Warum hast du mich entführt?

Anna R. · Kapitel 2 von 7

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Warum hast du mich entführt?

Erste Begegnungen

2.

Ich wachte auf. meine Augen waren noch zu und ich erinnerte mich wieder an den gestrigen Tag.oh Gott, ich habe so Angst um Rose!Doch dann erinnerte ich mich auch an noch etwas.. oh.. scheiße, ich würde ja auch noch entführt.Ich hatte meine Augen noch immer geschlossen und hatte riesige Angst davor, sie zu öffnen.Doch ich überwand mich.Ich lag auf einem breiten Sofa. Wie soll man ein Sofa denn beschreiben? Es war halt ein stinknormales Sofa.Ich setzte mich auf und konnte eine kleine Apartment-Wohnung erkennen.Ich war also im Wohnzimmer und da gab es noch drei Türen.Eine war weit geöffnet, sie führte in die Garderobe.Die anderen zwei waren verschlossen. Aber ich wollte nicht mal wissen wer oder was auch immer dort war.Ich rannte aus dem Bett, in die Garderobe, wo die Haustür war. Ich war im Begriff sie zu öffnen. Chloe, Chloe, Chloe. Was erwartest du eigentlich? Dass man dich entführt aber du durch die Eingangstür abhauen kannst?Ich versuchte es trotzdem. Vergeblich.Ein ungutes Gefühl kam in mir hoch. Ich rannte durch das Wohnzimmer zu irgendeinem Fenster und wollte es aufmachen. Ebenfalls vergeblich.

Ich bekam Panik, in meinen Augen sammelten sich Tränen. Was wollen die von mir? Wer hat mich entführt? Warum?? Ich hab doch nicht mal Geld! Meine Eltern sind nicht reich, auch wenn sie das so gern wollen. Ich war fertig.

Ich schaute aus dem Fenster und versuchte runter zu gucken. Ach du Globus, des ist ja mal ne Höhe! Da kann ich nie und nimmer runterspringen, selbst wenn die Fenster sich öffnen ließen. Was mach ich den jetzt.?? Kontrolllos (ist das ein Wort??) ließ ich mich an einer Wand runtersinken.Ich dachte nach. Und dachte. Und dachte. Über Rose. Wie geht es ihr? Ist sie tot? Ich hab solche Angst um sie.Ohne dass ich es richtig mitbekam schluchzte ich. Ziemlich laut.

Da wurde eine Tür aufgerissen. Fuuccckkk. Scheiße man jetzt bin ich tot.

Ich weiß es war kindisch aber ich machte die Augen zu um den Mafiaboss oder wen auch immer nicht ansehen zu müssen. Bestimmt war das so ein ekliger Perversling, fett, faul, schweinhaft.Plötzlich wurde ich hochgehoben - Oh nein, oh nein, oh nein! – und auf die Beine gestellt.Ich konnte meine Augen nicht mehr zu halten. Als ich sie öffnete erschrak ich und sprang zurück.Ob ihr s glaubt oder nicht. Es war niemand anderes als der Typ aus dem Krankenhaus. Hääää??Jetzt ergab alles keinen Sinn mehr. Er stand dort lässig, zum Glück mit Jogginghose und Unterhemd.Wow, der hatte mal Muskeln, und ein Six-Pack. *__*

Ich starrte ihn – aus gut 2 Meter Entfernung an – und bemerkte, wie er meinen Körper musterte.Ist irgendwas verrutscht?. dachte ich und schaute an mir runter.

Ach du Kleber! Ich war, bis auf BH und Unterhose, nackt!! Warum bin ich nackt??? Geht’s noch du Vollpfosten, warum glotzt du mich an? dachte ich an den Typen gewandt.Ich rannte zum Sofa, wo noch die Decke lag und wickelte mich darin ein.Wie konnte ich nur nicht bemerken dass ich nackt war? Achso stimmt, ich war zu sehr mit meiner „Flucht“ beschäftigt.Mein Entführer hatte einen enttäuschten Gesichtsausdruck. Hallo? Geht’s noch?

Da es zwischen uns immer noch still war, begann ich zu reden. Dass ich gerade eben noch heulend auf dem Boden gesessen bin, ignorierte ich„Warum hast du mich entführt? Bist du ein Mafiaboss oder so? Scheiße man, wo bin ich hier?“„Mädchen, stell mal nicht so viele Fragen. Hier ist was zum Anziehen, wenn du dich doch nicht umentscheidest, so rumzulaufen.“ Ich warf ihm einen tödlichen Blick zu.Ich saß immer noch stocksteif auf dem Sofa, also kam er zu mir rüber und setzte sich genau neben mich.Er übergab mir die Sachen und ich checkte sie durch.„ Junge, du weißt schon dass dieses T-Shirt von dir viieeell zu kurz ist??“ Ein dreckiges Grinsen war mir als Antwort genug.

