
Faust: Der Tragödie zweiter Teil
Der zweite Teil beginnt in anmutiger Gegend, und Faust liegt auf blumigem Rasen, ermüdet, unruhig, schlafsuchend. Ein Geister-Kreis schwebt über ihm, und Ariel schickt die kleinen Elfen an ihre Arbeit: sie sollen des Herzens grimmen Strauß besänftigen und sein Innres von erlebtem Graus reinigen. Vier sind die Pausen nächtiger Weile, und in ihnen wird der Schläfer im Tau aus Lethes Flut gebadet. Beim Sonnenaufgang kehrt Faust sich geblendet weg und sieht statt dessen in den Wassersturz, über dem sich des bunten Bogens Wechseldauer wölbt: am farbigen Abglanz haben wir das Leben. Dann wechselt das Stück in den Saal des Thrones der kaiserlichen Pfalz, wo der Staatsrat auf den Kaiser wartet und dieser als erstes fragt, wo denn der Narr geblieben sei.






