
Fluch
von Aaron Elkins

Nikolai Stepanowitsch, Professor, Geheimrat, Ehrenmitglied russischer und dreier ausländischer Universitäten, ist zweiundsechzig und schläft nicht mehr. Zwischen eins und zwei wacht er auf, zündet die Lampe an, geht von einer Ecke in die andere, zählt bis tausend. Am Morgen rechnet ihm die Frau die fünfzig Rubel vor, die der Sohn als Offizier in Warschau bekommt, die Tochter Lisa geht mit der Notenmappe ins Konservatorium, und im Universitätsgebäude nimmt ihm der Portier Nikolai den Pelz ab. Ihre Finger küsst er noch immer wie früher und murmelt Pistazienfingerchen, Sahnenfingerchen, doch es hat nicht mehr den richtigen Klang. Übertragen von H. Röhl, Insel-Verlag zu Leipzig.