auf dem Boden liegen rote Teppiche und auf ein paar kleinen Tischchen stehen Vasen. Alles in allem ist es wunderschön, und alles passt perfekt zusammen.

„ Ich denke Dorian kommt gleich, warte einfach so lange hier“ sagt Patrick und führt mich in einen Nebenraum. Ein riesiges graues Sofa steht in der Ecke, daneben ein paar passende Sessel und davor steht ein Flachbildschirm. Daneben steht ein großer, langer schwarzer Tisch, an dem Stühle in verschiedenen Farben stehen.

Ich setze mich auf das Sofa und schlage die Beine übereinander. Nervös stütze wippe ich mit einem Bein und starre auf die Tür. Die Zeit vergeht und nichts tut sich.

Nach einer Stunde stehe ich auf und mache mich auf in Richtung Tür.

So was lasse ich doch nicht mit mir machen, 5 Minuten okay, 10 Minuten okay aber EINE STUNDE?

Vielleicht hätte ich in dieser Zeit schon etwas schlafen können, denn ich bin langsam echt müde.

Aber nein ich musste meine zeit hier verschwende indem ich auf den Mann warte denn ich liebe und der mich einfach so OHNE meine Erlaubnis zu seiner blöden Gefährtin gemacht hat. Vielleicht können das andere Vampire mit ihren Gefährtinnen machen, aber dieser Vampir kann das nicht! Verarschen kann ich mich selber.

An der Tür angekommen reise ich sie auf und stürme sauer nach draußen.

Die Tür lasse ich einfach offen.

Gerade bin ich an dem Eingangstor angekommen als ich Dorian meinen Namen rufen höre.

„ Lea? Liebling bleib doch bitte stehen“ ruft er und als ich mich nicht umdrehe steht er kurze Zeit später einfach vor mir und hält mich fest. „Schatz es tut mir leid ich war noch in einer Besprechung. Sie war wichtig“ fängt er an zu erklären aber mit meinem Blick bringe ich ihn zum schweigen.

„ Verdammt Dorian. Ich fahre extra hier her um dich zu sehen nachdem DU es vorgeschlagen hast und dann lässt du mich hier alleine eine Stunde sitzen. Mein Vertrauen zu dir war angeknackst aber weil du immer diesen Blick drauf hast und mein Herz immer höher schlagen lässt verzeihe ich dir doch eh immer alles“ schnauze ich ihn an und schon setzt er seinen Bitte-hab-mich-lieb-und-sei-nicht-böse Blick auf.

Kurz schaffe ich es noch hart zu bleiben, aber dann muss ich lächeln weil er doch so verdammt niedlich ist.

„Arschloch“ murmle ich noch bevor ich ihm die Arme um die Taille lege und mich an ihn drücke.

„ Tut mir leid aber du wirst damit leben müssen“ lacht er und drückt mich fest an sich.Zusammen gehen wir wieder an in das Haus und er beginnt mich durch die Zimmer zu führen. 13 sind es insgesamt.

Viele davon sind Gästezimmer und die meisten davon sind mit einem eigenen Badezimmer.

Zum Schluss stehen wir vor der letzten Tür. Sie liegt am Ende eines langen Ganges, der ganz in rot gehalten wurde und einen sehr dunklen Fußboden hat. „Wer wohnt hier?“ frage ich ihn gespannt nachdem er mir die Zimmer der anderen bereits gezeigt hat.

„Wir“ sagt er und ich sehe ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Naja okay irgendwann werden wir zwei hier zusammen wohnen, bis jetzt lebe ich aber alleine hier“ korrigiert er sich und öffnet die Tür. Zuerst fällt mir der Schrank auf. Ja ich weis typisch Frau, aber in dem Fall kann man es mir nicht verübeln. Er ist groß, hat zwei Schiebetüren mit Spiegel daran und besteht aus einem dunklen Holz.

Davor liegt ein heller Teppich in beige über dem braunen, leicht roten Parkett.

Alles in allem ein typisches Männerzimmer. Bis auf einen großen Flachbildschirm, an dem eine Ps3 angeschlossen ist gibt es nichts was darauf hindeutet das es richtig bewohnt wir.

Klar kann ich mir bei ihm vorstellen das er nicht sehr oft hier drin ist, aber wenn sollte er sich doch auch wohlfühlen oder ist im das alles egal.

„Wie findest du es?“ fragt er mich nachdem er die Tür geschlossen hat und wir uns auf das Bett setzten.

„Es ist...naja...irgendwie...anders als der Rest“ versuche ich es auf eine mehr oder weniger nette Art auszudrücken. „Nicht so begeistert?“

„Alsooo es ist eben nicht so liebevoll eingerichtet wie der Rest des Hauses, und wie alle anderen Zimmer der Krieger“ „Ja, das liegt daran das ich Nicolas nicht hier rein lasse“ „Wer ist das?“

„So zusagen der Inneneinrichter hier unter den Kriegern. Er liebt es immer neue Sachen in Räume zu stellen. Aber mein Zimmer war bisher immer Tabu“

„Dann solltest du ihn aber mal ganz schnell hier rein lassen! Ich meine wenn ich hier vielleicht irgendwann mal einziehen sollte, wenn das mit uns alles klappt, werde ich mich sonst ganz sicher HIER nicht lange wohlfühlen“

„Muss das sein? Ich find es gut wie es ist“ „Ja also ich fand mein leben als Single auch ganz gut wie es war als ich dich kennengelernt habe“ necke ich ihn und fange an zu lachen. „Das ist nicht lustig“ behauptet er aber ich kann genau sehen wie er sein Lachen unterdrückt.

„Du bist immer viel zu ernst. Da hat man ja das Gefühl mit einem alten Knacker zusammen zu sein“

Nach diesem Spruch guckt er mich erst geschockt an, aber dann muss er lachen und lässt sich nach hinten auf das Bett fallen. „Ich glaube mit dir werde ich noch eine Menge zu lachen haben“ „Ja das glaube ich auch. 2 Monate hast du ja schon hinter dir. Jetzt musst du nur noch die Ewigkeit überstehen“ „Wird mir ein Vergnügen sein“

seufzend lasse ich mich auch zurück fallen. Es ist richtig spät geworden und ich bin müde, also kuschle ich mich an Dorian und schließe die Augen.

„Müde?“ fragt er lachend.

Ich gebe ein Grummeln von mir und schlafe schließlich ein.