
Die Judenbuche
von Annette von Droste-Hülshoff

Sieben Gedichte, teils gereimt, teils in freien Zeilen. Abendstunde beginnt mit der Stille rings um das Haus, mit goldenem Abendschein am Fenster und der Dunkelheit, die aus der Erde steigt. In Blau treibt ein Boot auf jenen Punkt am Ende der Welt zu, wo der Himmel sich dem Meer vermählt. Das längste Stück gehört dem Meer selbst, wild wie am ersten Schöpfungstag, mal ruhend an freundlichen Gestaden, mal alles verschlingend. Das Erntelied dankt für Korn und Brot in einer Zeit, in der niemand mehr Garben bindet, Für Helmut steht an einem schlichten Stein mit zwei Zahlen darauf. Dazu Abschied vom Moor mit Wollgras und Kranichen und die Begegnung mit einem fremden Kind, das an einem grauen Morgen einfach Hallo sagt.