Turandot, Prinzessin von China
Kalaf. Unglückliche! So log die Sage nicht!
So ist sie wahr, die klägliche Geschichte,
Die ich für eine Fabel nur gehalten!
Adelma. Mein Vater Keicobad, ein kühner Mann, Nur seinem Schmerz gehorchend, überzog
Die Staaten Altoums mit Heeresmacht,
Des Sohnes Mord zu rächen—Ach, das Glück
War ihm nicht günstig! Männlich fechtend fiel er Mit allen seinen Söhnen in der Schlacht.
Ich selbst, mit meiner Mutter, meinen Schwestern, Ward auf Befehl des wüthenden Veziers,
Der unsern Stamm verfolgte, in den Strom
Geworfen. Jene kamen um; nur mich
Errettete die Menschlichkeit des Kaisers,
Der in dem Augenblick ans Ufer kam.
Er schalt die Gräuelthat und ließ im Strom
Nach meinem jammervollen Leben fischen.
Schon halb entseelt werd' ich zum Strand gezogen; Man ruft ins Leben mich zurück; ich werde
Der Turandot als Sklavin übergeben,
Zu glücklich noch, das Leben als Geschenk
Von eines Feindes Großmuth zu empfangen.
O, lebt in Eurem Busen menschliches Gefühl,
So laßt mein Schicksal Euch zu Herzen gehn!
Denkt, was ich leide! Denkt, wie es ins Herz
Mir schneidet, sie, die meinen ganzen Stamm
Vertilgt, als eine Sklavin zu bedienen.
Kalaf. Mich jammert Euer Unglück. Ja, Prinzessin, Aufricht'ge Thränen zoll' ich Eurem Leiden—
Doch Euer grausam Loos, nicht Turandot
Klagt an—Eu'r Bruder fiel durch eigne Schuld,
Euer Vater stürzte sich und sein Geschlecht
Durch übereilten Rathschluß ins Verderben.
Sagt, was kann ich, selbst ein Unglücklicher,
Ein Ball der Schicksalsmächte, für Euch thun?
Ersteig' ich morgen meiner Wünsche Gipfel, So sollt Ihr frei und glücklich sein—Doch jetzt
Kann Euer Unglück nichts als meins vermehren.
Adelma. Der Unbekannten konntet Ihr mißtrauen; Ihr kennt mich nun—Der Fürstin werdet Ihr,
Der Königstochter, glauben, was sie Euch
Ans Mitleid sagen muß und lieber noch
Aus Zärtlichkeit, aus Liebe sagen möchte.
—O, möchte dies befangne Herz mir trauen,
Wenn ich jetzt wider die Geliebte zeuge!
Kalaf. Adelma, sprecht, was habt Ihr mir zu sagen?
Adelma. Wißt also, Prinz—Doch nein, Ihr werdet glauben Ich sei gekommen, Euch zu täuschen, werdet
Mit jenen feilen Seelen mich verwechseln,
Die für das Sklavenjoch geboren sind.
Kalaf. Quält mich nicht länger! Ich beschwör' Euch, sprecht! Was ist's? Was habt Ihr mir von ihr zu sagen,
Die meines Lebens einz'ge Göttin ist?
Adelma (bei Seite). Gib Himmel, daß ich jetzt ihn überrede!
(Zu Kalaf sich wendend.)
Prinz, diese Turandot, die schändliche,
Herzlose, falsche, hat Befehl gegeben,
Euch heut am frühen Morgen zu ermorden.
—Dies ist die Liebe Eurer Lebensgöttin!
Kalaf. Mich zu ermorden?
Adelma. Ja, Euch zu ermorden!
Beim ersten Schritt aus diesem Zimmer tauchen Sich zwanzig Degenspitzen Euch ins Herz,
So hat es die Unmenschliche befohlen.
Kalaf (steht schnell auf und geht gegen die Thüre). Ich will die Wache unterrichten.
Adelma (hält ihn zurück). Bleibt!
Wo wollt Ihr hin? Ihr hofft noch, Euch zu retten? Unglücklicher, Ihr wißt nicht, wo Ihr seid,
Daß Euch des Mordes Netze rings umgeben!
Dieselben Wachen, die der Kaiser Euch
Zu Hütern Eures Lebens gab, sie sind—
Gedingt von seiner Tochter, Euch zu tödten.
Kalaf (außer sich, laut und heftig mit dem Ausdruck des innigsten Leides).
O Timur! Timur! Unglücksel'ger Vater!
So muß dein Kalaf endigen! Du mußt
Nach Peckin kommen, auf sein Grab zu weinen! Das ist der Trost, den dir dein Sohn versprach!
—Furchtbares Schicksal!
(Er verhüllt sein Gesicht, ganz seinem Schmerz hingegeben.)
Adelma (für sich, mit frohem Erstaunen). Kalaf! Timurs Sohn! Glücksel'ger Fund!—Fall' es nun, wie es wolle!
Entgeh' er meinen Schlingen auch, ich trage
Mit diesen Namen sein Geschick in Händen.
Kalaf. So bin ich mitten unter den Soldaten,
Die man zum Schutz mir an die Seite gab,
Verrathen! Ach, wohl sagte mir's vorhin
Der feilen Sklaven einer, daß Bestechung
Und Furcht des Mächtigen das schwache Band
Der Treue lösen—Leben, fahre hin!
