Warum hast du mich entführt?

Anna R. · Kapitel 1 von 7

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Warum hast du mich entführt?

Meine beste Freundin will verrecken...

Anna R.

 

Warum hast du mich entführt?

 

Warum ausgerechnet mich?

 

Ich widme es allen, die das hier gerade lesen

Meine beste Freundin will verrecken...

1.

Piiieeepppssss…Ich schreckte aus meinem wunderschönen Traum über Ashton Kutscher hoch, und konnte dieses wirklich nervtötende Geräusch zuerst nicht einordnen. Doch dann bemerkte ich, dass es mein Wecker war.Ich schaute auf die Uhr und bemerkte, dass es 5.58 Uhr war. Scheiiißßßeee, dachte ich, wenn ich noch einmal zu spät komm feuert mich mein Boss!! Echt, dieser gierige Schnösel -.-

Ich zog mir schnell irgendein Top und eine schwarze Jeans an, und rannte in die Küche wie eine Bekloppte. Um 7 Uhr muss ich in dem Café sein, wo ich arbeite. Ja ja ja schon richtig verstanden, ich brauche 1 ½ Stunden um zu meiner Arbeitsstelle zu kommen, denn ich wohne in New York.

Die meisten würden wild herumschreien und Freudentänze machen, wenn sie die Möglichkeit hätten, in New York zu leben, aber ich nicht. Ich find hier sind zu viele Arschlöcher, mit denen ich schon viel zu viele Erfahrungen gemacht habe. Außerdem denkt sowieso jeder, er muss sich mit anderen revanchieren und immer besser sein als andere.Ich hasse es nicht in New York zu leben, aber eine kleinere Stadt würde auch passen. Aber auch nicht zu klein, bitte :D. In Windeseile schmierte ich mir irgendwas aufs Brot und würgte es runter.

Was ich an meinem Leben liebe: Ich in frei! Denn ich lebe hier ganz alleine. Es reichte ihnen mit mir, sagten meine Geldgierigen Schleimer-Eltern. Aber ich weiß ganz genau, dass sie einfach Geldprobleme hatten, und nicht für mich sorgen konnten oder wollten. Aber ehrlich gesagt wünschte ich mir immer alleine zu leben.

Ich rannte aus meinen Apartment, zur Subway – die ich gerade noch so kriegte.In der U-Bahn schaute ich in das Fenster, was ich als Spiegel benutzte und schaute mich prüfend an.Nicht dass ich eingebildet bin, aber ich fand schon immer dass ich eigentlich ganz gut aussah.Ich hatte auch schon immer recht lange Beine und eine weibliche Figur.Ich schaute auf die Uhr – 6.04 - ouhh man... noch so lange fahren. Ich stöpselte mir meine Musik in die Ohren und schaltete bald auch schon ab.

Um 15 Uhr war ich immer noch voll im Arbeitsstress. Verdammte Scheiße, wieso kommt es mir vor, dass die Leute immer nur in diesen Cafèshop kommen. Es sind einfach zu viele! Erst Recht für nur drei Angestellte. Mit Boss kann man nicht reden, weil er so ein Perversling ist und uns nur rumkommandiert, und wenn ich mit ihm alleine bin, versucht er ständig mich ins Bett zu kriegen Uaaahhhhh... ich hasse solche Machos -.-

Ernsthaft ich bin schon im Gedanken diesen Job zu schmeißen aber dann finde ich ganz bestimmt nie wieder eine so gut bezahlte Arbeit in NY. Außerdem arbeite ich mit meiner Besten Freundin zusammen.

Ich kam gerade zu Tisch 7 um einer älteren Dame die Bestellung abzunehmen. Da hörte ich aus der Küche einen fürchterlichen Schrei. OMG, was ist da passiert?? Ich ließ die arme Frau einfach dort sitzen und rannte in die Küche. Da sah ich, wie Rose, am Boden lag – in einer riesigen Pfütze aus Blut!! Sofort wurde mir speiübel, aber ich riss mich zusammen und rannte zum Telefon und rief den Krankenwagen. Sie war bewusstlos die Arme und was mach ich?? Ich schieb Panik wie die Irre. Ihr müsst wissen, ich, Chloe Johnsons (19) schiebe immer Panik in außergewöhnlichen Situationen. Im Nachhinein gesehen ist es zwar falsch, man soll immer die Ruhe bewahren und so, aber ich bin nie ruhig.

