
Emilia Galotti
von Gotthold Ephraim Lessing

Eine Freundin fragt Adi Bachmann, ob es einen heimlichen Jungbrunnen gebe oder so etwas wie eine Jugendlichkeitsdroge. Aus der Frage wird ein weit ausgreifender Essay. Er geht der Altweibermühle von Trippsdrill nach, den mittelalterlichen Brunnenbildern und der Figur des Benjamin Button, fragt, was jung sein überhaupt heißt, und zählt auf, welche Leiden wir dem Alter zuschreiben. Dann druckt er einen Beitrag von Hans von Storch über das ewige Leben ab und hält ihn gegen die Archäologie: gegen kretische Kuppelgräber, gegen die eilig hergerichtete Grabkammer für Tut-anch-amun, gegen Höhlenbilder und Grabbeigaben. Ein Satz kehrt dabei immer wieder: Spuren einer Vorstellung von einem ewig langen Leben finden wir hier nicht.