Vergeblich ist's, dem grausamen Gestirn,
Das uns verfolgt, zu widerstehn—Du sollst
Den Willen haben, Grausame—dein Aug
An meinem Blute weiden! Süßes Leben,
Fahr hin! Nicht zu entfliehen ist dem Schicksal.
Adelma (mit Feuer). Prinz, zum Entfliehen zeig' ich Euch die Wege, Nicht müß'ge Thränen bloß hab' ich für Euch.
Gewacht hab' ich indeß, gesorgt, gehandelt,
Kein Gold gespart, die Hüter zu bestechen.
Der Weg ist offen. Folgt mir! Euch vom Tode,
Mich aus den Banden zu befreien, komm' ich.
Die Pferde warten, die Gefährten sind
Bereit. Laßt uns aus diesen Mauern fliehen,
Worauf der Fluch der Götter liegt. Der Khan
Von Berlas ist mein Freund, ist mir durch Bande Des Bluts verknüpft und heilige Verträge.
Er wird uns schützen, seine Staaten öffnen,
Uns Waffen leihen, meiner Väter Reich
Zurück zu nehmen, daß ich mit Euch theile,
Wenn Ihr der Liebe Opfer nicht verschmäht.
Verschmäht Ihr's aber und verachtet mich,
So ist die Tartarei noch reich genug
An Fürstentöchtern, dieser Turandot
An Schönheit gleich und zärtlicher als sie.
Aus ihnen wählt Euch eine würdige
Gemahlin aus! Ich—will mein Herz besiegen,
Nur rettet, rettet dieses theure Leben!
(Sie spricht das Folgende mit immer steigender Lebhaftigkeit, indem sie ihn bei der Hand ergreift und mit sich fortzureißen sucht.)
O, kommt! Die Zeit entflieht, indem wir sprechen. Die Hähne krähn, schon regt sich's im Palast,
Todbringend steigt der Morgen schon herauf.
Fort, eh der Rettung Pforten sich verschließen!
Kalaf. Großmüthige Adelma! Einz'ge Freundin! Wie schmerzt es mich, daß ich nach Berlas Euch Nicht folgen, nicht der Freiheit süß Geschenk,
Nicht Euer väterliches Reich zurück
Euch geben kann—Was würde Altoum
Zu dieser heimlichen Entweichung sagen?
Macht' ich nicht schändlichen Verraths mich schuldig, Wenn ich, des Gastrechts heilige Gebräuche
Verletzend, aus dem innersten Serail
Die werthgehaltne Sklavin ihm entführte?
—Mein Herz ist nicht mehr mein, Adelma. Selbst Der Tod, den jene Stolze mir bereitet, Wird mir willkommen sein von ihrer Hand.
—Flieht ohne mich, flieht, und geleiten Euch
Die Götter! Ich erwarte hier mein Schicksal.
Noch tröstlich ist's, für Turandot zu sterben,
Wenn ich nicht leben kann für sie—Lebt wohl!
Adelma. Sinnloser! Ihr beharrt? Ihr seid entschlossen?
Kalaf. Zu bleiben und den Mordstreich zu erwarten.
Adelma. Ha, Undankbarer! Nicht die Liebe ist's, Die Euch zurückhält—Ihr verachtet mich!
Ihr wählt den Tod, um nur nicht mir zu folgen!
Verschmähet meine Hand, verachtet mich;
Nur flieht, nur rettet, rettet Euer Leben!
Kalaf. Verschwendet Eure Worte nicht vergebens; Ich bleibe und erwarte mein Geschick.
Adelma. So bleibet denn! Auch ich will Sklavin bleiben, Ohn' Euch verschmäh' ich auch der Freiheit Glück. Laß sehn, wer von uns beiden, wenn es gilt,
Dem Tode kühner trotzt! (Von ihm wegtretend.) Wär' ich die Erste,
Die durch Beständigkeit ans Ziel gelangte? (Für sich. Mit Accent.) Kalaf! Sohn Timurs! (Verneigt sich spottend.)
Unbekannter Prinz!
Lebt wohl! (Geht ab.)
Kalaf (allein). Wird diese Schreckensnacht nicht enden? Wer hat auf solcher Folter je gezittert?
Und endet sie, welch neues größres Schreckniß
Bereitet mir der Tag! Aus welchen Händen!
Hat meine edelmüthig treue Liebe
Solches um dich verdient, tyrannisch Herz!
—Wohlan! Den Himmel färbt das Morgenroth,
Die Sonne steigt herauf, und allen Wesen
Bringt sie das Leben, mir bringt sie den Tod!
Geduld, mein Herz, dein Schicksal wird sich lösen!
Eilfter Auftritt.
Brigella. Kalaf.
Brigella. Der Divan wird versammelt, Herr. Die Stunde Ist da. Macht Euch bereit!
Kalaf (mißt ihn mit wilden, scheuen Blicken). Bist du das Werkzeug? Wo hast du deinen Dolch versteckt? Mach's kurz! Vollziehe die Befehle, die du hast!
Du raubst mir nichts, worauf ich Werth noch legte.
Brigella. Was für Befehle, Herr? Ich habe keinen Befehl, als Euch zum Divan zu begleiten,
Wo Alles schon versammelt ist.