Oh Gott, meine beste Freundin liegt blutend auf dem Arschkalten Boden und ich kann nichts anderes machen als über meine Macken und mich nachzudenken. Sie ist an dem frisch gewaschenen Boden ausgerutscht, und mit dem Kopf gegen den Tisch. Da kam auch schon der Krankenwagen, sie verarzteten Rose und legten sie auf die liege.

„Herrgott nochmal, was stehen Sie hier so rum?? Kommen Sie denn jetzt mit oder nicht?“, fragte der genervte Sanitäter. Zu Recht, denn ich stand nur da wie eine Bekloppte und half nicht einmal. „Ähh ohh jaa.. natürlich komme ich mit“, fuhr ich ihn an. Und so stieg ich ein. Wir fuhren nicht lange zum Nächsten Krankenhaus. Roses Kopfblutung hat schon nachgelassen, aber die Ärzte wollten sie zur Sicherheit nochmal abchecken, wegen Gehirnerschütterung oder so.

Eigentlich habe ich gar nicht zugehört, weil ich derart von der Inneneinrichtung begeistert war. Ich weiß, ich bin ein schrecklicher Mensch, aber mir wurde sofort schlecht, wenn ich auch nur darüber nachdachte, was sich da in einem Inneren des Körpers von Rose abspielte.

Wiir waren endlich angekommen und Rose wurde anderen Ärzten übergeben, mir wurde nur ein Stuhl vor der Tür zum Warten gegeben. Ich setzte mich hin und checkte meine Umgebung durch. Wooaahh.. das ist ja mal ein altes, dunkles und schauriges Krankenhaus! In dem engen, leeren Gang waren nur zwei Stühle und neben mir saß ein Junge, den ich zuvor garnicht bemerkt hatte. Ich war zu beschäftigt nicht loszuspucken.

Aber jetzt schaute ich mir den Jungen – nein eher Mann – von der Seite an. OMG!! Bitte Leute, vergesst alles was ihr über Gottheiten wisst, denn er toppt alles!!Er hatte seine Ellenbogen auf den Knien und stützte seinen Kopf aus seinen Händen. Er sah besorgt, aber dennoch so gut aus! Er hatte braune Harre, etwas hochgestylt, und braune Augen.

Ich riss mich zusammen um ihn nicht anzustarren. Sonst würde ich noch sabbern und das wäre ja mal peinlich!Chloe, worüber denkst du den jetzt schon wieder? Du sollst besorgt sein und Panik schieben! Rumheulen wie die Wilde sollst du! Siehst du? Er beachtet dich nicht mal! Mach dir nichts vor! Du wirst nie in deinem Leben etwas mit ihm zu tun haben!Oh Mann, ich hasste die Stimme meiner Vernunft, doch sie hatte Recht.

Und da dachte ich auch sofort wieder an Rose, vergaß alles um mich herum und war kurz vorm weinen. Da kam auch schon ein Arzt aus der Tür, wo Rose verschwunden war. Er kam zu mir und wollte etwas sagen, doch ich unterbrach ihn. „Und?? Wie geht es ihr?? Nun sagen Sie schon!! Warum antworten Sie mir denn nicht?? Sagen sie?? Wie geht es Rose?“

„Jetzt atmen Sie mal tief durch!“, ich bemerkte, wie unregelmäßig mein Atem war und da rannten auch schon die Tränen meine Wangen runter. Er redete weiter „Rose Sanchez hat eine starke Gehirnblutung. Leider wissen wir nicht, ob Sie überleben wird. Wir werden in den Nächsten Stunden alles dafür tun um sie zu retten...“

Doch ich hörte garnicht mehr zu. Ich war in Tränen ausgebrochen und konnte mich nicht beruhigen. Ich erinnerte mich an jedes kleine Detail unserer 10-jährigen Freundschaft und nun war vielleicht alles vorbei!

Der Arzt ging wieder und ich glitt vom Stuhl runter und zog meine Beine an. Ich merkte wie jemand aufstand und den Gang hinunterlief. Wahrscheinlich hatte der Junge genug von mir und wollte seine ruhe haben. Irgendwann, als ich schon tief in meinen Erinnerungen an Rose war und nichts mehr wahrnahm, spürte ich wie jemand mich gewaltsam hochhob. Noch ehe ich mich wehren konnte, spürte ich schon eine Spritze in meinem Oberarm.Ich kämpfte gegen den Griff an wollte den Menschen schlagen, doch es wurde immer dunkler und dunkler.

Panik kroch in mir hoch. Verdammt, was mach ich jetzt? Wo bringt man mich hin? Sterbe ich? Wo sind denn alle Ärzte und Schwestern hin verdammt?Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich Angst.Warum??Alles wurde dunkel.