Alexandra Maren Plewka

Ein Pessoa-Zitat über das Erinnern von Gefühlen steht vor dem ersten Kapitel, dann sitzt Joan Drat am Küchenfenster und wartet auf eine Nachricht ihres Vaters, die wieder eine Absage ist. Kurz darauf treten zwei Männer in schwarzen Anzügen die Wohnungstür ein, setzen die zweiundzwanzigjährige Joan und ihren siebzehnjährigen Bruder Tyler mit einer Spritze außer Gefecht und fahren sie durch eine Nebelwand, hinter der aus der Asphaltstraße ein Feldweg und aus dem grauen Himmel ein blauer geworden ist. Am Tor steht der Name Aller Seelen, ein alter Mann im abgetragenen Smoking begrüßt sie mit Champagner und liest ihnen aus zwei Formularen Diagnosen und Sterbedaten vor, von denen beide zum ersten Mal hören. Fünf Tage sollen sie bleiben. Der Campingplatz ist menschenleer, der Kühlschrank im Zelt füllt sich von selbst, der Regen steigt aus dem Boden in den Himmel und leuchtet dabei grün, und nachts stehen vor den Wohnwagen lebensgroße Marionetten ohne Gesicht, die alltägliche Szenen spielen. „Dazwischen“ verbindet diese Bilder mit dem ruppigen, spöttischen Umgangston der beiden Geschwister.

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  • Dazwischen von Alexandra Maren Plewka, Buchcover
    Dazwischen
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