Kalaf (nach einigem Nachsinnen, resigniert). Laß uns denn gehn! Ich weiß, daß ich den Divan lebend nicht
Erreichen werde—Sieh, ob ich dem Tod
Beherzt entgegen treten kann.
Brigella (sieht ihn erstaunt an).
Was Teufel schwatzt er da von Tod und Sterben? Verwünschtes Weibervolk! Sie haben ihn
In dieser ganzen Nacht nicht schlafen lassen;
Nun ist er gar im Kopf verrückt!
Kalaf (wirft das Schwert auf den Boden). Da liegt Mein Schwert. Ich will mich nicht zur Wehre setzen. Die Grausame erfahre wenigstens,
Daß ich die unbeschützte Brust von selbst
Dem Streich des Todes dargeboten habe!
(Er geht ab und wird, sowie er hinaustritt, von kriegerischem Spiel empfangen.)
Fünfter Aufzug.
Die Scene ist die vom zweiten Aufzug.
Im Hintergrunde des Divans steht ein Altar mit einer chinesischen Gottheit und zwei Priestern, welche nach Aufziehung eines Vorhangs sichtbar werden.—Bei Eröffnung des Akts sitzt Altoum auf seinem Throne. Pantalon und Tartaglia stehen zu seinen beiden Seiten; die acht Doktoren an ihrem Platze, die Wache unter dem Gewehre.
Erster Auftritt.
Altoum. Pantalon. Tartaglia. Doctoren. Wache. Gleich darauf Kalaf.
Kalaf (tritt mit einer stürmischen Bewegung in den Saal, voll Argwohn hinter sich schauend. In der Mitte der Scene verbeugt er sich gegen den Kaiser, dann für sich).
Wie? Ich bin lebend hier—Mit jedem Schritt
Erwartet' ich die zwanzig Schwerter in der Brust Zu fühlen, und, von Niemand angefallen,
Hab' ich den ganzen Weg znrückgelegt?
So hätte mir Adelma falsche Botschaft
Verkündet—oder Turandot entdeckte
Die Namen, und mein Unglück ist gewiß!
Altoum. Mein Sohn! ich sehe deinen Blick umwölkt, Dich quälen Furcht und Zweifel—Fürchte nichts mehr! Bald werd' ich deine Stirn erheitert sehn,
In wenig Stunden endet deine Prüfung.
—Geheimnisse von freudenreichem Inhalt
Hab' ich für dich—Noch will ich sie im Busen
Verschließen, theurer Jüngling, bis dein Herz,
Der Freude offen, sie vernehmen kann.
—Doch merke dir: Nie kommt das Glück allein; Es folgt ihm stets, mit reicher Gaben Fülle
Beladen, die Begleitung nach—Du bist
Mein Sohn, mein Eidam! Turandot ist dein!
Dreimal hat sie in dieser Nacht zu mir
Gesendet, mich beschworen und gefleht,
Sie von der furchtbarn Probe loszusprechen.
Daraus erkenne, ob du Ursach hast,
Sie mit getrostem Herzen zu erwarten.
Pantalon (zuversichtlich).
Das könnt Ihr, Hoheit! Auf mein Wort! Was das Betrifft, damit hat's seine Richtigkeit.
Nehmt meinen Glückwunsch an! Heut ist die Hochzeit. Zweimal ward ich in dieser Nacht zu ihr
Geholt; sie hatt' es gar zu eilig; kaum
Ließ sie mir Zeit, den Fuß in die Pantoffel
Zu stecken; ungefrühstückt ging ich hin;
Es war so grimmig kalt, daß mir der Bart
Noch zittert—Aufschub sollt' ich ihr verschaffen, Rath schaffen sollt' ich—bei der Majestät
Fürsprach einlegen—Ja, was sollt' ich nicht!
's war mir ein rechtes Gaudium und Labsal,
Ich leugn' es nicht, sie desperat zu sehn.
Tartaglia. Ich ward um sechs Uhr zu ihr hin beschieden; Der Tag brach eben an; sie hatte nicht
Geschlafen und sah aus wie eine Eule.
Wohl eine halbe Stunde bat sie mich,
Gab mir die schönsten Worte, doch umsonst!
Ich glaube gar, ich hab' ihr bittre Dinge
Gesagt vor Ungeduld und grimm'ger Kälte.
Altoum. Seht, wie sie bis zum letzten Augenblick Noch zaudert! Doch sie sperret sich umsonst.
Gemessene Befehle sind gegeben,
Daß sie durchaus im Divan muß erscheinen,
Und ist's mit Güte nicht, so ist's mit Zwang.
Sie selbst hat mich durch ihren Eigensinn
Berechtigt, diese Strenge zu gebrauchen.
Erfahre sie die Schande nun, die ich
Umsonst ihr sparen wollte—Freue dich,
Mein Sohn! Nun ist's an dir, zu triumphiren!
Kalaf. Ich dank' Euch, Sire. Mich freuen kann ich nicht. Zu schmerzlich leid' ich selbst, daß der Geliebten Um meinetwillen Zwang geschehen soll.
Viel lieber wollt' ich—Ach, ich könnte nicht!
Was wäre Leben ohne sie?—Vielleicht
Gelingt es endlich meiner zärtlichen
Bewerbung, ihren Abscheu zu besiegen,
Ihn einst vielleicht in Liebe zu verwandeln.