Auch wenn ich Angst hatte, ging ich trotzig mit der Decke um den Körper in das Zimmer, wo er gerade rausgekommen ist. Es war also sein Schlafzimmer. Es standen dort ein normales Bett, ein normaler Schreibtisch, und ein normaler Schrank.Entschlossen ging ich zum Schrank und riss die Tür auf. Und dann nahm ich mir einfach ein etwas längeres T-Shirt „Schon mal was von Privatsphäre gehört, Süße?“ Die Stimme kam von dicht hinter mir. Auch wenn ich mich erschrak, so zeigte ich es nicht und drehte mich um. „1. Nenn mich nicht Süße! Ich bin nicht dein Housebunny! 2. Privatsphäre? Du erzählst mir was davon? Du hast mich entführt, du Pfosten“ Er kam mir gefährlich nahe und ich wich immer weiter aus, bis ich gegen den Schrank stieß. Shit. Er lachte leise und – bedrohlich?? „ 1, Süße, ich nenn dich so wie ich will und fertig. 2. Du solltest etwas mehr Respekt vor mir haben. Oder soll ich dir extra aufzählen was ich mit dir machen könnte?“ Ich schluckte. Doch ich zeigte mich keinesfalls schwach. „Du willst mir etwas aufzählen? Ich bin mir nicht mal sicher ob du überhaupt bis drei zählen kannst.“ Er knurrte und drückte mich mit seinen Armen auf meinen Schultern gegen den Schrank. Er kam mir immer näher und flüsterte in mein Ohr. „Übertreib es nicht Süße.“ Das Süße hat er sogar betont. „Du solltest Angst haben“ Die Tatsache, dass er alles mit mir anstellen konnte, machte mir nichts aus. Ich wollte nur zu Rose. „ Hör zu, okay? Da wir uns im Krankenhaus schon gesehen haben, weißt du, dass ich andere Probleme hab. Bitte, bitte, bitte lass mich gehen und such dir ein anderes Opfer mit weniger Problemen. Bitte“ Flehte ich. Er lachte und ließ mich los „Träum weiter, Süße“ Genau genommen hab ich das ja schon erwartet. Ich fragte einfach drauf los. „Bist du von der Mafia?“ Bevor er antwortete, setzte er sich auf das Sofa im Wohnzimmer, ich folgte ihm. Ich setzte mich an das andere Ende des Sofas und zog meine Beine an. Ich will jetzt eine Antwort! „Nein, ich bin nicht von der Mafia. Aber, Süße, wenn du mich jetzt ausfragst dann darf ich auch dich fragen, okay?“ „Ja, okay“ Ich wusste er würde mir sonst nie fragen beantworten. „Wie heißt du?“ „Äh.. Chloe Johnsons. Du?“ Ich weiß nicht warum aber seine Anwesenheit machte mich nervös.

„Alex. Wie alt bist du, Süße?“ Warum brauchte er das? Machte er sich Sorgen um sein Opfer, dass er umbringen wollte? „19. Wirst du mich umbringen?“ „Nein, das ist noch nicht vorgeplant“ sagte er ernst. Ich schluckte. Scccheeiißße. „Hast du einen Freund?“ Ganz ehrlich, wieso wollte er das wissen? Ich bin sowieso nur sein Opfer. Ich schaute ihn fragend an doch er schaute inzwischen in die Glotze, die er angeschaltet hatte. „Äh.. nein, habe ich nicht. Bist du ein Vergewaltiger?“ „Oh Gott. Nein!! Niemals! Hast du etwa Angst vor mir, Süße?“ „Entschuldige mal, aber ich bin es nicht gewohnt, wenn man mich entführt und dann mein Alter rausfinden will!“ Antwortete ich entnervt. Er lachte nur. Ein echt schöö—was? nein,nein,nein Chloe Johnsons! Dieses Lachen ist nie und nimmer schön!

Ich fragte offen und direkt: „Was willst du dann von mir? Ich habe kein Geld, nicht mal meine Eltern! Und sowieso werden sie nicht mal nach mir suchen!“ „Du wirst schon erfahren, was ich will, Süße“ Sagte er frech „Ähhm .. In dem Krankenhaus. Da warst du echt aufgelöst, war diese Person, Rose, eine Freundin von dir?“ Ich sprang auf, jetzt hatte er eindeutig einen wunden Punkt getroffen. Er schaute mich mit großen Augen an, doch ich sah alles verschleiert, weil ich schon Tränen in den Augen hatte. „Bitte lass mich gehen!“ Ich schaute an die Wand, doch als er nicht antwortete, ging ich rasch in sein Zimmer und legte mich aufs Bett. Und weinte. Er folgte mir nicht. Gut so, ich brauchte ihn sowieso nicht! Ich brauchte nur Rose. Irgendwann schlief ich ein.