André Elgeti
Vier Erzählungen aus der Geschichte der Boddenstadt Barth stehen in „Geschichten aus Barth“ (2008) nebeneinander, jede an einem festen Punkt der Stadt verankert. „Piraten vor Barth“ beginnt am Fischertor, wo ein Posten Segel am Horizont sieht: Die Tore werden geschlossen, die Zugbrücke geht hoch, Tischler, Schneider und Goldschmiede beziehen den Wehrgang der Stadtmauer, und die Angreifer ziehen wieder ab. „Das weiße Pulver“ spielt im frühen 17. Jahrhundert im Kontor eines Kaufmanns in der Langen Straße. Johannes und Elisabeth finden nachts einen Sack mit einem unbekannten weißen Pulver und erfahren am nächsten Tag beim Kuchenbacken, dass es Zucker von jenseits des großen Meeres ist. In „Die neue Handelsstation“ sitzen ein Händler und ein Pelztierjäger im Planwagen und verhandeln über eine Niederlassung am Ende der Paßstraße. „Schützenfest 1610“ schildert den geschmückten Festplatz, den Ummarsch der Gilde und einen Provisor, der den Sieger des Königsschießens zum Schwiegersohn seiner Tochter machen will. Erzählt wird sachlich und dicht an Handwerk, Handel und Stadtordnung. Über den Verfasser selbst gibt der Band nichts preis.
- Bücher
- 1