Mein ganzes Wollen soll ihr Sklave sein,
Und all mein höchstes Wünschen ihre Liebe.
Wer eine Gunst bei mir erlangen will,
Wird keines andern Fürsprachs nöthig haben,
Als eines Winks aus ihrem schönen Aug.
Kein Nein aus meinem Munde soll sie kränken,
Solang die Parze meinen Faden spinnt;
Soweit die Welle meines Lebens rinnt,
Soll sie mein einzig Träumen sein und Denken!
Altoum. Auf denn! Man zögre länger nicht! Der Divan Werde zum Tempel! Man erhebe den Altar!
Der Priester halte sich bereit! Sie soll
Bei ihrem Eintritt gleich ihr Schicksal lesen
Und soll erfahren, daß ich wollen kann,
Was ich ihr schwur.
(Der hintere Vorhang wird aufgezogen; man erblickt den chinesischen Götzen, den Altar und die Priester, Alles mit Kerzen beleuchtet.)
Man öffne alle Pforten.
Das ganze Volk soll freien Eingang haben!
Zeit ist's, daß dieses undankbare Kind
Den tausendfachen Kummer uns bezahle,
Den sie auf unser greises Haupt gehäuft.
(Man hört einen lugubren Marsch mit gedämpften Trommeln. Bald darauf zeigt sich Truffaldin mit Verschnittenen; hinter ihnen die Sklavinnen, darauf Turandot, alle in schwarzen Flören, die Frauen in schwarzen Schleiern.)
Pantalon. Sie kommt! Sie kommt! Still! Welche Klagmusik!
Welch trauriges Gepräng! Ein Hochzeitmarsch,
Der völlig einem Leichenzuge gleicht!
(Der Aufzug erfolgt ganz auf dieselbe Weise und mit denselben Ceremonien wie im zweiten Akt.)
Zweiter Auftritt.
Vorige. Turandot. Adelma. Zelima. Ihre Sklavinnen und Verschnittenen.
Turandot (nachdem sie ihren Thron bestiegen, und eine allgemeine Stille erfolgt, zu Kalaf.)
Dies Traurgepränge, unbekannter Prinz,
Und dieser Schmerz, den mein Gefolge zeigt,
Ich weiß, ist Eurem Auge süße Weide.
Ich sehe den Altar geschmückt, den Priester
Zu meiner Trauung schon bereit, ich lese
Den Hohn in jedem Blick und möchte weinen.
Was Kunst und tiefe Wissenschaft nur immer
Vermochten, hab' ich angewandt, den Sieg
Euch zu entreißen, diesem Augenblick,
Der meinen Ruhm vernichtet, zu entziehen;
Doch endlich muß ich meinem Schicksal weichen.
Kalaf. O, läse Turandot in meinem Herzen,
Wie ihre Trauer meine Freude dämpft,
Gewiß, es würde ihren Zorn entwaffnen.
War's ein Vergehn, nach solchem Gut zu streben, Ein Frevel wär's, es zaghaft aufzugeben!
Altoum. Prinz, der Herablassung ist sie nicht werth. An ihr ist's jetzo, sich herabzugeben!
Kann sie's mit edelm Anstand nicht, mag sie
Sich darein finden. wie sie kann—Man schreite
Zum Werk! Der Instrumente froher Schar
Verkünde laut—
Turandot. Gemach! Damit ist's noch zu früh!
(Aufstehend und zu Kalaf sich wendend.)
Vollkommner konnte mein Triumph nicht sein,
Als dein getäuschtes Herz in süße Hoffnung
Erst einzuwiegen und mit einemmal
Nun in den Abgrund nieder dich zu schlendern.
(Langsam und mit erhobner Stimme.)
Hör', Kalaf, Timurs Sohn, verlaß den Divan!
Die beiden Namen hat mein Geist gefunden,
Such' eine andre Braut—Weh dir und Allen,
Die sich im Kampf mit Turandot versuchen!
Kalaf. O, ich Unglücklicher!
Altoum. Ist's möglich? Götter!
Pantalon. Heil'ge Katharina! (Zu Tartaglia.)
Geht heim! Laßt Euch den Bart auszwicken, Doctor!
Tartaglia. Allerhöchster Tien! Mein Verstand steht still!
Kalaf. Alles verloren! Alle Hoffnung todt!
—Wer steht mir bei? Ach, mir kann Niemand helfen! Ich bin mein eigner Mörder; meine Liebe
Verlier' ich, weil ich allzusehr geliebt!
—Warum hab' ich die Räthsel gestern nicht
Mit Fleiß verfehlt, so läge dieses Haupt
Jetzt ruhig in dem ew'gen Schlaf des Todes,
Und meine bange Seele hätte Luft.
Warum, zu güt'ger Kaiser, mußtet Ihr
Das Blutgesetz zu meinem Vortheil mildern,
Daß ich mit meinem Haupt dafür bezahlte,
Wenn sie mein Räthsel aufgelöst—So wäre
Ihr Sieg vollkommen und ihr Herz befriedigt!
(Ein unwilliges Gemurmel entsteht im Hintergrund.) Altoum. Kalaf! Mein Alter unterliegt dem Schmerz; Der unversehne Blitzstrahl schlägt mich nieder.
Turandot (bei Seite zu Zelima).
Sein tiefer Jammer rührt mich, Zelima!
