Romantische Lieder
III. (Berceuse.)
Noch einen Tanz!
Wie bald! und Kerzenschein
Und Klang und Lust verlischt; der Mondschein flicht
Schwermütig seinen Kranz in Tod und Graus.
— Juchhe, Musik! Vom Tanz erbebt das Haus,
Erregt am Pfeiler klirrt mein hängend Schwert. —
Vor den Fenstern wiehert mein Pferd.
III.
( B e r c e u s e . )
Sing mir Dein liebes Wiegenlied!
Seit meine Jugend von mir schied,
Mag ich so gern die Weise hören.
Komm’ zu mir, süßer Wunderklang,
Nur Du kannst noch die Nacht entlang
Mein ruheloses Herz bethören.
Leg’ mir auf’s Haar die schmale Hand
Und laß von unsrem Heimatland,
Von totem Ruhm und Glück uns träumen.
Gleich einem Stern, der einsam zieht,
Soll flackerhell Dein Märchenlied
Die Nächte meiner Schwermut säumen.
Und stelle mir zu Häupten doch
Den Rosenstrauß! Er duftet noch
Und träumt sich heimwärts wehbeklommen.
Ich bin ja auch so welk und schwank,
Gebrochen und am Heimweh krank,
Und kann nicht mehr nach Hause kommen.