Transatlantische Reiseskizzen und Christophorus Bärenhäuter: Zweites Bändchen

Christophorus Bärenhäuter im Amerikanerlande.

Christophorus Bärenhäuter

im Amerikanerlande.

 

Die folgende Geschichte ist aus dem Archive von Toffelsville gezogen, welches Archiv von den wißbegierigen Reisenden bis auf den heutigen Tag in besagtem Toffelsville No. I, der Residenz von Barthel Bärenhäuter, dem ehelichen Descendenten von Christoph Bärenhäuter, eingesehen werden kann und mag. Wir referiren zu den zwei letzten Seiten der Familienbibel, unter welcher das besagte Archiv verstanden ist, und welche Familienbibel, 1618 zu Nürnberg gedruckt (demselben Jahre, in welchem der famöse dreißigjährige Krieg ausgebrochen), schon durch ihr respectables Ansehen und ihre Schwere (sie ist mit messingnen Klappen, man könnte sagen, in Erz eingebunden) jeden leichten Zweifel niederzuschlagen vollkommen geeignet ist.

Die Quellen unserer Geschichte sind daher über jeden Verdacht erhoben, und ihre Authenticität wird noch mehr durch den Umstand erhöht, daß ein Extrakt von dem mehrerwähnten Archive seinen Weg, durch welche Mittel, ist uns unbekannt, [10] in das Magazin eines westlichen Predigers, nun bedauerlichermaßen verblichen, gefunden hat. Wir sagen bedauerlichermaßen, weil der besagte achtbare Prediger in diesem seinem verblichenen Magazin und andern Schriften, unter denen wir nur die westliche Geographie nennen, ein Licht über die Entstehung und den Fortgang der Niederlassungen jenseits der Alleghanygebirge verbreitet hat, das mehr Belehrung über diese interessanten Staaten gewährt und gründlichere Forschungen enthält, als die fünfhundert Reisebeschreibungen sämmtlicher Europäer zusammen genommen, die unserm Lande und dessen Bewohnern die Ehre erwiesen, dieselben zu schildern, nicht wie sie sind, sondern wie sie beide gerne haben möchten, um ihren respectiven Allerhöchsten Patronen und deren loyalen Unterthanen weniger Herzklopfen zu verursachen.

[10]: Flint, der zehn Jahre Prediger im Missisippithale gewesen.