Ich weiß mein Herz nicht mehr vor ihm zu schützen.
Zelima (leise zu Turandot).
O, so ergebt Euch einmal! Macht ein Ende!
Ihr seht, Ihr hört, das Volk wird ungeduldig!
Adelma (für sich). An diesem Augenblick hängt Tod und Leben!
Kalaf. Und braucht's denn des Gesetzes Schwert, ein Leben Zu endigen, das länger mir zu tragen
Unmöglich ist? (Er tritt an den Thron der Turandot.) Ja, Unversöhnliche!
Sieh hier den Kalaf, den du kennst—den du
Als einen namenlosen Fremdling haßtest,
Den du jetzt kennst und fortfährst zu verschmähn! Verlohnte sich's, ein Dasein zu verlängern,
Das so ganz werthlos ist vor deinen Augen?
Du sollst befriedigt werden, Grausame.
Nicht länger soll mein Anblick diese Sonne
Beleidigen—Zu deinen Füßen—
(Er zieht einen Dolch und will sich durchstechen. In demselben Augenblick macht Adelma eine Bewegung, ihn zurück zu halten, und Turandot stürzt von ihrem Thron.)
Turandot (ihm in den Arm fallend, mit dem Ausdruck des Schreckens und der Liebe).
Kalaf!
(Beide sehen einander mit unverwandten Blicken an und bleiben eine Zeit lang unbeweglich in dieser Stellung.)
Altoum. Was seh' ich!
Kalaf (nach einer Pause). Du? Du hinderst meinen Tod?
Ist das dein Mitleid, daß ich leben soll,
Ein Leben ohne Hoffnung, ohne Liebe?
Meiner Verzweiflung denkst du zu gebieten?
—Hier endet deine Macht. Du kannst mich tödten; Doch mich zum Leben zwingen kannst du nicht. Laß mich, und wenn noch Mitleid in dir glimmt, So zeig' es meinem jammervollen Vater.
Er ist zu Peckin, er bedarf des Trostes;
Denn auch des Alters letzte Stütze noch,
Den theuren einz'gen Sohn raubt ihm das Schicksal.
(Er will sich tödten.)
Turandot (wirft sich ihm in die Arme).
Lebt, Kalaf! Leben sollt Ihr—und für mich!
Ich bin besiegt. Ich will mein Herz nicht mehr
Verbergen—Eile, Zelima, den beiden
Verlassenen, du kennst sie, Trost zu bringen,
Freiheit und Freude zu verkünden—Eile!
Zelima. Ach, und wie gerne!
Adelma (für sich). Es ist Zeit, zu sterben.
Die Hoffnung ist verloren.
Kalaf. Träum' ich, Götter?
Turandot. Ich will mich keines Ruhms anmaßen, Prinz, Der mir nicht zukommt. Wisset denn, es wisse
Es alle Welt. Nicht meiner Wissenschaft,
Dem Zufall, Eurer eignen Übereilung
Verdank' ich das Geheimniß Eures Namens.
Ihr selbst, Ihr ließet gegen meine Sklavin
Adelma beide Namen Euch entschlüpfen.
Durch sie bin ich dazu gelangt—Ihr also habt
Gesiegt, nicht ich, und Euer ist der Preis.
—Doch nicht bloß, um Gerechtigkeit zu üben
Und dem Gesetz genug zu thun—Nein, Prinz!
Um meinem eignen Herzen zu gehorchen, Schenk' ich mich Euch—Ach, es war Euer, gleich Im ersten Augenblick, da ich Euch sah!
Adelma. O nie gefühlte Marter!
Kalaf (der diese ganze Zeit über wie ein Träumender gestanden, scheint jetzt erst zu sich selbst zu kommen und schließt die Prinzessin mit Entzückung in seine Arme).
Ihr die Meine?
O, tödte mich nicht, Übermaß der Wonne!
Altoum. Die Götter segnen dich, geliebte Tochter, Daß du mein Alter endlich willst erfreun.
Verziehen sei dir jedes vor'ge Leid,
Der Augenblick heilt jede Herzenswunde.
Pantalon. Hochzeit! Hochzeit! Macht Platz, ihr Herrn Doctoren!
Tartaglia. Platz! Platz! Der Bund sei alsogleich beschworen!
Adelma. Ja, lebe, Grausamer, und lebe glücklich Mit ihr, die meine Seele haßt! (Zu Turandot.)
Ja, wisse,
Daß ich dich nie geliebt, daß ich dich hasse
Und nur aus Haß gehandelt, wie ich that.
Die Namen sagt' ich dir, um den Geliebten
Aus deinem Arm zu reißen und mit ihm,
Der meine Liebe war, eh du ihn sahst,
In glücklichere Länder mich zu flüchten.
Noch diese Nacht, da ich zu deinem Dienst
Geschäftig schien, versucht' ich alle Listen—
Selbst die Verleumdung spart' ich nicht—zur Flucht Mit mir ihn zu bereden; doch umsonst!
In seinem Schmerz entschlüpften ihm die Namen, Und ich verrieth sie dir; du solltest siegen,
Verbannt von deinem Angesicht sollt' er
In meinen Arm sich werfen—Eitle Hoffnung!
Zu innig liebt' er dich und wählte lieber,
Durch dich zu sterben, als für mich zu leben!
