Romantische Lieder

Hermann Hesse · Kapitel 48 von 49

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Romantische Lieder

Maria.

 

I.

S o s c h ö n b i s t D u !

 

Ein Lieblingstraum, aus goldnen Nächten

Vortretend, schlank, in ernster Ruh’,

Den Zauberschleier in der Rechten —

So schön bist Du!

 

Mein Blick erstaunt und muß sich senken,

Mein Herz schließt alle Thore zu,

Dem Wunder heimlich nachzudenken —

So schön bist Du!

 

II.

S o z i e h e n S t e r n e —

 

So ziehen Sterne ihre Bahn,

Unwandelbar und unverstanden!

Wir winden uns in hundert Banden,

Du steigst von Glanz zu Glanz hinan.

 

Dein Leben ist ein einzig Licht!

Ich muß aus meinen Dunkelheiten

Sehnsüchtige Arme nach Dir breiten,

Du lächelst und verstehst mich nicht.

 

III.

D u a b e r .

 

Der Meister schwieg und that die Geige aus der Hand.

Uns schlug das Herz! Du aber mußtest

Die Hand ihm geben. Ob Du wußtest,

Daß Ihr Glückskinder seid aus Einem Vaterland?

 

IV.

I c h f r a g t e D i c h .