Verloren hab' ich alle meine Mühen;
Nur eins steht noch in meiner Macht. Ich stamme Wie du von königlichem Blut und muß erröthen, Daß ich so langte Sklavenfesseln trug.
In dir muß ich die blut'ge Feindin hassen.
Du hast mir Vater, Mutter, Brüder, Schwestern,
Mir Alles, was mir theuer war, geraubt,
Und nun auch den Geliebten raubst du mir.
So nimm auch noch die Letzte meines Stammes, Mich selbst zum Raube hin—Ich will nicht leben!
(Sie hebt den Dolch, welchen Turandot dem Kalaf entrissen, von der Erde auf.)
Verzweiflung zückte diesen Dolch; er hat
Das Herz gefunden, das er spalten soll. (Sie will sich erstechen).
Kalaf (fällt ihr in den Arm).
Faßt Euch, Adelma!
Adelma. Laß mich, Undankbarer!
In ihrem Arm dich sehen? Nimmermehr!
Kalaf. Ihr sollt nicht sterben. Eurem glücklichen Verrathe dank' ich's, daß dies schöne Herz,
Dem Zwange feind, mich edelmüthig frei
Beglücken konnte—Gütiger Monarch,
Wenn meine heißen Bitten was vermögen,
So habe sie die Freiheit zum Geschenk,
Und unsere Glückes erstes Unterpfand
Sei eine Glückliche!
Turandot. Auch ich, mein Vater,
Vereinige mein Bitten mit dem seinen.
Zu hassenswerth, ich fühl' es, muß ich ihr
Erscheinen; mir verzeihen kann sie nie
Und könnte nie an mein Verzeihen glauben.
Sie werde frei, und ist ein größer Glück
Für sie noch übrig, so gewährt es ihr.
Wir haben viele Thränen fließen machen Und müssen eilen, Freude zu verbreiten.
Pantalon. Ums Himmelwillen, Sire, schreibt ihr den Laufpaß, So schnell Ihr könnt, und gebt ihr, wenn sie's fordert, Ein ganzes Königreich noch auf den Weg.
Mir ist ganz weh und bang, daß unsre Freude
In Rauch aufgeht solang ein wüthend Weib
Sich unter einem Dach mit Euch befindet.
Altoum (zu Turandot).
An solchem Freudentag, den du mir schenkst,
Soll meine Milde keine Grenzen kennen.
Nicht bloß die Freiheit schenk' ich ihr. Sie nehme Die väterlichen Staaten auch zurück
Und theile sie mit einem würd'gen Gatten,
Der klug sei und den Mächtigen nicht reize.
Adelma. Sire—Königin—ich bin beschämt, verwirrt, So große Huld und Milde drückt mich nieder.
Die Zeit vielleicht, die alle Wunden heilt,
Wird meinen Kummer lindern—Jetzt vergönnt mir Zu schweigen und von eurem Angesicht
Zu gehn—Denn nur der Thränen bin ich fähig,
Die unaufhaltsam diesem Aug entströmen.
(Sie geht ab mit verhülltem Gesicht, noch einen glühenden Blick auf Kalaf werfend, ehe sie scheidet.)
Letzter Auftritt.
Die Vorigen, ohne Adelma. Gegen das Ende Timur, Barak, Skirina und Zelima.
Kalaf. Mein Vater, o, wo find' ich dich, wo bist du, Daß ich die Fülle meines Glücks in deinen Busen Ausgieße?
Turandot (verlegen und beschämt).
Kalaf, Euer edler Vater ist
Bei mir, ist hier—In diesem Augenblicke
Fühlt er sein Glück—Verlangt nicht mehr zu wissen, Nicht ein Geständniß, das mich schamroth macht, Vor allen diesen Zeugen zu vernehmen.
Altoum. Timur bei dir? Wo ist er?—Freue dich,
Mein Sohn. Dies Kaiserreich hast du gewonnen; Auch dein verlornes Reich ist wieder dein.
Ermordet ist der grausame Tyrann,
Der dich beraubte! Deines Volkes Stimme
Ruft dich zurück auf deiner Väter Thron,
Den dir ein treuer Diener aufbewahrt.
Durch alle Länder hat dich seine Botschaft
Gesucht, und selbst zu mir ist sie gedrungen.
—Dies Blatt enthält das Ende deines Unglücks.
(Überreicht ihm einen Brief.)
Kalaf (wirft einen Blick hinein und steht eine Zeit lang in sprachloser Rührung).
Götter des Himmels! Mein Entzücken ist
Droben bei euch, die Lippe ist versiegelt.
(In diesem Augenblick öffnet sich der Saal. Timur und Barak treten herein, von Zelima und ihrer Mutter begleitet. Wie Kalaf seinen Vater erblickt, eilt er ihm mit ausgebreiteten Armen entgegen. Barak sinkt zu Kalafs Füßen, indem sich Zelima und ihre Mutter vor der Turandot niederwerfen, welche sie gütig aufhebt. Altoum, Pantalon und Tartaglia stehen gerührt. Unter diesen Bewegungen fällt der Vorhang.)
Sie haben Turandot, Prinzessin von China zu Ende gelesen
Friedrich Schiller
Bücher wie dieses
Hinweis von Project Gutenberg
*** END OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK, TURANDOT, PRINZESSIN VON CHINA ***
This file should be named 6505-8.txt or 6505-8.zip Corrected EDITIONS of our eBooks get a new NUMBER, 8trdt11.txt VERSIONS based on separate sources get new LETTER, 8trdt10a.txt
Project Gutenberg eBooks are often created from several printed editions, all of which are confirmed as Public Domain in the US unless a copyright notice is included. Thus, we usually do not keep eBooks in compliance with any particular paper edition.
We are now trying to release all our eBooks one year in advance of the official release dates, leaving time for better editing. Please be encouraged to tell us about any error or corrections, even years after the official publication date.
Please note neither this listing nor its contents are final til midnight of the last day of the month of any such announcement. The official release date of all Project Gutenberg eBooks is at Midnight, Central Time, of the last day of the stated month. A preliminary version may often be posted for suggestion, comment and editing by those who wish to do so.
Most people start at our Web sites at: http://gutenberg.net or http://promo.net/pg
These Web sites include award-winning information about Project Gutenberg, including how to donate, how to help produce our new eBooks, and how to subscribe to our email newsletter (free!).
Those of you who want to download any eBook before announcement can get to them as follows, and just download by date. This is also a good way to get them instantly upon announcement, as the indexes our cataloguers produce obviously take a while after an announcement goes out in the Project Gutenberg Newsletter.
http://www.ibiblio.org/gutenberg/etext04 or
ftp://ftp.ibiblio.org/pub/docs/books/gutenberg/etext04
Or /etext03, 02, 01, 00, 99, 98, 97, 96, 95, 94, 93, 92, 92, 91 or 90
Just search by the first five letters of the filename you want, as it appears in our Newsletters.
Information about Project Gutenberg (one page)
We produce about two million dollars for each hour we work. The time it takes us, a rather conservative estimate, is fifty hours to get any eBook selected, entered, proofread, edited, copyright searched and analyzed, the copyright letters written, etc. Our projected audience is one hundred million readers. If the value per text is nominally estimated at one dollar then we produce $2 million dollars per hour in 2002 as we release over 100 new text files per month: 1240 more eBooks in 2001 for a total of 4000+ We are already on our way to trying for 2000 more eBooks in 2002 If they reach just 1-2% of the world's population then the total will reach over half a trillion eBooks given away by year's end.
The Goal of Project Gutenberg is to Give Away 1 Trillion eBooks! This is ten thousand titles each to one hundred million readers, which is only about 4% of the present number of computer users.
Here is the briefest record of our progress (* means estimated):
eBooks Year Month
1 1971 July
10 1991 January
100 1994 January
1000 1997 August
1500 1998 October
2000 1999 December
2500 2000 December
3000 2001 November
4000 2001 October/November
6000 2002 December*
9000 2003 November*
10000 2004 January*
The Project Gutenberg Literary Archive Foundation has been created to secure a future for Project Gutenberg into the next millennium.
We need your donations more than ever!
As of February, 2002, contributions are being solicited from people and organizations in: Alabama, Alaska, Arkansas, Connecticut, Delaware, District of Columbia, Florida, Georgia, Hawaii, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maine, Massachusetts, Michigan, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, North Carolina, Ohio, Oklahoma, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West Virginia, Wisconsin, and Wyoming.
We have filed in all 50 states now, but these are the only ones that have responded.
As the requirements for other states are met, additions to this list will be made and fund raising will begin in the additional states. Please feel free to ask to check the status of your state.
In answer to various questions we have received on this:
We are constantly working on finishing the paperwork to legally request donations in all 50 states. If your state is not listed and you would like to know if we have added it since the list you have, just ask.
While we cannot solicit donations from people in states where we are not yet registered, we know of no prohibition against accepting donations from donors in these states who approach us with an offer to donate.
International donations are accepted, but we don't know ANYTHING about how to make them tax-deductible, or even if they CAN be made deductible, and don't have the staff to handle it even if there are ways.
Donations by check or money order may be sent to:
Project Gutenberg Literary Archive Foundation
PMB 113
1739 University Ave.
Oxford, MS 38655-4109
Contact us if you want to arrange for a wire transfer or payment method other than by check or money order.
The Project Gutenberg Literary Archive Foundation has been approved by the US Internal Revenue Service as a 501(c)(3) organization with EIN [Employee Identification Number] 64-622154. Donations are tax-deductible to the maximum extent permitted by law. As fund-raising requirements for other states are met, additions to this list will be made and fund-raising will begin in the additional states.
We need your donations more than ever!
You can get up to date donation information online at:
http://www.gutenberg.net/donation.html
***
If you can't reach Project Gutenberg, you can always email directly to:
Michael S. Hart <hart@pobox.com>
Prof. Hart will answer or forward your message.
We would prefer to send you information by email.
**The Legal Small Print**
(Three Pages)
***START**THE SMALL PRINT!**FOR PUBLIC DOMAIN EBOOKS**START*** Why is this "Small Print!" statement here? You know: lawyers. They tell us you might sue us if there is something wrong with your copy of this eBook, even if you got it for free from someone other than us, and even if what's wrong is not our fault. So, among other things, this "Small Print!" statement disclaims most of our liability to you. It also tells you how you may distribute copies of this eBook if you want to.
*BEFORE!* YOU USE OR READ THIS EBOOK By using or reading any part of this PROJECT GUTENBERG-tm eBook, you indicate that you understand, agree to and accept this "Small Print!" statement. If you do not, you can receive a refund of the money (if any) you paid for this eBook by sending a request within 30 days of receiving it to the person you got it from. If you received this eBook on a physical medium (such as a disk), you must return it with your request.
ABOUT PROJECT GUTENBERG-TM EBOOKS This PROJECT GUTENBERG-tm eBook, like most PROJECT GUTENBERG-tm eBooks, is a "public domain" work distributed by Professor Michael S. Hart through the Project Gutenberg Association (the "Project"). Among other things, this means that no one owns a United States copyright on or for this work, so the Project (and you!) can copy and distribute it in the United States without permission and without paying copyright royalties. Special rules, set forth below, apply if you wish to copy and distribute this eBook under the "PROJECT GUTENBERG" trademark.
Please do not use the "PROJECT GUTENBERG" trademark to market any commercial products without permission.
To create these eBooks, the Project expends considerable efforts to identify, transcribe and proofread public domain works. Despite these efforts, the Project's eBooks and any medium they may be on may contain "Defects". Among other things, Defects may take the form of incomplete, inaccurate or corrupt data, transcription errors, a copyright or other intellectual property infringement, a defective or damaged disk or other eBook medium, a computer virus, or computer codes that damage or cannot be read by your equipment.
LIMITED WARRANTY; DISCLAIMER OF DAMAGES But for the "Right of Replacement or Refund" described below, [1] Michael Hart and the Foundation (and any other party you may receive this eBook from as a PROJECT GUTENBERG-tm eBook) disclaims all liability to you for damages, costs and expenses, including legal fees, and [2] YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE OR UNDER STRICT LIABILITY, OR FOR BREACH OF WARRANTY OR CONTRACT, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR INCIDENTAL DAMAGES, EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH DAMAGES.
If you discover a Defect in this eBook within 90 days of receiving it, you can receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending an explanatory note within that time to the person you received it from. If you received it on a physical medium, you must return it with your note, and such person may choose to alternatively give you a replacement copy. If you received it electronically, such person may choose to alternatively give you a second opportunity to receive it electronically.
THIS EBOOK IS OTHERWISE PROVIDED TO YOU "AS-IS". NO OTHER WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, ARE MADE TO YOU AS TO THE EBOOK OR ANY MEDIUM IT MAY BE ON, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE.
Some states do not allow disclaimers of implied warranties or the exclusion or limitation of consequential damages, so the above disclaimers and exclusions may not apply to you, and you may have other legal rights.
INDEMNITY You will indemnify and hold Michael Hart, the Foundation, and its trustees and agents, and any volunteers associated with the production and distribution of Project Gutenberg-tm texts harmless, from all liability, cost and expense, including legal fees, that arise directly or indirectly from any of the following that you do or cause: [1] distribution of this eBook, [2] alteration, modification, or addition to the eBook, or [3] any Defect.
DISTRIBUTION UNDER "PROJECT GUTENBERG-tm" You may distribute copies of this eBook electronically, or by disk, book or any other medium if you either delete this "Small Print!" and all other references to Project Gutenberg, or:
[1] Only give exact copies of it. Among other things, this requires that you do not remove, alter or modify the eBook or this "small print!" statement. You may however, if you wish, distribute this eBook in machine readable binary, compressed, mark-up, or proprietary form, including any form resulting from conversion by word processing or hypertext software, but only so long as *EITHER*:
[*] The eBook, when displayed, is clearly readable, and does *not* contain characters other than those intended by the author of the work, although tilde (~), asterisk (*) and underline (_) characters may be used to convey punctuation intended by the author, and additional characters may be used to indicate hypertext links; OR
[*] The eBook may be readily converted by the reader at no expense into plain ASCII, EBCDIC or equivalent form by the program that displays the eBook (as is the case, for instance, with most word processors); OR
[*] You provide, or agree to also provide on request at no additional cost, fee or expense, a copy of the eBook in its original plain ASCII form (or in EBCDIC or other equivalent proprietary form).
[2] Honor the eBook refund and replacement provisions of this "Small Print!" statement.
[3] Pay a trademark license fee to the Foundation of 20% of the gross profits you derive calculated using the method you already use to calculate your applicable taxes. If you don't derive profits, no royalty is due. Royalties are payable to "Project Gutenberg Literary Archive Foundation" the 60 days following each date you prepare (or were legally required to prepare) your annual (or equivalent periodic) tax return. Please contact us beforehand to let us know your plans and to work out the details.
WHAT IF YOU *WANT* TO SEND MONEY EVEN IF YOU DON'T HAVE TO? Project Gutenberg is dedicated to increasing the number of public domain and licensed works that can be freely distributed in machine readable form.
The Project gratefully accepts contributions of money, time, public domain materials, or royalty free copyright licenses. Money should be paid to the:
"Project Gutenberg Literary Archive Foundation."
If you are interested in contributing scanning equipment or software or other items, please contact Michael Hart at: hart@pobox.com
[Portions of this eBook's header and trailer may be reprinted only when distributed free of all fees. Copyright (C) 2001, 2002 by Michael S. Hart. Project Gutenberg is a TradeMark and may not be used in any sales of Project Gutenberg eBooks or other materials be they hardware or software or any other related product without express permission.]
*END THE SMALL PRINT! FOR PUBLIC DOMAIN EBOOKS*Ver.02/11/02*END*